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Foto: A. Kristl

Arbeitsplätze für steirische Naturparkregionen

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Seit dem 1. Mai 2000 kann das gemeinnützige Beschäftigungsprojekt "Arbeitsplätze für steirische Naturparkregionen" den Naturparken in der Steiermark zeitlich befristete Arbeitsplätzen zur Verfügung stellen.

Möglich ist dies durch die Zusammenarbeit mit dem AMS Steiermark und dem Land Steiermark, insbesondere unserem Projektträger, der steirischen Wissenschafts-, Umwelt- und Kulturprojektträger GmbH (St:WUK). Durch diese Kooperation kann das Projekt eine wichtige Hilfestellung bei der Umsetzung von Projekten und Vorhaben in den steirischen Naturparken leisten.

Mit 1. Jänner 2017 startete dieses Projekt bereits in sein 18. Jahr und bis Ende Dezember 2017 werden voraussichtlich 30 MitarbeiterInnen an der Weiterentwicklung der steirischen Naturparkregionen mitwirken.

 

Übersicht

Das Ziel

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Eine wichtige Aufgabe der Naturparkarbeit ist die gleichrangige Positionierung der vier tragenden Säulen eines Naturparks - Schutz, Erholung, Bildung und Regionalentwicklung - im Sinne eines dynamischen Naturschutzgedankens.

Die neuen MitarbeiterInnen leisten mit ihrer Arbeit einen wertvollen Beitrag dafür, dass die steirischen Naturparke als Modellregionen für eine nachhaltige Entwicklung im ländlichen Raum anzusehen sind.

Darüber hinaus soll mit diesem Projekt aber vor allem Menschen aus den Naturparkregionen die Chance zu einer neuen beruflichen Tätigkeit geboten werden.
Unterstützung, Betreuung und Beratung finden die neuen MitarbeiterInnen durch das BetreuerInnen-Team, das sich aus folgenden Personen zusammensetzt: Andreas Kristl (Projektleitung), Nina Riebesmeier (Schlüsselkraft und Gender & Diversity-Beauftragte), Paul Reinthaler (Sozialpädagoge) und Gudrun Diestler (Sozialpädagogin).

Betreuungsteam

Verband der Naturparke Österreichs (VNÖ)
Alberstraße 10, 8010 Graz
Tel.: 0316 / 31 88 48-99

 
Andreas Kristl (Projektleiter)
Mobil: 0676 / 72 94 626
E-Mail: gavdos97@inode.at

 

Nina Riebesmeier (Schlüsselkraft)
Mobil: 0650 / 94 89 360
E-Mail: nina.riebesmeier@gmx.at

 

Gudrun Diestler (Sozialpädagogin)
Mobil: 0676 / 66 74 658
E-Mail: die@kig.mur.at

 

Paul Reinthaler (Sozialpädagoge)
Mobil: 0650 / 45 71 054
E-Mail: paul_i_reinthaler@gmx.at

 

 

Treffen und LERN-Gänge

Foto: A. Kristl

Zum Kennenlernen der TeilnehmerInnen untereinander und zum Erfahrungsaustausch werden im Laufe des Projektjahres regelmäßige MitarbeiterInnen-Treffen veranstaltet. Jedes Treffen findet in einem anderen steirischen Naturpark statt, sodass die TeilnehmerInnen auch diese kennen lernen und Einblicke in Projekte vor Ort gewinnen können.

Außer der Möglichkeit, individuelle, fachspezifische Fortbildungen zu besuchen, gibt es auch einige Treffen, welche unter dem Titel LERN-Gang laufen:

Die MitarbeiterInnen des Projektes können im Zuge einer Seminarreihe zu verschiedenen, den Arbeitsplatz betreffenden, Themen Stellung nehmen und neue Sichtweisen kennen lernen. Es werden zum Beispiel Seminare zu den Themen Motivation, Karriereplanung, Körperarbeit und das kreative Element des Arbeitens angeboten.

LERN-Gänge 2017

5. LERN-Gang im Naturpark Südsteiermark

Foto: Arbeitsplätze für steirische Naturparkregionen / A. Kristl
Foto: Arbeitsplätze für steirische Naturparkregionen / A. Kristl
Foto: Arbeitsplätze für steirische Naturparkregionen / A. Kristl
Foto: Arbeitsplätze für steirische Naturparkregionen / A. Kristl
Foto: Arbeitsplätze für steirische Naturparkregionen / A. Kristl

Unser letzter LERN-Gang in diesem Jahr führte uns in den Naturpark Südsteiermark, mitten ins bunte Laub unter kräftiger Herbstsonne, was uns dabei half, das Thema „Motivation“ aufzunehmen und zu spüren

