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Blauflügel-Prachtlibelle, Foto: Andreas Kristl

Foto: Franz Kovacs

Honigbiene, Foto: Ewald Neffe

Wildschwein, Foto: Ewald Neffe

Moorfrosch, Foto. Herfried Marek

Blaue Holzbiene, Foto: Herfried Marek

Fischotter, Foto: Ewald Neffe

Alpenbockkäfer, Foto: Herfried Marek

Krainer Steinschaf

Foto: Naturpark Südsteiermark

Krainer Steinschafe (Ovis orientalis aries) sind mittelgroß und feingliedrig, mit geradem Nasenprofil und kurzen waagrecht stehenden Ohren. Ihre grobe Wolle ist meist weiß oder schwarzbraun, seltener grau und gescheckt. Gesicht und Beine sind unbewollt, der Schwanz ist mit Wolle bedeckt. Die Tiere haben meistens keine Hörner, nur ca. 10% der Schafe und Widder tragen Hörner. Die Schafe erreichen ein Gewicht von 50 bis 60 kg, Widder 70 bis 80 kg.

Die Vegetationsperiode verbringen die Schafe auf der Weide, den Winter im Stall. Optimal ist eine extensive Weidehaltung ohne Kraftfutter.
Das Krainer Steinschaf ist traditionell ein Milchschaf mit asaisonalem Brunftzyklus. Die durchschnittliche Milchleistung liegt zwischen 300l und 500l. Durch die hervorragenden Muttereigenschaften sind die Tiere auch für die reine Mutterschafhaltung sehr gut geeignet. Drei Ablammungen in zwei Jahren sind möglich, Zwillinge sind häufig. Das ideale Erstablammalter liegt bei 16 bis 18 Monaten.

Das Krainer Steinschaf war einst im Dreiländereck Kärnten, Slowenien und Friaul weit verbreitet, wo es zur Milch- und Käsegewinnung gehalten wurde. Um die Milchleistung zu steigern wurde das Krainer Steinschaf in Slowenien ab den 1960er Jahren verstärkt mit dem Ostfriesischen Milchschaf gekreuzt. In einigen Gebieten ist es in seiner Reinform erhalten geblieben, wie etwa in den slowenischen Alpen im Gebiet des Triglav-Nationalparks. Dort wurden 1986 noch reinrassige Schafe gefunden, von denen einige 1988 und 1991 nach Österreich importiert wurden. 1992 erfolgte die Anlegung eines Herdenbuchs. Seit 1995 ist das Krainer Steinschaf als „hochgefährdet“ im ÖPUL-Programm verankert.

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