naturpark

Geschriebenstein-Írottkö

Landschaften voller Leben

Wo das Burgenland in den Himmel strebt

Den Rahmen dieses grenzüberschreitenden Naturparks bildet ein großes Waldgebiet mit  ausgedehnten Eichen-Hainbuchenwäldern um die höchste Erhebung des Burgenlandes – den Geschriebenstein. Auf dessen Südseite findet sich eine interessante Pflanzenwelt wie Trockenrasen, Streuobstwiesen, Weingärten und Obstkulturen.

Mehr Infos findest du hier: www.naturpark-geschriebenstein.at

Einrichtungen & Angebote

Daten & Fakten

Größe
0 ha
Gründungsjahr
0

Steuobstwiesen & Wald, Weingärten
Wichtige Lebensräume

4 Gemeinden
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Fauna & Flora

In den Wäldern der Region trifft man zum Beispiel auf den Bärlauch. Wie an seinem Geruch sofort erkennbar, ist dieses Lauchgewächs mit dem Knoblauch verwandt. Bärlauch wird im Frühjahr gerne in Form von Suppen, Aufstrichen und Salaten gegessen.

Ebenso findet man im Naturpark den Diptam, auch Brennender Busch genannt, dem in der Volksheilkunde eine harntreibende Wirkung nachgesagt wird. Zur Reifezeit geben die Drüsen der Fruchtstände ätherisches Öl ab, wodurch das brennbare Gas Isopren entsteht. An extrem heißen Tagen kann es vorkommen, dass sich dieses Gas selbst entzündet – die Pflanze nimmt dabei jedoch keinen Schaden.

Die Wimperfledermaus verbringt im Naturpark Geschriebenstein-Írottkö den Sommer unter anderem in der Burg Lockenhaus. Ihr Winterquartier bezieht sie in Höhlen, Felsspalten und hohlen Bäumen. Sie frisst hauptsächlich kleine Insekten und Spinnen, die sie oft direkt in der Vegetation oder an Mauern fängt.

Diptam | Foto: Herfried Marek
Diptam | Foto: Herfried Marek

Wandertipps

Barrierefrei in die Baumkronen

Der neu angelegte Baumwipfelweg ist komplett barrierefrei.

Gehzeit: ca. 2 h
Höhenunterschied: ca. 100 Hm
Weglänge: ca. 4 km

  • Karte zur Wanderung erhältlich
  • öffentliche Verkehrsmittel
  • Weg markiert u./od. beschildert
  • Verpflegungsmöglichkeit
  • Parkplätze am Ausgangspunkt

Projekte

An dem Projekt „Bildungsmodul Wald“ haben sich viele Naturpark-Schulen und -Kindergärten aus dem Burgenland beteiligt. Zusammen mit Waldpädagog:innen wurden den Kindern die komplexen Themen Klimawandel, Klimaschutz und die Ressource Wald begreifbar und erlebbar gemacht. Dabei stand insbesondere der Wald, als vom Klimawandel bedrohtes Landschaftsbild im Mittelpunkt. Wichtig waren daher nicht nur die Themen Klima und Wetter allgemein, sondern eben auch die Rolle des Waldes in Zeiten des Klimawandels.

Im Zuge des Aktionstags „Landschaften voller Klimafüchse“ haben die Kinder der VS Holzschlag im Naturpark Geschriebenstein viele neue Erkenntnisse zum Thema Klimawandel gemacht. Neben den Unterschieden und Gemeinsamkeiten von Klima und Wetter beschäftigten sich die Schüler:innen mit dem Treibhausgaseffekt und tauschten Ideen aus, wie man das Klima schützen kann.

Das Horizon 2020-Projekt LIVERUR zielt auf eine Modernisierung der kleinen und mittleren Unternehmen in ländlichen Räumen Europas ab. Denn trotz eines fortlaufenden Konsolidierungsprozesses sind kleine und mittlere Betriebe noch immer die überwiegenden Träger wirtschaftlicher Aktivitäten. Primäres Ziel des Projekts im Südburgenland ist die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle, um die Zusammenarbeit zwischen den Bereichen Landwirtschaft, Tourismus und den regionalen Unternehmen zu stärken, den Absatz regionaler Agrarprodukte zu steigern und Möglichkeiten für neue, attraktive Beschäftigungsfelder für die Unternehmen zu finden.

Im Projekt BANAP werden Zukunftsperspektiven für Streuobstwiesen in den Naturparken des Südburgenlands erarbeitet. Streuobstbestände sind wichtige Landschaftselemente für die biologische Vielfalt, doch viele Obstbäume sind gefährdet und die Bewirtschaftung ist oftmals eine große Herausforderung. Daher wurden Workshops zu dem Thema in den Naturparken Raab, Geschriebenstein und Weinidylle durchgeführt und gemeinsam überlegt, wie man Streuobstbestände erhalten und bewirtschaften soll und wie man die Bevölkerung verstärkt in den Prozess einbinden könnte. Die gesammelten Ideen werden nun in den Regionen weiterentwickelt.

Der „Weg der Sinne“ im Naturpark Geschriebenstein-Írottkő ist ein naturtouristisches Projekt für Menschen mit Sehbehinderungen. Herzstück des Weges ist ein barrierefreier Baumwipfelweg, der mit höchstens 6% Steigung auch für Rollstuhlfahrer:innen ohne fremde Hilfe zugänglich ist und das Interesse und Verständnis für den Wald, den Naturpark und das gesamte Ökosystem wecken und vertiefen soll.

Im Naturpark Geschriebenstein-Írottkő ist das Thema Naturschutz und Artenvielfalt ein wesentlicher Teil der vielfältigen Aufgaben. Um das Bewusstsein über die Wichtigkeit von Insekten und vor allem der Biene zu stärken, wird 2021 in Zusammenarbeit mit dem Bienenzuchtverein Lockenhaus ein Bienenlehrpfad errichtet sowie ein Bienenschaukasten in der Naturpark-Gemeinde Lockenhaus aufgestellt.

Der Schutz und Erhalt der biologischen Vielfalt ist ein wesentliches Thema im Naturpark Geschriebenstein-Írottkő. Um ein Zeichen für die Biodiversität zu setzen, beteiligte sich die Naturpark-Mittelschule Lockenhaus mit verschiedenen Projekten am „Internationalen Tag der biologischen Vielfalt“ 2020 zum Thema „Landschaften voller Lebenskünstler“.

Naturparke in Österreich
Ausflugstipps