Unser Motivationsrundgang mit der Trainerin Ina Ledinsky um die Kreuzbergwarte in der Gemeinde Eichberg-Trautenburg begann mit einer Aufstellung, wo wir alle herkommen.
Nun ging es weiter mit der Überlegung, was jeden von uns motiviert bzw. demotiviert. Dazu tauschten wir uns in wechselnden Arbeitsgruppen aus. Der erste Punkt zur Frage „Was motiviert?“ ist: „Bereite anderen eine Freude!“ Und dann wähle deine Einstellung: Wie willst du das Glas sehen – halb voll oder halb leer? Es ist deine alleinige Entscheidung, ob du im Kaffeehaus sitzt und die Zeit damit verbringst, dich über deinen zu spät kommenden Kollegen zu ärgern, oder die Zeit dafür nutzt, eine Zeitung aufzuschlagen und zu entspannen. Warten wirst du so oder so…

Nun wurde unsere Achtsamkeit geschärft; es hieß: „Sei präsent!“: Bewusst und im gegenwärtigen Augenblick sich auf das konzentrieren, was man gerade hört, sieht oder riecht. Ansonsten ist man immer einen Schritt voraus und das de-motiviert! Eine weitere Hilfestellung, sich selbst zu motivieren, war, sich vorzustellen, womit wir uns belohnen könnten. Das konnten wir sehr gut umsetzen, als wir ein steiles Stück Weg vor uns hatten: Wir sollten uns überlegen, was wir uns Gutes tun können, wenn wir dieses Wegstück ohne Murren und Verzagen schaffen.

Nach einer kräftigen Stärkung inmitten einer sonnigen Weinlaube mit den leckersten Naturpark-Spezialitäten, die uns unsere MitarbeiterInnen aus den Naturparken mitbrachten, ging es im Austausch in Zweiergruppen motiviert weiter auf unserem Weg mit der Überlegung was/wo unsere Ziele sind und wo wir auf keinen Fall hinwollten.
Danke an Ina Ledinsky für diese kraftspendenden und motivierenden Anregungen – wir können sie sicher gut in unser zukünftiges Arbeitsleben mitnehmen!

Damit war unser LERN-Gang aber noch nicht zu Ende: Wir blieben über Nacht in der Region und hatten ausreichlich Zeit über die letzten Monate zu sprechen, uns nochmals auszutauschen, nochmals Pläne zu schmieden, wo es beruflich hingehen kann.
Am 2. Tag tauchten wir in die kulinarischen Spezialitäten der Region ein: Wir besuchten die Ölmühle Hartlieb in Heimschuh und wurden in die Geheimnisse des Steirischen Kernöls eingeweiht. Den Abschluss verbrachten wir bei einem gemütlichen gemeinsamen Mittagessen, wo wir ebenfalls mit regionalen Spezialitäten verwöhnt wurden.

4. LERN-Gang im Naturpark Pöllauer Tal

Foto: Arbeitsplätze für steirische Naturparkregionen / A. Kristl
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Beim 4. MitarbeiterInnen-Treffen am 14. September im Naturpark Pöllauer Tal durften wir einen Perkussion-Workshop mit dem Musiker und Mitarbeiter Bernhard Fiedler genießen

Nach gemeinsamer Einstimmung beim Frühstückskaffee im Restaurant Gruber spazierten wir in die Hinterbrühl zum Naturkraftpark. Dort waren auf einem Tisch vor dem Bach schon sämtliche bekannte und weniger bekannte Instrumente für uns aufbereitet. Zuerst gab es ein Einstiegsspiel mit „Eintrommeln“ auf Oberschenkel und Knie zu einem bestimmten Rhythmus – dann durften wir sämtliche Instrumente anschauen, be„greifen“ und ausprobieren. Man kann sagen, dass Instrumente wie die Cabasa, das Flexaton, die ocean drum, die Berimbau aus Brasilien, die aus einem Holz, einer Klavierseite und einer Kalebasse von Bernhard Fiedler selbst hergestellt wurde, oder die Udu, die „Stimme der Ahnen“ uns alle faszinierten und unser Interesse weckten. Nach einer ausreichenden Experimentierphase durfte sich jeder ein Instrument, welches ihn besonders ansprach, aussuchen. Jeder stellte es der Gruppe vor und assoziierte einen Begriff dazu, der ihm passend vorkam. Damit begann das Erzählen einer Geschichte aus Klang und Worten.

