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Foto: E. Neffe

Foto: F. Grabenhofer

Foto: H. Marek

Foto: B. Derntl

Foto: Verein Naturparke Niederösterreich / R. Herbst

Foto: H. Kohlmeier

Foto: F. Kovacs

Was ist ein Naturpark?

Der Alpenbockkäfer ist eine gefährdete und sogar europaweit geschützte Tierart. Ebenso verhält es sich mit dem Fischotter. Auch die Deutsche Tamariske ist europaweit geschützt und kann nur auf speziellen Fließgewässer-Lebensräumen, die ebenfalls nach europarechtlichen Richtlinien gefährdet und geschützt sind, gedeihen. Diese Lebewesen sind in Österreichischen Naturparken heimisch. Die Liste von seltenen und geschützten Pflanzen- und Tierarten sowie Lebensräumen in den Österreichischen Naturparken ließe sich noch lange fortsetzen.
Der Kern eines jeden Naturparks ist immer ein geschützter Landschaftsteil, der durch die traditionelle Bewirtschaftung von Menschen über Jahrhunderte hinweg seine heutige Gestalt bekommen hat.

Im Naturpark wird diese Kulturlandschaft von besonderem ästhetischem Reiz für die Besuchenden durch spezielle Einrichtungen erschlossen und als Erholungsraum zugänglich gemacht. Auch der Schutz und die Förderung der Biologischen Vielfalt ist ein besonderes Anliegen der Naturparke.

Die Österreichischen Naturparke Landschaften voller Leben

Die Naturparke Österreichs repräsentieren eine Vielfalt charakteristischer Landschaften, die sich durch ihre Unberührtheit, ihre natürlichen und kulturellen Höhepunkte sowie ein breites Angebot an Möglichkeiten des Naturerlebens und -begreifens auszeichnen. In Österreich gibt es derzeit 48 Naturparke, die zusammen eine Fläche von rund 500.000 ha umfassen. Die geographischen Schwerpunkte der Naturparke liegen in Ostösterreich, in den Bundesländern Niederösterreich, Steiermark und Burgenland. Die Anzahl der Regionen, die „Naturpark“ werden wollen, ist ständig steigend - so gibt es derzeit österreichweit einige weitere Naturparkprojekte.

20 Millionen BesucherInnen jährlich

Die Naturparke werden jährlich von insgesamt 20 Millionen Gästen besucht. Der Großteil der BesucherInnen kommt aus städtischen Regionen. Meist sind es Familien, die in den Naturparken neben der Erholung und dem Natur- und Landschaftserlebnis auch natur- und kulturorientierte Bildung sowie regionale Spezialitäten erfahren und genießen möchten. Zunehmend nehmen auch Schulgruppen das ganzheitliche Umweltbildungsangebot der Naturparke wahr.

"Natur erleben - Natur begreifen"

Unter diesem Motto werden im Naturpark BesucherInnen motiviert, ihre Umwelt bewusst wahrzunehmen und infolgedessen umweltgerecht zu behandeln. Dabei spielen erlebnisorientierte Formen der Wissenvermittlung eine besondere Rolle. Den BesucherInnen wird spielerisch der Zusammenhang von Landschaft und Kultur der jeweiligen Region erlebbar und begreifbar gemacht. Dies geschieht auf Lehrpfaden, durch Themenwege, an Informationspunkten oder im Rahmen von Erlebnisführungen.

In Zukunft sollen in den Naturparken auch verstärkt multimediale Informationssysteme eingesetzt werden, um so auch Jugendliche an den Naturzusammenhängen zu interessieren.

Prädikat "Naturpark"

Das gesetzliche Ziel der Naturparke ist der Schutz einer Landschaft in Verbindung mit deren Nutzung. Dabei sollen besonders wertvolle, charakteristische Landschaftsräume vor einer Zerstörung bewahrt und entwickelt werden.

Die Auszeichnung einer ländlichen Region mit dem Prädikat "Naturpark" erfolgt durch die jeweilige Landesregierung und stellt an die Region folgende Herausforderungen:

  • Schutz und Weiterentwicklung der Landschaft
  • Schaffung von Erholungsmöglichkeiten
  • ökologische und kulturelle Bildungsangebote
  • Förderung einer nachhaltigen Regionalentwicklung durch Schaffung von Arbeitsplätzen und Nebenerwerbsmöglichkeiten in Tourismus und Landwirtschaft
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