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Foto: Hans Uhl

Foto: Herfried Marek

Foto: Naturpark Mühlviertel

Naturpark des Jahres

Der Verband der Naturparke Österreichs (VNÖ) kürt jährlich einen von derzeit 46 Naturparken zum „Naturpark des Jahres“. 2019 geht dieser Titel an den Naturpark Mühlviertel, der seine Kulturlandschaft und deren Besonderheiten durch zahlreiche Maßnahmen in ihrer Vielfalt schützt und erhält. Beurteilt wurden Aktivitäten und Angebote in den Kategorien: Schutz, Bildung, Erholung, Regionalentwicklung und Marketing – der Naturpark Mühlviertel erzielte in allen Bereichen hervorragende Ergebnisse.

Naturpark Mühlviertel ist „Naturpark des Jahres 2019“

Foto: Herfried Marek

Für die Auszeichnung zum „Naturpark des Jahres 2019“ bewarben sich fünf Naturparke aus drei Bundesländern. Die für die Wahl verantwortliche, sechsköpfige Jury setzte sich aus Expertinnen und Experten des Umweltbundesamts, UBZ Steiermark, ORF, Alpine Pearls, der Uni Wien und aus dem Umfeld der Naturparke zusammen. Der Naturpark Mühlviertel überzeugte diese mit der thematischen und methodischen Vielfalt seiner Bildungs- und Erholungsangebote, die besonders die Artenschutzprojekte für alle Altersgruppen verständlich aufbereitet präsentieren.Auf den zweiten Platz liegt der Naturpark Ötscher-Tormäuer, der im Speziellen durch die starke Beteiligung der Bevölkerung punkten konnte. Platz drei teilen sich ex aequo die Naturparke Geschriebenstein-Írottkö, hier findet besonders die grenzüberschreitende Kooperation großes Lob, und Heidenreichsteiner Moor, der im Bereich „Schutz“ von allen Bewerbern am besten abschnitt.

Von Steinriesen und Magerwiesen

Foto: N. Jakadofsky

Eingebettet ins Hügelland der böhmischen Masse, zeichnet sich der Naturpark Mühlviertel durch eine reich gegliederte Kulturlandschaft mit gewaltigen Granitrestlingen und Wollsackformationen (Wackelsteine, Blockburgen) sowie teilweise naturnahen, buchenreichen Wäldern und mageren Wiesen aus. Die vier Leittiere (Uhu, Heidelerche, Flussperlmuschel und Schwalbenschwanz) und der wilde Thymian repräsentieren die Lebensraumvielfalt der Region.

Foto: Naturpark Mühlviertel

Die Offenhaltung der Landschaft, der Erhalt der Steinkobeln und Magerwiesen und die enge Zusammenarbeit mit Landwirtschaft, Naturschutz, Tourismus und Kultur sind Ziele des Naturparkvereins. Mit Naturerlebnisangeboten, Naturpark-Spezialitäten, Erholungseinrichtungen, Ausstellungen und Veranstaltungen werden Impulse zur Erhöhung der regionalen Wertschöpfung gesetzt. Besonders wichtig ist dabei das Miteinander und Einbinden der Vereine und Interessensgemeinschaften über die Gemeindegrenzen hinweg. Die Weitergabe von volkmedizinischem Wissen stellt eine weitere Besonderheit des Naturparks dar.

Übergabe der Auszeichnung

Foto: Karl Kriechbaumer

Am Sonntag, dem 28. April 2019, wurde dem Naturpark Mühlviertel feierlich die Urkunde zum „Naturpark des Jahres 2019“ überreicht.

Trotz frischer Temperaturen fanden sich am Sonntag zahlreiche Gäste zum großen Naturparkfest im Naturpark Mühlviertel ein. Nicht nur konnte sich der Naturpark über die Auszeichnung zum „Naturpark des Jahres 2019“ freuen, es wurde auch das neu errichtete Natur- und Kulturbildungszentrum im Freilichtmuseum Großdöllnerhof eröffnet. Gäste und Gratulanten waren unter anderem Landtagspräsident Viktor Sigl und Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Manfred Haimbuchner. Für das leibliche Wohl sorgte die Bauern- und Jägerschaft Rechberg.

Der Verband der Naturparke Österreichs (VNÖ) kürt jährlich einen von derzeit 46 Naturparken zum „Naturpark des Jahres“. 2019 geht dieser Titel an den Naturpark Mühlviertel, der von einer unabhängigen Jury gewählt und für seine herausragenden Leistungen sowie seinen unermüdlichen Einsatz zur Erhaltung seiner vielfältigen Kulturlandschaft mit dieser Auszeichnung geehrt wurde. Eine Auszeichnung, die sich vor allem auf die qualitativ hochwertige und unermüdliche Arbeit in den vier Standortgemeinden Allerheiligen, Bad Zell, Rechberg und St. Thomas am Blasenstein stützt. Der Naturpark schafft es, Schutzmaßnahmen auch für wenig populäre Pflanzen wie den Quendel oder die stark gefährdete Vogelart der Heidelerche mit touristischen Angeboten zu kombinieren. Am Sonntag, dem 28. April, wurde den Naturpark-Verantwortlichen die Auszeichnung in Form einer Urkunde im Freilichtmuseum Großdöllnerhof überreicht.

Das 400 Jahre alte Gebäude ist ein typischer Mühlviertler Dreiseithof, der schon seit mehreren Jahren als Naturparkzentrum genutzt wird. Mit der im Jänner begonnenen Errichtung eines Seminar- und Schulungsraums verfügt der Naturpark erstmals über eine beheizbare Möglichkeit, Gruppen von bis zu 60 Personen komfortabel unterzubringen. Damit wird aus dem historischen Gebäude ein vollwertiges Natur- und Kultur-Bildungszentrum.

Übersicht der „Naturparke des Jahres“

2018: Naturpark Südsteiermark (Steiermark)

2017: Naturpark Tiroler Lech (Tirol)

2016: Naturpark Hochmoor Schrems (Niederösterreich)

2015: Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen (Tirol)

2014: Naturpark Weissensee (Kärnten)

2013: Naturpark Weißbach (Salzburg)

2012: Naturpark Sparbach (Niederösterreich)

2011: Naturpark Kaunergrat (Tirol)

2009: Naturpark Obst-Hügel-Land (Oberösterreich)

2008: Naturpark Dobratsch (Kärnten)

2007: Naturpark Steirische Eisenwurzen (Steiermark)

2006: Naturpark Raab-Öség-Goričko (Burgenland)

2005: Naturpark Heidenreichsteiner Moor (Niederösterreich)

2004: Naturpark Pöllauer Tal (Steiermark)

2003: Naturpark Rechberg – heute: Naturpark Mühlviertel (Oberösterreich)

1999: Naturpark Sölktäler (Steiermark)

1996: Naturpark Blockheide Gmünd-Eibenstein (Niederösterreich)

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