Anschließend gab es eine Mittagspause mitten im Kraftpark, wo sich auch eine Grillstation befindet bei der wir unser gemeinsames Mittagessen selbst zubereiten durften! Hier hatten wir gleichzeitig viel Raum und Zeit uns auszutauschen.
Dann schärften wir unseren Gehörsinn, indem wir unsere eigene Geräusche-Landkarte gestalteten, auf der wir auf Papier skizzierten, was wir im Wald hören konnten… ein Blatt fällt vom Baum, links vorne hört man den Hahn krähen und rechts hinten… hat sich da jemand bewegt?

Nach einiger Zeit des „Einfach zu-hörens“ füllt sich das Blatt immer mehr… Wir beendeten den Seminartag mit dem beliebten Spiel “Watumba“! Auf der großen Trommel, der Bombo, die aus einem einzigen Holzstamm hergestellt wurde, durfte der Reihe nach jeder von uns für eine Minute lang König Watumba sein. Dieser spielte nach Belieben abwechselnd laut, leise, fest und sanft darauf. Die Anderen mussten sich nach seinem Rhythmus bewegen.

Danach gab es eine Reflexionsrunde, in der erarbeitet wurde, was es denn im alltäglichen (Arbeits)leben bedeutet, wenn man sich als MitarbeiterIn immer wieder neu auf einen Rhythmus einstellen muss, welche Vor- und Nachteile das mit sich bringt und wie man sich als Chef, als König Watumba, verhält. Wie fühlt es sich an, wenn alle anderen nach der eigenen, vorgegebenen Musik tanzen? Ein guter Denkanstoß für uns und unsere MitarbeiterInnen…

Nach der abschließenden Feedbackrunde ging es nach einem spannenden und bereichernden Tag wieder nach Hause. Ein großes Dankeschön an Bernhard Fiedler, der seine Sache sowohl als Musiker als auch als Workshop-Trainer sehr gut gemacht hat!!!

3. LERN-Gang im Naturpark Steirische Eisenwurzen

Foto: Arbeitsplätze für steirische Naturparkregionen / A. Kristl
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Beim 2. MitarbeiterInnen-Treffen am 24. August im Naturpark Steirische Eisenwurzen widmeten wir uns den Themen "Zeit" und "Biodiversität"

Diesmal gab es eine Premiere, waren wir doch erstmals mit zwei Trainern unterwegs: Beide sind Biologen sowie Natur- und Erlebnispädagogen, wobei sich Georg Derbuch dem Thema „Zeit“ widmete, während Mark Ressel seinen Fokus auf die „Biodiversität“ richtete.

Ausgangspunkt war die Geo-Werkstatt im Naturpark Eisenwurzen von wo wir uns aufmachten, um die Nothklamm zu erkunden und in diese beiden Themen einzutauchen. Die erste Aufgabe bestand darin ein Glasgefäß mit großen und kleinen Steinen zu befüllen. Woraufhin wir uns die Frage stellten, ob die Gläser nun voll sind. Auf den ersten Blick ja, aber schnell war uns klar, dass es da Zwischenräume gibt, die wir auffüllen können. In ein Glas füllten wir nun noch Sand ein und selbst hier blieb noch genug Zwischenraum um diesen z.B. mit Wasser auszufüllen. Dieses Experiment machte uns sehr deutlich, dass die großen Steine, die großen Dinge im Leben, keinen Platz mehr im Glas finden würden, wenn man sie nicht als erste hineingeben würde und jenes schon mit den „Kleinigkeiten“, den nicht so wichtigen Dingen, voll wäre. Somit stellte sich die Frage, welches die großen „Dinge“ im eigenen Leben sind.

Ab diesem Zeitpunkt waren wir auch im wahrsten Sinne des Wortes zeitlos unterwegs. Wir stellten uns nun genau dieser Frage: Was sind die wichtigen Dinge in unserem Leben? Welche Dinge nehmen diesen großen Zeitraum in unserem Leben ein? Und die Zeit – sie vergeht und irgendwann ist es auf einmal zu spät und die kostbaren Steine bleiben auf unserem Weg einfach liegen…

Wir waren permanent aufgefordert Tiere und Pflanzen zu suchen und beim Bestimmen wurde uns klar, wie wichtig die Vielfalt in der Natur ist, die Vielfalt an Tieren, an Pflanzen, an Landschaften, an unterschiedlichen Lebensräumen… und wie komplex Zusammenhänge sein können und was für eine Rolle die Zeit in Zusammenhang mit der Biodiversität hat. Vielfalt brauch Zeit zum Entwickeln, sie ist nichts, was über Nacht wächst.

