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Blauflügel-Prachtlibelle, Foto: Andreas Kristl

Foto: Franz Kovacs

Honigbiene, Foto: Ewald Neffe

Wildschwein, Foto: Ewald Neffe

Moorfrosch, Foto. Herfried Marek

Blaue Holzbiene, Foto: Herfried Marek

Fischotter, Foto: Ewald Neffe

Alpenbockkäfer, Foto: Herfried Marek

Kuckuck

Das Aussehen des Kuckucks (Cuculus canorus) ähnelt dem des Sperbers oder des Turmfalken. Das Gefieder der Männchen ist grau bis graubraun gefärbt. Bauchseite, Brust und Kehle sind hellgrau bis fast weißlich. Das Gefieder der Weibchen ist oberseits braun bis rostbraun. Bauch- und Brustseite sind deutlich heller. Die Jungvögel ähneln bis zur ersten Mauser dem Weibchen. Der Kuckuck wird ca. 33 cm lang und erreicht ein Gewicht von ca. 120 g. Die Flügel sind spitz und der abgerundete Schwanz ist. 13 bis 15 cm lang. Der gestufte Schwanz wird nicht selten gefächert, und die Flügel werden etwas abgespreizt hängen gelassen. Die Flügelspannweite beträgt
55 bis 60 cm. Der kräftige Schnabel weist eine dunkelgraue Färbung auf und ist leicht nach unten gebogen. Der Fuß der Kuckucke ist zygodactyl – die erste und vierte Zehe weisen nach hinten, die zweite und dritte sind nach vorn gerichtet. Der Reviergesang des Männchens ist der namensgebende Ruf „gu kuh".

Der Kuckuck benötigt vor allem vielfältige Landschaften mit naturnahen Lebensräumen und unzähligen Kleinstrukturen. Mischwälder, Moor- und Heidelandschaften bis über die obere Waldgrenze, mit exponierten Plätzen im Gehölz oder Hochgebirge sind sein bevorzugtes Revier. Dabei ist das Vorkommen der Vögel, die ihm bei der Fortpflanzung als Wirte dienen, ausschlaggebend. Er ist ein Brutparasit; das Weibchen legt seine Eier einzeln in fremde Nester. Die Eier des Kuckucks sind größer als die des Gastgebers und viele Wirtsvögel merken den Betrug und entfernen dieses fremde Ei oder es wird die ganze Brut aufgegeben. Nimmt das Singvogelpaar aber das Ei an, hat der eigene Nachwuchs keine Chance mehr. Sofort nach dem Schlüpfen des Jungkuckucks entfernt dieser die anderen Jungen oder die Eier. Behaarte Raupen, die von anderen Vögeln meist verschmäht werden, bilden einen großen Anteil der Nahrung. Aber auch Käfer, Heuschrecken, Ohrwürmer usw. gehören mit auf den Speiseplan.

Der Kuckuck ist ein Langstreckenzieher. Kleine Teile der Population überwintern schon in Westafrika, der größte Teil wandert über den Äquator hinaus. In Österreich treffen die Vögel erst im Mai ein und schon Anfang/Mitte August wird das Brutgebiet wieder verlassen. Nach neuesten Erkenntnissen bewacht das Kuckucksweibchen seinen Nachwuchs in den verschiedenen Nestern und fliegt im August gemeinsam mit ihnen in den Süden.

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