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Foto: Andreas Kristl

Foto: Horst Dolak

Foto: Johannes Puch

Umweltbaustelle „Naturparkcamp“

im Naturpark Mühlviertel von Mag. Barbara Derntl

Ausgangslage

Die gemeinsame Arbeit hält die Feuchtwiese offen für Orchideen, Fieberklee und Sonnentau, Foto: Barbara Derntl

2011 hatte die Jugend in der Naturparkgemeinde St. Thomas am Blasenstein die Idee, ein Mähfest mit Sensenmähwettbewerb zu veranstalten. Zur Vorbereitung organisierte der Naturpark mit den örtlichen Senioren einen Sensenmähkurs für die Jugend. Als Trainingsfläche wurde eine seit mehreren Jahren nicht mehr bewirtschaftete Naturparkfläche verwendet.

Eckdaten für Freiwillige

Generationenübergreifende Zusammenarbeit, Foto: Barbara Derntl

Worum geht es?
Offenhaltung und Aushagerung einer rund 1 ha großen Feuchtwiese.

Was können die Freiwilligen tun?
Sensenmähen, Rechen, Austragen des Mähgutes ins Trockene, Ausschneiden von Gehölzen u.s.w.

Was können die Freiwilligen mit ihrem Engagement bewirken?
Offenhaltung einer Feuchtwiese; Erhalt seltener Feuchtwiesenpflanzen und der damit ver-bunden Tierwelt.

Dauer des freiwilligen Einsatzes
Von der Projektwoche für Jugendliche bis zu einzelnen Aktionstagen.

Zielsetzungen und Inhalte

Seit 2011 wurde die Pfarrwiese in St. Thomas a. Bl. vom Naturpark mit einer jährlichen Mahd und dem Abtransport des Mähguts wieder in Nutzung genommen. Je nach Anzahl der TeilnehmerInnen wurden auch weitere Brachflächen gepflegt. Die Flächenpflege erfolgt meist Mitte Juli und richtet sich an die örtlichen HelferInnen und nationalen/internationalen TeilnehmerInnen. Bei der Durchführung sind die örtlichen Senioren als Sensenmählehrer, der OÖ Naturschutzbund (mit Julia Kropfberger als Camp-Betreuerin) und in den ersten Jahren auch die Alpenvereinsjugend (als Bewerbungsplattform) eingebunden. Zudem bieten die Naturparkpartner und die NaturvermittlerInnen den Camp-TeilnehmerInnen ein Freizeitprogramm an.

Resümee

Die ehemalige brachliegende Feuchtwiese hat sich durch die 6-jährige Aushagerung und Wiederbewirtschaftung in eine schöne, feuchte Magerwiese mit genug Licht für Orchideen, Fieberklee und Sonnentau entwickelt.

Die Senioren freuen sich über das Interesse der Jugend am Sensenmähen und Dengeln. Die örtliche Bevölkerung freut sich, dass die Pfarrwiese nun wieder gepflegt wird.
Dieses Projekt braucht wenig finanzielle Ressourcen, da das Naturparkcamp als Zeltlager am örtlichen Campingplatz mit einer Betreuungsperson konzipiert ist. Wichtig ist, dass sich das Naturparkpersonal genug Zeit für die Vorbereitungs- und Betreuungsarbeiten während des Camps nimmt.

Noch nicht gelöst werden konnte die Schwierigkeit, dass sich Jugendliche immer kurzfristiger anmelden bzw. früh anmelden und dann einen Tag vorher absagen. Damit kann die tatsächliche Durchführung eines einwöchigen Camps erst kurzfristig garantiert werden. Zudem ist ein Campaufbau mit Versorgungszelt und durchgehender Betreuung mit weniger als 4 bis 5 TeilnehmerInnen nicht sinnvoll. In diesem bereits eingetreten Fall musste das Camp schon einmal abgesagt werden. Die Feuchtwiese wurde dann an einzelnen Aktionstagen mit örtlichen Freiwilligen gemäht, was ebenfalls sehr gut funktionierte und vom Vorbereitungsaufwand und Betreuungsbedarf wesentlich geringer ist.

Ausblick

Das Naturparkcamp wird auch 2017 als einwöchige Umweltbaustelle angeboten. Über künftige Bewerbungsplattformen und eine verbindlichere Anmeldung müssen wir uns noch Gedanken machen.

Service-Angaben

Naturpark Mühlviertel • GF Barbara Derntl
4324 Rechberg 9 • Tel.: ++43 (0) 72 64 / 46 55-25
E-Mail: derntl@naturpark-muehlviertel.at
Website: www.naturpark-muehlviertel.at


Der Artikel wurde im Zuge des Projekts „Biodiversität durch Freiwilligenarbeit in Naturparken – Lebensräume pflegen, biologische Vielfalt erhalten, Bewusstsein schaffen“ mit Unterstützung des Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft erstellt.

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