Nach weiteren Aufgaben mit und um die Zeit und einer gemütlichen Mittagspause bei der Steinkugel-Mühle hatten wir die Aufgabe einen Baum, zu dem wir blind geführt wurden, ebenso blind zu ertasten und ihn danach unter all den anderen wieder zu finden, ganz ohne Zeitdruck… auch hier wurde uns der Unterschied und die Vielfalt in der Natur wieder plastisch vor Augen geführt.

Beeindruckend war das Prinzip des „Eisenhower-Quadranten“ – wie kann ich eine Chronologie in meinen ganzen Berg aus Aufgaben bringen, was ist wirklich wichtig und dringend und somit als Erstes zu erledigen, was sind die sogenannten B+C-Aufgaben und was darf gleich ganz in den Papierkorb?
Eine wirklich hilfreiche und anwendbare Methode für unser Arbeits- und Privatleben!

Sehr erkenntnisreich war auch die Vorstellung eines „Klassikers“ aus dem Bereich des Zeitmanagements, des Pareto-Prinzips, das auch Pareto-Effekt oder 80/20-Regel genannt wird und folgendes besagt: 80 % der Ergebnisse können mit 20 % des Gesamtaufwandes an Zeit erreicht werden. Die verbleibenden 20 % der Ergebnisse benötigen mit 80 % die meiste Arbeit und somit Zeit.

Ausklingen ließen wir den Tag wieder in der Geo-Werkstatt, wo wir ein wenig in die geologische Vergangenheit der Region eintauchen konnten. DANKE Georg Derbuch und Mark Ressel für die wertvollen Informationen, die sehr praxisorientierten Übungen und die vielen Anregungen und ganz besonders für das „Augen öffnen“ und zeigen, wie reich, spannend  und vielfältig Natur sein kann.

2. LERN-Gang im Naturpark Sölktäler

Foto: Arbeitsplätze für steirische Naturparkregionen / A. Kristl
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Beim 2. MitarbeiterInnen-Treffen am 22. Juni im Naturpark Sölktäler widmeten wir uns dem Thema "Orientierung" und genossen mit allen Sinnen

Am Parkplatz „zum Gumpeneck“ im Naturpark Sölktäler trafen wir uns an diesem sonnigen Tag zur gemeinsamen ORIENTIERUNG, womit wir auch schon mitten im Thema unseres 2. LERN-Ganges sind: Uwe Grinzinger half uns als Outdoor-Experte und Natur- und Landschaftsvermittler gut vorbereitet den ganzen Tag über, die Orientierung nicht zu verlieren, damit wir später alle am gemeinsamen Ziel ankommen konnten.

Das war wahrhaftig eine Herausforderung für die Gruppe: Jetzt heißt es erst einmal wissen, wo man steht und wohin man eigentlich will. Dann also der 1. Schritt mit Hilfe einer Landschaftskarte. Die grüne Linie bedeutet, wir stehen im Wald, die braunen Linien stellen Höhenmeter dar, die Punkte sind die Häuser… jetzt die Karte drehen – wo ist Osten? Bekanntlich da, wo die Sonne aufgeht… also wohl hier; nun stehen wir an einem Bach, aha, das ist auf der Karte natürlich blau angezeichnet, wir befinden uns jetzt also… hier… oder doch da?!?

Eine ausgefallene Textbeschreibung gab es ja Gott sei Dank auch noch als Orientierungshilfe: „…nun geht es längere Zeit bergauf. Woran kannst du das auf der Landkarte entdecken? Wir treten aus dem kleinen Waldstück heraus. Von oben beobachten uns wollige Vierbeiner dabei, wie wir eine Straßenverzweigung nach links (Nordwesten) einfach ignorieren. Bevor der Fahrweg mit Rechtsdrall die weiße Landkartenfläche verlässt, lohnt es sich, die paar liegenden Festmeter näher zu untersuchen. Dort findet sich nämlich Hinweis Nr.3...“ Dabei gab es Hinweise auf insgesamt 8 Verstecke, in denen sich verschiedene Leckerein befanden, die uns auch die nötige Kraft für den Aufstieg boten

Natürlich musste ständig überprüft werden, ob wir noch am richtigen Weg sind. Das alles funktioniert natürlich nur mit einer guten Kommunikation, alleine wäre da wohl der eine oder die andere sehr orientierungslos gewesen… Die mehr als 300 Jahre alte Wachlingerhütte war die Endstation unserer gemeinsamen Suche nach Hinweisen, wo wir von der Sennerin Monika Zefferer mit der Spezialität dieser Region, den köstlichen „Steirakrapfen“ verwöhnt wurden. Wir nahmen uns ausgiebig Zeit für Gespräche und nach den „Süßen Krapfen“ machten wir uns wieder gestärkt auf den Rückweg. Bergab ging es schneller und am Ausgangspunkt konnten wir noch einmal ein Resümee ziehen, mit der Erkenntnis, dass das Erlebte auf der Wanderung für die eigene Umsetzung im Berufsleben sehr hilfreich ist.

