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Feuchtwiesen und Moore, Foto: H. Marek

Lebensräume im Gebirge, Foto: H. Marek

Magerwiesen, Trockenrasen, Foto: F. Kovacs

Weingärten

Wo sich die Sonne widerspiegelt

Foto: Ewald Neffe

Weingärten sind ein von Menschenhand geprägter Lebensraum. Den Ansprüchen der Weinrebe folgend wurden sie vor allem auf warmen, trockenen Südhängen angelegt. Über die Jahrhunderte hat sich hier eine eigene, ganz spezielle Lebensgemeinschaft herausgebildet. In besonders steilem Gelände wurden mithilfe von Trockenmauern Terrassen angelegt. In diesen fühlen sich vor allem Reptilien, wie Eidechsen oder Schlangen, und andere wärmeliebende Tiere wie die Gottesanbeterin wohl.

Die heute vorherrschenden Intensiv-Weingärten stellen nur bedingt geeignete Lebensräume dar. Viele seltene Pflanzen trockener Standorte findet man deshalb mancherorts nur mehr in traditionell bewirtschafteten und strukturreichen Weingärten bzw. an deren Rändern. Als Beispiele seien die Weinberg-Traubenhyazinthe und die Gewöhnliche Osterluzei genannt. Von der Osterluzei wiederum ernährt sich die Raupe eines der schönsten heimischen Tagfalters, des Osterluzeifalters.

Früher waren Hecken und Bereiche mit Obstbäumen, Gemüse- und Kräuterbeeten fixe Elemente von Weingärten. In alten Weingärten kann man auch noch heute Reste dieser Nutzungen mit.

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