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Foto: Naturpark Jauerling-Wachau

Foto: Büro LACON

Foto: Naturpark Attersee-Traunsee

Naturpark-Schulen und Naturpark-Kindergärten

eine Erfolgsgeschichte von Mag. Andrea Sedlatschek

Projektbeschreibung

Der Lebensraum Streuobst wird spielerisch erkundet,
Foto: Renate Roth

Das Konzept der „Österreichischen Naturpark-Schule“ wird in Österreich bereits seit dem Jahr 2009 mit großem Erfolg und Engagement umgesetzt. Es hat sich in den wenigen Jahren seines Bestehens als ausgesprochen erfolgreiches und nachhaltiges Modell der Zusammen-arbeit zwischen Naturpark und Schule bewährt, mit dessen Hilfe dem Bildungsauftrag eines Naturparks hervorragend Folge geleistet werden kann.
Dabei begegnen und entdecken die Kinder die Besonderheiten ihres Naturparks und lernen die heimische Fauna und Flora vor der Klassentür kennen. Man spürt die Begeisterung der Kinder, die die Einzigartigkeit ihrer Region schätzen lernen und diese Begeisterung und den Satz „Wir sind Naturpark!“ dann auch außerhalb des Kindergartens / der Schule weitergeben. „Mein Kind geht nun mit offeneren Augen durch die Natur und freut sich, wenn es dabei hei-mische Pflanzen- und Tierarten erkennt. Dieses Wissen wird dadurch auch bei mir aufge-frischt“, freut sich eine Mutter im Naturpark Landseer Berge.

Resümee

Foto: Naturpark-VS Markt St. Martin

Die Entwicklung von Naturpark-Schulen und Naturpark-Kindergärten im Burgenland ist wahrlich eine Erfolgsgeschichte: die ersten Infoveranstaltungen fanden 2009 statt und das damalige (Projekt-)Ziel – bis Ende 2013 drei Naturpark-Schulen im Burgenland zu haben – wurde bei weitem übertroffen! Aktuell gibt es im Burgenland 22 Naturpark-Schulen und drei Naturpark-Kindergärten sowie eine sehr enge und gute Kooperation mit der Schulbehörde und der Pädagogischen Hochschule Burgenland:

Aus Sicht der Schulbehörde bietet das Konzept der Naturpark-Schulen und -Kindergärten die Chance, nachhaltige Kompetenzen zu fördern. Traditionelle Wissensvermittlung durch Ex-pertInnen-Führungen, Lehrpfade, Themenwege und Projekttage sowie selbstgesteuertes Lernen, wie z.B. durch Geocaching, Landschaftspflege und der Errichtung von kleinen Ökosystemen, tragen erheblich zum Erwerb von Kompetenzen bei. Kompetenzorientierung bedeutet Verantwortungsbewusstsein zu fördern, für das unmittelbar Erlebbare und die daraus resultierenden Konsequenzen sowie für die nachhaltige Entwicklung der Gesellschaft.

Projekte ermöglichen, konkrete Handlungsschritte zu setzen und darüber zu reflektieren. SchülerInnen entwickeln Haltungen. Aktivitäten der Naturpark-Schulen und -Kindergärten können einen gehaltvollen Beitrag dazu leisten, dass Kinder und Jugendliche von klein an ein Bewusstsein für Ökologie entwickeln und motiviert sind, Biodiversität zu erhalten. Relevant für Schulen ist die gezielte Förder¬ung und Entwicklung der Persönlichkeit. Sinngebende Aktivitäten, wie z.B. das Errichten eines Hochbeetes für ein Altenheim, unterstützen Selbstvertrauen,
Engagement, Motivation und Wertebewusstsein.

Gut vernetzte und gut qualifizierte Pädagoginnen und Pädagogen sind unabdingbar für erfolgreiche Bildungsprojekte. Daher wurde in Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule ein umfassendes Bildungsangebot entwickelt, welches Entwicklungsbegleitung, SchulleiterInnen Jour Fixe, Weiterbildungsseminare, Vernetzung über LMS sowie einen Tag der Naturparke (jedes Jahr in ein einem anderen Naturpark) bietet.

Auch bei der Evaluierung der Schulen arbeiten die ARGE Naturparke, die Schulbehörde und die Pädagogische Hochschule Hand in Hand: die ersten sieben Naturpark-Schulen wurden im Herbst 2016 evaluiert. Dies geschieht im Burgenland durch eine Evaluierungskommission bestehend aus dem/der jeweiligen PflichtschulinspektorIn, je einem Vertreter/einer Vertreterin der Pädagogischen Hochschule und der ARGE Naturparke Burgenland sowie einer Schulleiterin/eines Schulleiters einer anderen Naturpark-Schulen.

Ausblick

Im Schuljahr 2017/2018 wollen drei bis vier weitere Schulen und drei weitere Kindergärten im Burgenland die österreichweiten Kriterien erfüllen und umsetzen. Sie freuen sich bereits auf die Auszeichnung, welche gleichsam eine längerfristige Verpflichtung für eine kontinuierliche Zusammenarbeit zwischen Schule und Naturpark bedeutet.

Daneben gibt es für die Schulen und Kindergärten über verschiedene Projekte sowohl personelle als auch finanzielle Ressourcen. So kann beispielsweise jede Naturpark-Schule und jeder Naturpark-Kindergarten bis 2020 ein anderes Schutzgebiet im Burgenland oder Westungarn besuchen und kennen lernen und alle Naturpark-Schulen sollen 2017 mit Entdeckerwesten ausgestattet werden.

Service-Angaben

Regionalmanagement Burgenland GmbH – ARGE Naturparke Burgenland
Mag. Andrea Sedlatschek • 7423 Pinkafeld • Technologiezentrum
Tel.: +43 (0)5 / 9010-2473 • E-Mail: andrea.sedlatschek@rmb-sued.at
Web: http://www.rmb.co.at und http://www.pananet.eu



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