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Foto: Verband Deutscher Naturparke

Foto: Hannes Neuner

Foto: ÖBf-Archiv/Ditz Fejer

Foto: Thomas Böhm

Foto: whatsalp

Newsletter 2/2017

Liebe Freundinnen und Freunde der Österreichischen Naturparke!

Die Bestrebungen zum Schutz und Erhalt der Biodiversität in unseren Naturparken entwickeln sich stetig weiter – an dieser Stelle möchte ich Sie gerne auf zwei Meilensteine aufmerksam machen, die sich im Mai und Juni ereignet haben: Rund um den 22. Mai haben die Naturpark-Schulen erstmals eine gemeinsame Aktion zum „Internationalen Tag der biologischen Vielfalt“ unternommen. Bei den umgesetzten Projekten haben über 4.000 Kinder unter dem Motto „Landschaften voller Flugkünstler“ die Biodiversität ihrer Naturparke kennengelernt. Das Projekt hat die Verantwortlichen in den Naturparken und Schulen gleichermaßen begeistert, so dass es im nächsten Jahr auf jeden Fall eine Fortsetzung geben wird.

Der Juni hat für die Zusammenarbeit der Europäischen Naturparke Neues gebracht: Am 21. und 22. Juni haben sich in Brüssel Naturpark-Verantwortliche aus 20 europäischen Staaten zum ersten „Europäischen Naturparke-Gipfel“ getroffen. Dort durfte ich die Österreichischen Naturparke vertreten und mit der Unterzeichnung der Deklaration „Regional Nature Parks as means for implementing the sustainable development and biodiversity targets of the European Union” die zukünftig engere Zusammenarbeit auf europäischer Ebene bekräftigen.

Neben diesen gibt es noch verschiedene weitere Neuigkeiten, über die Sie dieser Newsletter informieren will. Ich wünsche Ihnen eine erholsame warme Jahreszeit in unseren Landschaften voller Leben!

 

Mit sommerlichen Grüßen

Mag. Wolfgang Mair
Präsident des VNÖ

Erster Europäischer Naturparke-Gipfel in Brüssel Die Europäischen Natur-, Landschafts- und Regionalparks tagten erstmalig in Brüssel und unterzeichneten zur Stärkung der zukünftigen Zusammenarbeit eine Deklaration

Vertreter Regionaler Naturparke aus zwanzig Staaten haben am 21. Juni in Brüssel auf dem „Ersten Europäischen Naturparke-Gipfel“ eine gemeinsame Erklärung unterzeichnet. Foto: Verband Deutscher Naturparke

In der „europäischen Hauptstadt“ fanden sich am 21. und 22. Juni 2017 NaturparkvertreterInnen aus zwanzig Staaten zusammen, um gemeinsam Informationen auszutauschen. Dabei wurden die Ergebnisse einer europaweiten Umfrage des Verbandes Deutscher Naturparke e.V. zum Thema Management und Arbeitsbereiche der Naturparke präsentiert. Zudem stellten alle Delegationen ihre schönsten Naturlandschaften vor, und zum Probieren gab es kulinarische Spezialitäten aus jedem teilnehmenden Land. Die österreichischen Vertreter brachten eine eigens kreierte Hirschbirn-Schokolade und Hirschbirn-Schnaps aus dem Naturpark Pöllauer Tal sowie Hirsch-Rohschinken aus dem Natur- und Geopark Steirische Eisenwurzen mit zur Veranstaltung.

Ein weiterer Punkt im Veranstaltungsprogramm war die Präsentation des Buches „Living Landscapes – Europas Natur-, Regional- und Landschaftsparke“. Darin werden erstmals die insgesamt rund 900 Natur-, Landschafts- und Regionalparke in Europa vorgestellt, welche gemeinsam eine Fläche größer als Polen haben, und ihre Ziele genauer erläutert.

Außerdem wurde die Deklaration „Regional Nature Parks as means for implementing the sustainable development and bio diversity targets of the European Union“ von zwanzig Staaten unterzeichnet, welche auf die Schwerpunkte der Naturpark-Arbeit im Zusammenhang mit europäischen Strategien eingeht.