Nach einer guten Vorbereitung sollten wir wissen, wo wir stehen, wohin wir überhaupt wollen, und wie wir dorthin kommen. Dann machen wir einmal den 1. Schritt, der ja erfahrungsgemäß der wichtigste ist. In der ständigen Überprüfung bleiben wir in Kommunikation, wir müssen es ja nicht alleine schaffen… DANKE UWE!!!

1. LERN-Gang im Naturpark Almenland

Foto: Arbeitsplätze für steirische Naturparkregionen / A. Kristl
Foto: Arbeitsplätze für steirische Naturparkregionen / A. Kristl
Foto: Arbeitsplätze für steirische Naturparkregionen / A. Kristl

Zum Auftakt unserer diesjährigen MitarbeiterInnentreffen und LERN-Gangreihe ging es am 18. Mai 2017 in den Naturpark Almenland, wo wir uns zum gemeinsamen Kennenlernen in der Stoakoglerhütte trafen, in der wir mit einem phantastischen Almfrühstück verwöhnt wurden.

Franz Handler, der Geschäftsführer des Verbandes der Naturparke Österreichs, informierte uns nach dem Frühstück im Rahmen eines sehr interessanten Vortrages über die österreichischen Naturparke und über das Thema: „Biodiversität in den steirischen Naturparken“. Danke an dieser Stelle!

Danach führte uns Ingrid Pistotnik, eine Natur-und Landschaftsvermittlerin in der Region, durch den restlichen Tag. Wir machten eine kleine Wanderung auf den Plankogel und der Ausblick vom Gipfelkreuz ließ den Tag so besonders weitergehen wie er begann. Wir maschierten in ständiger Kommunikation weiter zum Teichalmsee, wo wir eine sonnige Pause einlegten. Dann spazierten wir noch entlang des Moorlehrpfades Teichalm, der durch eines der letzten Latschenhochmoore in Österreich führt. Der Wanderweg ist auf Lärchenpfosten schwimmend verlegt und ermöglicht es auf gut befestigten Holzwegen bequem durch die Naturlandschaft zu wandern, ohne diese zu beeinträchtigen.

Die Einkehr beim Teichalmwirt auf Kaffee und Kuchen bildete den Abschluss dieses runden Tages, der uns wieder einmal zeigte, wie wichtig und sinnvoll die Zeit bei den Treffen für alle ist – nicht zuletzt für ein vertrauensvolles und wertvolles Miteinander.

Was bringt das Projekt?

Foto: A. Kristl

Durch das Projekt ergeben sich nicht nur für die MitarbeiterInnen, die nun einen neuen Job gefunden haben, viele Vorteile und Chancen. Auch die Naturparke in der Steiermark profitieren durch das Beschäftigungsprojekt.
Die Arbeit der MitarbeiterInnen hat eine Reihe von konkreten Auswirkungen auf die Naturparke, wie beispielsweise:

  • die Instandhaltung bzw. der Ausbau der Infrastruktur im Naturpark wird sichergestellt
  • die Pflege und Erhaltung der typischen Kulturlandschaften wird gewährleistet
  • attraktive Erholungsräume werden geschaffen
  • konkrete Projekte werden in den Naturparken umgesetzt
  • dadurch werden Arbeitsplätze in den Naturpark-Regionen einerseits gesichert und andererseits entstehen neue Arbeitsplätze
  • das touristische Angebot kann ausgebaut werden
  • die Regionalentwicklung wird gefördert
  • die regionale Wertschöpfung kann erhöht werden

Finanzierung und Projektträger

Finanziert wird dieses Projekt durch das AMS Steiermark, durch die Steirische Wissenschafts-, Umwelt- und Kulturprojektträger GmbH (St:WUK), durch das Land Steiermark (Soziales) und durch Eigenmittel der beteiligten Naturparke bzw. Projektpartner.

Als Träger des Projektes fungiert seit Mai 2000 die „Steirische Wissenschafts-, Umwelt- und Kulturprojektträger GmbH", kurz St:WUK, die sich im Eigentum des Landes Steiermark befindet.

Die St:WUK ist mit dem „Sozialgütesiegel für soziale Integrationsunternehmen" aus-gezeichnet und bekennt sich als soziales Integrationsunternehmen zu den vier Grundwerten: Antidiskriminierung, Soziale Integration, Gender Mainstreaming und Gemeinnützigkeit.

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