Zum Inhalt springen

AA AA AA

Blauflügel-Prachtlibelle, Foto: Andreas Kristl

Foto: Franz Kovacs

Honigbiene, Foto: Ewald Neffe

Wildschwein, Foto: Ewald Neffe

Moorfrosch, Foto. Herfried Marek

Blaue Holzbiene, Foto: Herfried Marek

Fischotter, Foto: Ewald Neffe

Alpenbockkäfer, Foto: Herfried Marek

Neuntöter

Foto: Andreas Kristl

Der Neuntöter (Lanius collurio) ist mit 16 bis 18 cm Länge die kleinste mitteleuropäische Würgerart. Die Flügellänge beträgt durchschnittlich 93 mm. Das Durchschnittsgewicht liegt bei den Männchen bei 28 g und kann sich bei den Weibchen während der Brutzeit auf 32,8 g erhöhen. Er zeigt einen sehr ausgeprägten Sexualdimorphismus – Männchen und Weibchen unterscheiden sich deutlich in der Färbung. Das Männchen hat, worauf der Name „Rotrückenwürger“ hinweist, einen rostrotbraunen bis kastanienbraunen Rücken und ebenso gefärbtes Schultergefieder. Oberkopf und Nacken heben sich mit ihrem hellen Blaugrau deutlich davon ab.

Dieser Vogel besiedelt gut überschaubares, sonniges Gelände, das offene Bereiche mit niedrigem oder kargem Bewuchs (z.B. Staudenfluren, Wiesen, Trockenrasen) im Wechsel mit versprengten Hecken oder Gehölzen mit weniger als 50% Deckung aufweist. Zur Ansitzjagd und Revierbeobachtung sowie als Neststandort benötigt er
1 bis 3 m hohe Sträucher. Hierbei werden Dornsträucher wie Schlehen, Weißdorne oder Heckenrosen bevorzugt. Der Vogel ist vor allem durch sein Verhalten bekannt, Beutetiere auf Dornen aufzuspießen.

Zu seiner Nahrung zählen vorwiegend Großinsekten (Käfer, Hummeln, Bienen und Wespen), aber auch kleine Säugetiere und Vögel. Seine Nester legt er bevorzugt in Dornsträuchern an. Neuntöter verpaaren sich meistens nur für die Dauer einer Brutsaison. Die Vögel sind bereits im ersten Jahr geschlechtsreif. Sie sind Zugvögel und in Österreich von Mai bis Oktober anzutreffen; überwintert wird im tropischen Afrika.

Top