Österreichweite Aktion der Naturpark-Schulen zum „Internationalen Tag der biologischen Vielfalt“ Rund um den 22. Mai 2017 haben Naturpark-Schulen erstmals in ganz Österreich konzertierte Aktionen mit dem Schwerpunktthema „Landschaften voller Flugkünstler“ umgesetzt

Schülerinnen und Schüler der NMS Pitztal im Naturpark Kaunergrat sind als Vogelforscher unterwegs, Foto: Hannes Neuner

Der VNÖ hatte für dieses Jahr die Österreichischen Naturpark-Schulen zur Teilnahme an einer bundesweiten Aktion zum „Internationalen Tag der biologischen Vielfalt“ unter dem Motto „Landschaften voller Flugkünstler“ eingeladen. Der Aufruf stieß auf Anhieb auf große Resonanz: Am und rund um den 22. Mai befassten sich in allen sieben Naturpark-Bundesländern über 4.000 Kinder mit der Biodiversität und den Flugkünstlern aus der Tier- und Pflanzenwelt ihres Naturparks.

Die Projekte, die in über 50 Naturpark-Schulen umgesetzt wurden, waren so vielfältig wie die erforschten Flugkünstler selbst; unter anderem gab es Angebote wie Imkerbesuche, Vogel-Exkursionen, Schmetterlingsprojekte, Feste voller Flugkünstler, Präsentationen von Kunstwerken und Theaterstücken, Ausstellungen mit Flugkünstler-Spezialwissen, Bau von Nist- und Fledermauskästen, Wissensvermittlung an Outdoor-Stationen und verschiedenes mehr.

Eine Fortsetzung dieser Initiative folgt rund um den 22. Mai 2018. Dann werden wieder spannende Projekte zur Biodiversität in Naturpark-Schulen durchgeführt, und so viel sei bereits jetzt verraten: Es wird sich wieder alles um „Künstler“ drehen.

Mehr Infos über die unterschiedlichen Projekte der Naturpark-Schulen zum Thema "Landschaften voller Flukünstler" gibt's hier!


Bundesforste und Naturparke verdoppeln Forschungsfonds für Studierende Der Verband der Naturparke Österreichs kann durch eine Kooperation mit den Österreichischen Bundesforsten den Forschungsfonds zur Förderung von Studierenden ausbauen

Foto: ÖBf-Archiv/Ditz Fejer

Um engagierte Studierende bei der Erstellung ihrer Abschlussarbeiten zu fördern, hat der Verband der Naturparke Österreichs (VNÖ) vergangenes Jahr einen Forschungsfonds eingerichtet. Zur Förderung konnten Diplom- und Masterarbeiten eingereicht werden, die sich mit relevanten Naturpark-Themen befassten. Bisher stellte dieser Forschungsfonds eine Fördersumme in Höhe von 3.000 Euro zur Verfügung, welche auf Studierende aus ganz Österreich aufgeteilt wurde. Durch die Unterstützung der Österreichischen Bundesforste (ÖBf) verdoppelt sich der diesjährige Forschungsfonds: 6.000 Euro können heuer zur Förderung von facheinschlägigen Abschlussarbeiten bereitgestellt werden.

Die Österreichischen Bundesforste und Naturparke verbindet seit 1999 eine enge Kooperation – dies nicht zuletzt deshalb, da in 16 Naturparken teilweise eine großflächige Überschneidung des Naturpark-Gebiets und der Grundflächen der Österreichischen Bundesforste vorliegt. Mit dem „Forschungsfonds 2017/2018“ wird diese Zusammenarbeit vertieft: Ziel des gemeinsamen Projektes ist einerseits, angehende WissenschaftlerInnen zu unterstützen, die einen Beitrag zur Weiterentwicklung der Naturpark-Idee bzw. des Naturraummanagements leisten. Andererseits werden die geförderten Diplom- und Masterarbeiten auf den Webseiten der Kooperationspartner zum Download bereitgestellt, wodurch Interessierte aus der ganzen Welt auf diese zugreifen und die Ergebnisse dieser Untersuchungen praktische Anwendung finden können.

Interessierte Studierende können ihr Forschungsvorhaben dieses Jahr an zwei Terminen einreichen (Juli & November). Die eingelangten Konzepte werden von einer fachkundigen Jury hinsichtlich ihrer Relevanz für künftige Aktivitäten der Kooperationspartner bewertet. Insbesondere Arbeiten, die sich mit dem Thema „Biodiversität“ im Zusammenhang mit Naturraummanagement bzw. Naturparken auseinandersetzen, haben eine gute Aussicht auf Förderung.Mehr Informationen zum Forschungsfonds erhalten Sie hier!

