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Schmalblättrige Wollgras, Foto: Naturpark Riedingtal

Hirschbirne, Foto: Ewald Neffe

Schachblume, Foto: F. Kovacs

Echte Johanniskraut, Foto: Ewald Neffe

Rostblättrige Alpenrose, Foto: R. Zideck

Hirschzungenfarn, Foto: H. Marek

Spinnweb-Hauswurz, Foto: H. Marek

Herbstzeitlose, Foto: E. Neffe

Kren

Der Kren (Armoracia rusticana) ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die 50 – 120 cm hoch wird. Das Überdauerungsorgan ist eine senkrechte, walzenförmige Pfahlwurzel, die eine Länge von 30 – 40 cm und einen Durchmesser von 4 – 6 cm erreicht. Zum Stängel hin ist die Wurzel vielköpfig und am Wurzelende ästig; sie hat viele Seitenwurzeln. Die Laubblätter sind sowohl grundständig als auch über den Stengel verteilt; sie variieren im Aussehen. Die grundständigen Blätter haben einen Balttstiel mit bis zu 60 cm Länge, die Blattspreite ist oval-lanzettlich, meist 20 – 45 cm lang und der Blattrand stark gekerbt und teils gewellt. Die Blätter am Stengel haben kurze Blattstiele, die Blattspreite ist lineal-lanzettlich und der Blattrand je höher desto glatter. Die Blütezeit ist von Mitte Mai bis Juli. Der Blütenstandschaft erreicht Höhen von bis zu 1,20 m. Der traubige Blütenstand kann Durchmesser bis zu 40 cm erreichen. Die stark duftenden Blüten sind zwittrig und vierzählig, die Kronblätter weiß und 5 -7 mm lang. Die Früchte sind 4-6 mm lange Schoten, in denen sich die Samen befinden. Diese sind oval, braun und fast glatt.

Ursprünglich stammt der Kren wahrscheinlich aus dem südöstlichen Russland, wurde aber schon sehr früh als Kultur- bzw. Gewürzpflanze verwendet und so in ganz Europa heimisch. Verwildert kommt der Kren am Rand von feuchten Wiesen, Bachläufen und Flussufern auf stickstoffreichen Ruderalstandorten vor. In Österreich wird die Pflanze hauptsächlich in der Süd- und Oststeiermark angebaut und jährlich rund 4.000 t produziert. Die Bezeichnung „Steirischer Kren“ ist seit 2009 eine von der EU geschützte geografische Angabe.

Das Wort „Kren“ kommt aus dem Slawischen und bedeutet weinen. Die Meerrettichwurzel ist im unverarbeiteten Zustand geruchlos, wird sie aber geschnitten oder gerieben, hat sie einen stechenden, zu Tränen reizenden Geruch. Der Meerrettich enthält sehr viel Vitamin C und wird gerne verwendet, um die Abwehrkräfte zu stärken. Er wirkt auch kreislaufanregend und hustenlösend. Das Einatmen des Duftes hilft gegen Kopfschmerzen, da leichte Verspannungen gelöst werden. Außerdem ist Kren hilfreich bei Magen-Darm-Störungen und hat eine krebsvorbeugende Wirkung.

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