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Foto: Andreas Kristl

Foto: Horst Dolak

Foto: Johannes Puch

Weissen-See-Fisch

Martin Müller – der Fischer, der See und Fische liebt von Mag. Robert Heuberger

Projektbeschreibung

Weissensee-Fisch Reinanke, Foto: Johannes Puch

Der Weißensee ist als nährstoffarmer, sauerstoffreicher Alpensee ein klassischer See-forellensee. Er wird seit Jahrzehnten angelfischereilich genutzt, da er hervorragende Voraussetzungen bietet: glasklares Wasser, skandinavische Unberührtheit und das gesamte Fischrecht ist im Besitz der Agrargemeinschaft der fünf Dorfschaften vom Weissensee. Die hervorragende Infrastruktur für die Angelfischerei trägt dazu bei, dass Angler eine wichtige touristische Zielgruppe darstellen.

Von den ursprünglich acht Fischarten sind im Weißensee drei ausgestorben, durch Besatzmaßnahmen sind derzeit 17 Fischarten vorhanden. In den 1980er Jahren erlosch der Bestand an Seeforellen, ein Grund könnte dabei der Besatz mit nicht standortgerechten Fischarten gewesen sein.

Der Fischbestand im See wird seit dem Jahre 1999 ständig durch Mag. Müller wissenschaftlich untersucht und die angelfischereilichen Bestimmungen sowie die Entnahme durch die erwerbsmäßige Netzfischerei dem Fischbestand im See angepasst.

Durch die Nachzucht mit autochtonen Seeforellen und der für den See ebenfalls typischen Reinanken (Coregonen) soll der Bestand dieser Fischarten im See langfristig erhalten bleiben. Die nachgezüchteten Fische werden wieder in den Weißensee eingebracht.

Die Fischartenzusammensetzung ist aufgrund des hohen Anteils nicht standorttypischer Fische als unbefriedigend eingestuft. Derzeit werden Maßnahmen zur Reduktion des Hechtes vorgenommen, um die Seeforellenbestände zu stärken. So soll eine Verbesserung der Fischartenzusammensetzung erreicht werden.

Die durch die Netzfischerei entnommenen Wildfänge werden Großteiles der Gastronomie am Weißensee angeboten oder zu hochwertigen Produkten weiterverarbeitet und im Verkaufsladen von Martin Müller verkauft.

Auch bei den Genussfloßfahrten, einem Programmpunkt des Naturparks Weißensee können die Fische verkostet werden.

Damit werden eine nachhaltige fischereiliche Bewirtschaftung und ein wirtschaftlicher Nutzen (Fischzucht, Produkte, Angelfischerei) in Einklang gebracht.

Fischer Martin Müller unterstützt auch tatkräftig die Naturpark-Schule Weißensee, die im nächsten Jahr ein Projekt zum Thema Fische und Fischzucht durchführt.

Resümee

Das Fischhaus, Foto: Christian Schneider

Nach wie vor kommen im Weißensee standortfremde Fischarten durch falsche Besatz-maßnahmen aus der Vergangenheit vor.

Immer wieder gibt es, wie überall, Kritiker dieses nachhaltigen Bewirtschaftungssystems, da sich die angelfischereilichen Bestimmungen entsprechend den ökologischen Vorgaben ändern.

Weiters ist aufgrund des Wirtschaftsfaktors „Angelfischerei“ immer ein Kompromiss zwischen angelfischereilichem Interesse und ökologisch Verträglichem zu finden.

Ausblick

Erste Maßnahmen zur Reduktion des Hechtbestandes und zur Verbesserung der Fischarten-zusammensetzung werden durchgeführt.

Service-Angaben

Naturparke Kärnten • Mag. Robert Heuberger
AMT DER KÄRNTNER LANDESREGIERUNG
Abteilung 8 (Umwelt, Wasser und Naturschutz – Innovation und Konzepte)
9500 Villach • Klagenfurter Str. 66 • Tel.: +43 (0) 4242 / 205 60 17
E-Mail: robert.heuberger@ktn.gv.at • Web: www.ktn.gv.at

Kooperationspartner


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