Kooperationspartner des "Forschungsfonds 2017/2018"

Naturpark Tiroler Lech bekommt Auszeichnung „Naturpark des Jahres 2017“ Am 12. Mai 2017 wurde dem Naturpark Tiroler Lech feierlich die Urkunde zum „Naturpark des Jahres 2017“ überreicht. Das Programm gestalteten die Schüler und Schülerinnen der Naturpark-Schule Elmen

Nach der feierlichen Urkundenüberreichung (v.l.n.r.): Franz Handler, Geschäftsführer des Verbandes der Naturparke Österreichs, Anette Kestler und Heinrich Ginther, Geschäftsführerin und Obmann des Naturparks Tiroler Lech, Landeshauptmann-Stellvertreterin Mag. Ingrid Felipe sowie Landesrätin Dr. Beate Palfrader. Foto: Naturpark Tiroler Lech/Marlene Salchner

„Der letzte Wilde“ – so wird der Naturpark Tiroler Lech nicht zu unrecht genannt, umfasst er doch die letzte Wildflusslandschaft in den Nordalpen. Pflanzen und Tiere, die teilweise zu den stark gefährdeten Arten gehören, finden hier ihren perfekten Lebensraum. So ist etwa die Deutsche Tamariske, eine Pflanze, die sich besonders an die ständig ändernden Flussläufe angepasst hat, hier ebenso heimisch, wie zum Beispiel der Zwergrohrkolben oder der Flussregenpfeifer. Die Kreuzkröte, eine weitere Besonderheit der tierischen Bewohner des Naturparks, ist akut vom Aussterben bedroht – für ihren Erhalt hat der Naturpark Tiroler Lech eigens ein Artenschutzprojekt ins Leben gerufen.

Doch die schöne Landschaft allein macht einen Naturpark nicht aus. Das Zusammenspiel von Schutz, Bildung, Regionalentwicklung und Erholung ist es, das die Naturpark-Arbeit zu einer großen Herausforderung macht. Im Naturpark Tiroler Lech werden diese vier Säulen vorbildhaft von den Verantwortlichen umgesetzt. Aus diesem Grund wurde der Naturpark Lech von einer ExpertInnen-Jury unter neun Bewerbern zum „Naturpark des Jahres 2017“ gewählt. Beurteilt wurden bei der Abstimmung die Aktivitäten und Angebote zu den vier Themenbereichen sowie die Kommunikation nach innen und außen. In allen Bereichen erzielte der Naturpark Tiroler Lech erstklassige Ergebnisse, was ihn zu einem würdigen Träger des Titels macht. Dieser Erfolg ist nicht zuletzt auf den unermüdlichen Einsatz der Geschäftsführerin des Naturparks, Anette Kestler, und ihrem Team sowie die gute Zusammenarbeit mit der Bevölkerung zurückzuführen.

Die Wildflusslandschaft im Naturpark Tiroler Lech, Foto: Mario Posch

Die Einbindung der Bevölkerung in den Naturpark zeigte sich auch beim Programm rund um die Urkundenverleihung im Naturparkhaus Klimmbrücke bei Elmen. Die Naturpark-Schule Elmen begleitete die Veranstaltung mit Gedichten und musikalischen Einlagen, wie zum Beispiel ihrer Naturparkhymne. Auch die Ausstellung „An den Ufern des Tiroler Lech“ der Künstlergruppe „Nationalparkmaler“ wurde an diesem Abend eröffnet. Die Kunstmaler und Zeichner aus ganz Österreich haben im Jahr 2016 den Naturpark Tiroler Lech besucht und dort die Motive für ihre Werke gefunden. Die Bilder und Zeichnungen sind von Mai bis September im Naturparkhaus Klimmbrücke ausgestellt.


Veranstaltungsankündigung: Naturpark-Kindergärten und Biodiversität Im Rahmen des Projekts „Naturpark-Kindergärten und Biodiversität – Zukunft von morgen HEUTE gestalten“ laden wir am 21. September 2017 zur gleichnamigen Infoveranstaltung in den Naturpark Dobratsch

Rothirsch und Alpendohle beim Waldtag, Bild: Sophia Moder

Was heißt es, Naturpark-Kindergarten zu sein? Welche Bedeutung haben frühe Naturerfahrungen für die Entwicklung von Kindern? Welche Kooperationsmöglichkeiten entstehen zwischen Naturpark und -Kindergarten? Und wie funktioniert eine erfolgreiche Vernetzung und Weiterbildung? Die Infoveranstaltung „Naturpark-Kindergärten und Biodiversität – Zukunft von morgen HEUTE gestalten“ ermöglicht einen spannenden Erfahrungsaustausch. PädagogInnen und Länder- bzw. Naturparkverantwortliche aus dem In- und Ausland geben Einblicke in ihre Arbeit. Die Naturpark-Kindergärten legen bei „ihren“ Kindern einen wertvollen Grundstein für die Zukunft. Weiterbildung für die PädagogInnen spielt in diesen frühen Bildungseinrichtungen eine wichtige Rolle, was auch aus der Sicht zweier Fortbildungsverantwortlicher beleuchtet wird.

