46 Hektar wertvoller Lebensräume revitalisiert

Gemeinsam für die Artenvielfalt: Fünf Naturparke zeigen, wie wirksamer Naturschutz heute gelingt

Fünf Naturparke haben gemeinsam mit dem Verband der Naturparke Österreichs ein starkes Zeichen für aktiven Naturschutz gesetzt. Mit Unterstützung des Biodiversitätsfonds wurden seit 2023 insgesamt 46 Hektar geschädigte Feuchtgebiete, Trockenrasen und andere sensible Lebensräume revitalisiert – ein wichtiger Beitrag zur Biodiversitäts-Strategie Österreich 2030+.

Die Maßnahmen reichten von Entbuschungen und Pflegeschnitten über die Wiederherstellung artenreicher Wiesen bis hin zur Stabilisierung empfindlicher Uferzonen. Die Erfolge sind klar sichtbar: Offenflächen sind wieder artenreich, Feuchtgebiete haben ihre typische Struktur zurückgewonnen und gefährdete Arten wie Große Kuhschelle, Smaragdeidechse oder Apollofalter profitieren bereits unmittelbar.

Überblick der Maßnahmen

  • Naturpark Rosalia-Kogelberg: Wiederherstellung von 8,2 Hektar Feucht- und Trockenlebensräumen durch Mahd, Entbuschung, Beweidung und neue Lebensraumelemente.
  • Naturpark Kamptal–Schönberg: Trockenrasen wurden in Handarbeit freigestellt, gepflegt und durch Kleinstrukturen für Reptilien aufgewertet; invasive Robinien erfolgreich eingedämmt.
  • Naturpark Kaunergrat: 27 Trockenrasenflächen auf 18 Hektar revitalisiert – nun wieder optimale Bedingungen für wärmeliebende Arten wie den Apollofalter.
  • Naturparke Steirische Eisenwurzen & Südsteiermark: Bekämpfung invasiver Neophyten und Stabilisierung sensibler Feucht- und Uferlebensräume auf 17,5 Hektar; begleitet durch einen neuen Infoflyer für die Bevölkerung.

Starkes Netzwerk – starke Wirkung

Ein intensiver Austausch zwischen den beteiligten Naturparken war entscheidend für den Projekterfolg. Die gewonnenen Erkenntnisse werden nun für das gesamte Naturschutznetzwerk aufbereitet.

„Wenn Engagement, Fachwissen und regionale Zusammenarbeit zusammenkommen, können geschädigte Ökosysteme nachhaltig wiederhergestellt werden“, betont Veit Kern, Projektkoordinator des VNÖ.

 


 

Mit Unterstützung des Biodiversitätsfonds, finanziert von der Europäischen Union – NextGenerationEU und dem Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft.

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