Gemeinsam für die Artenvielfalt
Maßnahmen für lebendige Lebensräume
Mit dem Projekt „Wiederherstellung geschädigter Ökosysteme in Naturparken Österreichs“ nutzen und bündeln fünf Naturparke aus vier Bundesländern gemeinsam mit dem Verband der Naturparke Österreichs die Kraft ihres Netzwerks.
Die Wiederherstellungsmaßnahmen zielen auf prioritäre, beeinträchtigte Ökosysteme und deren Verbesserung bzw. Wiederherstellung ab und betreffen 7 Feuchtgebiete und 37 Sonderstandorte mit einer Gesamtfläche von 46,3 ha. So erhalten die Naturparke wichtige Lebensräume und die dort vorkommenden Arten. Mit diesem Projekt, das vom nationalen Biodiversitätsfonds gefördert wird, tragen sie zur der Umsetzung „Biodiversitäts-Strategie Österreich 2030+“ bei.
Mehrwert abseits der Fläche
Darüber hinaus gibt es im Projekt auch verschiedene Begleitmaßnahmen, die dem Erfahrungsaustausch dienen. Um eine erfolgsversprechende Vorgehensweise in den Naturparken und den Informationsfluss über Bundesländergrenzen hinweg zu ermöglichen, werden ein Expert:innen-Beirats eingebunden sowie diverse Workshops und Fachexkursionen durchgeführt. Zur optimalen Durchführung der Wiederherstellungsmaßnahmen wurde zudem auch eine „Helpline“ für die die beteiligten Naturparke eingerichtet. Hier beantworten Expert:innen im Prozess aufkommende Frage- und Problemstellungen fachkundig und lösungsorientiert.
Damit die gewonnenen Erfahrungen für künftige Maßnahmen dieser Art auch dem Naturschutz- und Naturpark-Netzwerk zugänglich sind, werden diese fachkundig aufbereitet und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt („Lessons Learned“). Diese Form der Wissenssicherung ermöglicht verschiedenen Akteur*innen auch über das Projekt hinaus von der Expertise zu Wiederherstellungsmaßnahmen dieser Art zu profitieren.
Zur optimalen Umsetzung dieser Vorhaben unterstützt das E. C. O. – Institut für Ökologie dieses Projekt. Dieses bringt sein Fachwissen ein und begleitet den Prozess. Durch Einbeziehung führender Expert:innen werden ein Erfahrungsaustausch über Bundesländergrenzen hinweg gefördert und Synergieeffekte initiiert.
Eine weitere Begleitmaßnahme im Projekt ist die Bewusstseinsbildung. Diese zielt auf die Sensibilisierung der Bevölkerung für die Bedeutung von Feuchtgebieten und Sonderstandorten für die Biodiversität ab.