Im Anschluss an die Impulsreferate besteht im Rahmen von vertiefenden Arbeitsgruppen die Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen und das Thema mit den ExpertInnen zu diskutieren und weiterzuentwickeln.

Wir freuen uns, darauf hinweisen zu können, dass diese Veranstaltung vom Magistrat der Stadt Villach, dem Amt der Stmk. Landesregierung, Abteilung 6 - Bildung und Gesellschaft, der PH Burgenland und dem Amt der Oö. Landesregierung, Direktion Bildung und Gesellschaft, als offizielle Weiterbildung für KindergartenpädagogInnen und -betreuerInnen anerkannt wird!

Auf unserer Homepage finden Sie den Download des Veranstaltungsprogramms sowie weitere Informationen zum Projekt „Naturpark-Kindergärten und Biodiversität – Zukunft von morgen HEUTE gestalten“.

Mit Unterstützung vom BMLFUW: Das Projekt „Naturpark-Kindergärten und Biodiversität – Zukunft von morgen HEUTE gestalten“, das die gleichnamige Studie und Infoveranstaltung umfasst, wird vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft gefördert.


Neues von den Naturpark-Schulen und -Kindergärten Im zweiten Quartal 2017 wurden drei Volkschulen und ein Kindergarten zu Naturpark-Schulen bzw.-Kindergarten ernannt. Die Prädikatisierungen fanden in den Naturparken Zirbitzkogel-Grebenzen und Karwendel statt

Urkundenverleihung im Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen, Foto: Murtaler Zeitung

Am 21. Mai wurde der Tag der Artenvielfalt im Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen zum ersten Mal mit einem Naturpark-Fest im „NaturLese-Park“ begangen. In diesem feierlichen Rahmen wurden die Volksschule Mühlen und der Kindergarten Mühlen in den Kreis der Naturpark-Schulen und -Kindergärten aufgenommen. Bei dem Fest konnten Kinder verschiedene Stationen erforschen, Nisthilfen bauen, Filzen und Keramikarbeiten herstellen. Ein Höhepunkt des Tages war die Theatervorstellung der Naturpark-Schule Mariahof, welche die 10-Jahreszeiten-Hecke zum Thema hatte.

Kinder der Naturpark-Schule Absam Eichat bei den Feierlichkeiten im Rahmen der Urkundenverleihung, Foto: Otto Leiner

Am 30 Juni hat der Naturpark-Karwendel zwei neue Naturpark-Schulen bekommen: Die Volksschule Absam Eichat und die Volksschule Absam Dorf. Beide Prädikatisierungen wurden jeweils von einem gelungenen Fest begleitet, bei dem die Schülerinnen und Schüler das Programm mit Tänzen und anderen Darbietungen bereicherten. Bei den Feierlichkeiten waren unter anderem Arno Guggenbichler, Bürgermeister der Gemeinde Absam, die jeweiligen Direktorinnen der neuen Naturpark-Schulen Elke Huber und Eva Thiem, LR Dr. Beate Palfrader, LH-Stv. Mag. Ingrid Felipe sowie Franz Handler, der Geschäftsführer des Verbandes der Naturparke Österreichs, anwesend.

Der VNÖ gratuliert den Schulen und dem Kindergarten sehr herzlich!


Projekte zum Schutz und Erhalt der biologischen Vielfalt in Naturparken Mit zahlreichen Projekten und Maßnahmen tragen die Naturparke dazu bei, dass sie das bleiben, was sie sind: Landschaften voller Leben

Der barrierefreie Baumwipfelweg im Naturpark Geschriebenstein-Irottkö, Foto: Thomas Böhm

In der „Biodiversitäts-Strategie Österreich 2020+“ wird die biologische Vielfalt als „Voraussetzung für unsere Ernährung, Gesundheit und unser Wohlbefinden in einer lebenswerten Umwelt“ bezeichnet. Dementsprechend zielt sie auf den Schutz der natürlichen Vielfalt ab und soll den Verlust an Arten, genetischer Vielfalt und Lebensräumen wirksam einbremsen. Die Naturparke nehmen diese Vorgabe auf und tragen mit ihrer Arbeit dazu bei, die „Biodiversitäts-Strategie Österreich 2020+“ umzusetzen.

