Im Schremser Hochmoor erwacht ein einzigartiger Lebensraum zu neuem Leben. Seltene Arten finden zurück, das Moor speichert wieder CO₂ – und ein stiller Held des Klimaschutzes bekommt eine zweite Chance
Mit der erfolgreichen Renaturierung von 2,6 Hektar wertvoller Moorflächen im Naturpark Hochmoor Schrems wurde ein starkes Zeichen für Natur- und Klimaschutz gesetzt. Was einst durch Torfabbau und Entwässerung massiv geschädigt war, kehrt nun Schritt für Schritt zu neuem Leben zurück.
Dank gezielter Maßnahmen wie dem Einbau von Spundwänden zur Anhebung des Wasserstands und der Reduktion von Gehölzenkann sich das Moor erholen – und mit ihm eine Vielzahl bedrohter Arten wie der Moorfrosch oder die Kleine Binsenjungfer. Gleichzeitig wird das Moor wieder zu dem, was es sein kann: ein stiller Klimaschützer, ein Rückzugsort für seltene Tiere und Pflanzen, ein Ort zum Staunen und Lernen.
Im Rahmen einer Moorexkursion wurden die durchgeführten Maßnahmen der Öffentlichkeit präsentiert. Viele Vertreter:innen aus Politik und Gesellschaft nutzten die Gelegenheit, um sich vor Ort ein Bild zu machen – und waren beeindruckt.
„Wir freuen uns, mit der abgeschlossenen Moorrenaturierung sowohl den Naturschutz als auch den Klimaschutz zu forcieren und zusätzlich das Bewusstsein für diese einzigartigen Naturschätze geschärft zu haben“, so Thomas Kainz, Vorhabensleiter und Geschäftsführer des Naturparks Hochmoor Schrems.
Landschaften voller Leben
Das Renaturierungsprojekt im Schremser Hochmoor war eine von insgesamt 15 Initiativen im Rahmen des Projekts „Landschaften voller Leben“, welches durch den Biodiversitätsfonds gefördert wird. In diesem Projekt bündeln elf Naturparke aus sechs Bundesländern gemeinsam mit dem Verband der Naturparke Österreichs die Kraft ihres Netzwerks zum Schutz der biologischen Vielfalt.
Mit Unterstützung des Biodiversitätsfonds, finanziert von der Europäischen Union – NextGenerationEU und dem Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft.
