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Foto: Franz Kovacs

Foto: A. Vorauer

Foto: Ewald Neffe

Turmfalke

Foto: Ewald Neffe

Die Männchen der Turmfalken (Falco tinnunculus) erreichen durchschnittlich eine Körperlänge von 34 cm, die Weibchen von 36 cm; die Flügelspannweite beträgt etwa 75 cm. Das auffälligste Unterscheidungsmerkmal zwischen den Geschlechtern ist die Kopffärbung; bei den Männchen ist der Kopf grau, bei den Weibchen einheitlich rotbraun.

Der Turmfalke ist eine anpassungsfähige Art, die in unterschiedlichsten Lebensräumen zu finden ist. Generell meidet er sowohl dichte, geschlossene Waldbestände als auch völlig baumlose Steppen. In Mitteleuropa ist er ein häufiger Vogel der Kulturlandschaft, der überall dort leben kann, wo Feldgehölze oder Waldränder vorhanden sind. Grundsätzlich benötigt er zum Jagen freie Flächen mit niedrigem Bewuchs.  
Die Turmfalken können ganzjährig, aber speziell zur Brutzeit im Frühjahr beobachtet werden. Sie legen meist 3 bis 6 Eier, in der Regel ab Mitte April. Die ocker-gelblich bis braunen Eier sind meist stark gefleckt und zwischen 3,4 und 4,4 cm lang. Das Weibchen brütet die Eier allein aus. Die Jungen schlüpfen nach etwa 27 bis 29 Tagen. Als Nahrung dienen ihnen kleine Säugetiere oder kleine Singvögel.

Nach dem Mäusebussard ist der Turmfalke die häufigste mitteleuropäische Greifvogelart. Der Bestand an Turmfalken war in Mitteleuropa über viele Jahrzehnte weitgehend stabil. Nur nach sehr kalten Wintern oder schlechten Mäusejahren kam es kurzzeitig zu Bestandseinbußen, die aber gewöhnlich sehr schnell wieder ausgeglichen wurden.

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