Biologische Vielfalt kennen, nutzen, erhalten und entwickeln

Auf der Homepage des VNÖ werden ausgewählte Projekte aus den Naturparken vorgestellt. Diese veranschaulichen nicht nur die biologische Vielfalt in den Naturparken, sondern geben auch Einblick in das große Netzwerk an Akteurinnen und Akteuren, die sich vor Ort engagieren. Dadurch wird die gestaltende Rolle des Menschen in den Naturparken vor Augen geführt. Die Naturparke erhalten durch die Produktion von Naturpark-Spezialitäten die traditionellen Kulturlandschaften, schaffen Arbeitsplätze zur Biodiversitätserhaltung und führen in Kooperation mit Land- und Forstwirtschaft Artenschutzprojekte durch. Sie fördern sowohl bei der Bevölkerung als auch bei BesucherInnen Bewusstsein für die biologische Vielfalt, setzen gemeinsam mit dem Tourismus Naturangebote um und schaffen barrierefreie Naturerlebnisse. An der Eindämmung invasiver Neophyten wird ebenso gearbeitet und gemeinsam mit LandwirtInnen werden Naturschutzpläne umgesetzt. Nicht zuletzt sensibilisieren die Naturparke die nächste Generation in den Naturpark-Schulen und -Kindergärten schon früh für die eigene Umwelt – und damit für Landschaften voller Leben.

Weitere Informationen und die Projektbeschreibungen finden Sie hier!

Ankündigung: Im August erscheint unsere neue Broschüre, die als kompaktes Nachschlagewerk und wertvoller Ideenlieferant „Erfahrungen aus der Biodiversitätspraxis in Naturparken“ vorstellt!


YOUrALPS: Sammlung von Good Practice Beispielen zur bergorientierten Bildung fertiggestellt Der VNÖ hat im Rahmen des Projekts YOUrALPS eine Sammlung von Good Practice Beispielen von Bildungsprojekten im Alpenraum zusammengestellt. Darin sind 22 Projekte aus den Alpenstaaten: Frankreich, Italien, Deutschland, Slowenien und Österreich beschrieben

In der vom VNÖ erarbeiteten Sammlung mit Beispielen aus der bergorientierten Bildung sind die Österreichischen Naturpark-Schulen mit aufgenommen. Aus allen fünf Ländern gibt es auch Beispiele von Gymnasien oder anderen weiterführenden Schulen, in denen Jugendliche in Schutzgebieten z.B. die Auswirkungen des Klimawandels untersuchen, sich mit der Wassergüte von Seen oder auch der regionalen Geschichte beschäftigen. Aus Frankreich gibt es mehrere Beispiele von Organisationen, die verschiedenen Zielgruppen den Zugang zu den Bergen ermöglichen; hier reicht das Spektrum von Volksschulkindern, die das erste Mal in einer Berghütte übernachten, bis zu Menschen mit Behinderung.

Das Projekt YOUrALPS befasst sich mit der Bildung zum Thema Berge und der Sensibilisierung der Jugendlichen für das natürliche und kulturelle Erbe der Alpen. Der VNÖ ist einer von 12 Projektpartnern aus dem gesamten Alpenraum.

Die Sammlung der europäischen Good Practice Beispiele (in englischer Sprache) kann hier heruntergeladen werden!

Das Projekt "YOUrALPS" wird finanziert durch den European Regional Development Fund (ERDF)  Interreg – Alpine Space programme.


whatsalp – zu Fuß von Wien nach Nizza Die Gruppe „whatsalp“ durchwandert in einem Zeitraum von vier Monaten den Alpenbogen von Wien bis nach Nizza. Der Geschäftsführer des VNÖ begleitete die Gruppe einen Teil ihres Weges. In Palfau luden sie gemeinsam zu einem informativen Pressefrühstück

Dominik Siegrist (2. von rechts) mit Mitwanderern, Foto: whatsalp

Die Gruppe „whatsalp“, die sich aus Wissenschaftlern und alpenpolitisch Interessierten zusammensetzt, wandert von 3. Juni bis 29. September von Wien bis nach Nizza. Immer wieder schließen sich dabei ExpertInnen und Interessierte der Gruppe an. Der Schwerpunkt der Wanderung liegt in der Dokumentation des Zustands von Landschaft und Gesellschaft.

