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Foto: Andreas Kristl

Foto: Horst Dolak

Foto: Johannes Puch

Weiterentwicklung des Naturparks Heidenreichsteiner Moor

Umsetzung des Landschaftsentwicklungs- und Pflegeplan 2012 von Horst Dolak, BSc

Projektbeschreibung

Der Prügelsteg führt die BesucherInnen ins Heidenreichsteiner Moor, Foto: Johannes Schlosser

Die „Gemeindeau“/Heidenreichsteiner Moor ist zugleich Naturschutzgebiet und Naturpark. Die Fläche steht im Privatbesitz der Agrargemeinschaft Heidenreichstein, mit der eine Vereinbarung besteht, die den Naturpark ermöglicht. Das ca. 30 ha große Schutzgebiet ist ein ombrogen, d.h. ausschließlich über Niederschläge, entstandenes Moor, das durch ehemalige menschliche Nutzung hydrologisch deutlich beeinträchtigt ist, allerding auch erhebliches Verbesserungspotential aufweist (Details siehe Schmidt 2012).

Der Naturpark ist ein gut etabliertes Ausflugsziel im nördlichen Waldviertel, ein Schwerpunkt ist die Umweltbildung, jährlich werden etwa 4.500 Personen bei geführten Wanderungen betreut. Der Naturparkverein unter der jetzigen Leitung forciert eine stärkere Zuwendung zum Naturschutz.

Im Naturschutzgebiet „Gemeindeau“/Naturpark Heidenreichsteiner Moor werden auf Teilflächen Pflegemaßnahmen zur Stabilisierung des Wasserhaushalts (siehe Schmidt 2012) gesetzt. Darüber hinaus erfolgt ein Monitoring des Schilfbestandes in der zentralen Moorfläche inkl. Austesten von Maßnahmen zur Hintanhaltung der Ausbreitung sowie eine Klärung der Bestandssituation einzelner FFH-relevanter Arten. Da das Besucherinformationssystem veraltet ist, erfolgt eine komplette Neugestaltung unter besonderer Berücksichtigung der Biodiver-sität sowie von naturschutzfachlichen Maßnahmen im Moor bzw. des Zusammenhangs zwischen Moorschutz und Klimaschutz. Diese Themenbereiche fließen auch in die Bereiche der Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit mit ein.

Ziel des Projekts ist es, den Naturschutz stärker als bisher in den Aktivitäten des Naturparks Heidenreichsteiner Moor zu verankern. Der Naturschutz ist diejenige Säule im Leitbild der Österreichischen Naturparke, die erst die Basis für die anderen Bereiche darstellt.

Resümee

Sonnentau, Foto: Johannes Schlosser

Konkret bedeutet dies:

  • Die Verbesserung der ökologischen Situation im Naturschutzgebiet Gemeindeau
  • Die Darstellung der Bedeutung von Mooren (am Beispiel der Gemeindeau) für seltene Arten
  • Die Sensibilisierung der BesucherInnen für Maßnahmen des Naturschutzes einerseits sowie für Maßnahmen zum Klimaschutz andererseits, bis hin zu eigenen Handlungsmög-lichkeiten

Um die Ziele zu erreichen, werden folgende Maßnahmen gesetzt:

  • Stabilisierung des Wasserhaushalts (siehe Schmidt 2012)
  • Im Bereich der Besucherinformation erfolgt eine komplette Neugestaltung unter besonde-rer Berücksichtigung der Biodiversität

Bei der Durchführung sind die Naturpark-Schule NNÖMS (Neue NÖ Mittelschule) Heiden-reichstein, die Agrargemeinschaft Heidenreichstein, die Gemeinde Heidenreichstein als auch NaturvermittlerInnen eingebunden.

Organisation und Finanzierung:

  • Laufzeit: 3 Jahre ab Zusage (voraussichtlich 3. Quartal 2016 bis 2. Quartal 2019)
  • Finanzierung:
    - Nationaler Anteil: € 100.000,--
    - EU-Anteil € 100.000,--

Ausblick

Die nächsten Schritte werden abhängig von der Genehmigung des eingereichten Projekts gesetzt.

Service-Angaben

Naturpark Heidenreichsteiner Moor • GF Horst Dolak, BSc
Waidhofenerstraße 80 • 3860 Heidenreichstein
Tel.: 0043 (0) 0664 / 35 82 759 •
E-Mail: horst.dolak@moornaturpark.at
Website: www.moornaturpark.at



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