Unter dem Namen „transalpedes“ fand diese Wanderung schon vor 25 Jahren statt. Nach über zwei Jahrzehnten lassen sich kultur- und landwirtschaftliche Veränderungen sehr gut feststellen. Daher stehen für das Kernteam rund um Christian Baumgartner, Harry Spies und Dominik Siegrist folgende Fragen im Zentrum der diesjährigen Wanderung: Wie veränderte sich das Bild der Alpen im Laufe der Jahrzehnte? Welche Spuren hinterlassen Menschen und Naturereignisse in der Landschaft?

Auf ihrem Weg lagen bereits Mariazell, die Naturparke Ötscher-Tormäuer und Steirische Eisenwurzen sowie der Nationalpark Gesäuse. Franz Handler, Geschäftsführer des VNÖ, begleitete die Gruppe von Mariazell bis Gstatterboden. Am 15. Juni erreichten sie gemeinsam Palfau im Natur- und Geopark Steirische Eisenwurzen und damit das 13. Etappenziel ihrer wissenschaftlichen Weitwanderung. Im Zuge dessen luden Franz Handler und Dr. Dominik Ziegrist zum gemeinsamen Pressefrühstück im hiesigen Gasthaus Stiegenwirt ein.

Franz Handler, Bernhard Moser, Gundula Milwisch, Eva Maria Vorwagner und Dominik Siegrist beim Pressefrühstück im Gasthof Stiegenwirt (v.l.n.r.). Foto: VNÖ

Zusammen mit Gundula Milwisch, Naturpark-Spezialitätenpartnerin, und Eva Maria Vorwagner, Biodiversitätsexpertin im Natur- und Geopark Steirische Eisenwurzen, sprachen sie über das gleichrangige Miteinander von Schutz, Erholung, Bildung und Regionalentwicklung in den Naturparkgebieten. Sie reflektierten die Veränderungen, die die letzten 25 Jahre in den Alpenregionen mit sich brachten. Dabei wurde auch der positive Einfluss, den die Naturparke seit ihrem Aufkommen hatten, betont.

Gemeinsam mit weiteren Gästen, wie Bernhard Moser, Bürgermeister der Gemeinde Landl, Bibiana Heigl, Obfrau des Tourismusverbandes Wildalpen, Pressevertreter Winfried Halasz, Stiegenwirtin Dagmar Zwettler sowie Marelli Asamer-Handler und Louise Ortner vom VNÖ, wurden Köstlichkeiten der Naturpark-Spezialitäten-Partner genossen,  um auch einen kulinarischen Zugang zum Thema Natur- und Kulturlandschaftsschutz zu schaffen.

Hat dieses Projekt ihr Interesse geweckt? Mehr Information, Route und Anmeldung zum Mitwandern  finden sich unter www.whatsalp.org


Einladung zum Naturschutz-Symposium: Wirkungen und unerwünschte Nebenwirkungen Am 9. Oktober 2017 lädt der Verein Naturparke Steiermark zu einem im Zuge der Ausstellung „Natur in Menschenhand“ veranstalteten Naturschutz-Symposium ins Universalmuseum Joanneum / Naturkundemuseum Graz

Mensch und Natur – Spannungsfeld oder Harmonie? Bereichert der Mensch durch sein Wirken die Natur oder beutet er sie aus? Die Entdeckung neuer Sichtweisen über brisante Themen ist für die Entwicklung unserer eigenen Meinungen und Erfahrungen sehr wichtig. Eine neue Perspektive wird in jedem Fall etwas in uns verändern, wenn wir sie einmal zulassen.

Bewusstsein und Verständnis für neue Sichtweisen entspannen uns zum Beispiel in eingefahrenen Diskussionen, bestätigen unsere bisherigen Gedanken oder verändern unsere bisherige Haltung zu einem Thema. Vielleicht nur ein wenig, aber möglicherweise entscheidend.

Wir wollen an diesem Tag verschiedene Themen aus dem Bereich des Naturschutzes aus sehr unterschiedlichen Blickpunkten beleuchten. Dazu haben wir exzellente ExpertInnen eingeladen, die uns Einblicke in ihre Argumente und deren Hintergründe geben werden.

Kommen auch Sie zu diesem Tag der Gegen.Sätze. Hören Sie sich das an. Und sagen, schreiben oder zeichnen Sie uns dort Ihre eigene Sichtweise.

Der Verein Naturparke Steiermark freut sich auf Ihr kommen!

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