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Schmalblättrige Wollgras, Foto: Naturpark Riedingtal

Hirschbirne, Foto: Ewald Neffe

Schachblume, Foto: F. Kovacs

Echte Johanniskraut, Foto: Ewald Neffe

Rostblättrige Alpenrose, Foto: R. Zideck

Hirschzungenfarn, Foto: H. Marek

Spinnweb-Hauswurz, Foto: H. Marek

Herbstzeitlose, Foto: E. Neffe

Hundsrose

Die Hundsrose (Rosa canina) ist ein sommergrüner, lockerer Strauch, mit bogig überhängenden Zweigen, die mit ihrer grünen Färbung auch Photosynthese betreiben. Die Pflanze wird 2-3 m hoch, als Spreizklimmer auch höher und kann ein Alter von bis zu 300 Jahren erreichen. Die Dornen sind in Wirklichkeit Stacheln, die leicht abgestreift werden können und als Kletterorgane bzw. Fraßschutz dienen. Die Laubblätter sind wechselständig angeordnet und in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die Blattspreite ist unpaarig gefiedert mit 5 oder 7 Fliederblättern, die elliptisch bis eiförmig sind und deren Rand gesägt ist. Die Herbstfärbung ist fahlgelb.

Die Hundsrose hat viele Blüten, die einzeln oder bis zu zehnt zusammenstehen und keinen Nektar haben. Die Blütezeit ist im Juni, die Einzelblüten sind nur wenige Tage geöffnet. Die Blüten sind zwittrig, fünfzählig und haben eine doppelte Blütenhülle. Die Blütenkrone hat einen Durchmesser von 3,5 – 4,5 cm und die Kronblätter sind meist hellrosa, seltener weiß oder kräftig rosa gefärbt.

Der Artname canina deutet auf die Häufigkeit der Pflanze hin; sie ist sozusagen „hundsgemein“, kommt also praktisch überall vor. Sie ist die häufigste wild wachsende Rose in Mitteleuropa. Man findet sie in ganz Europa, mit Ausnahme von Finnland und Isalnd, zudem im Nordwesten Afrikas und in Vorderasien.

Die Früchte werden Hagebutten genannt und sind Sammel-Nüsschen. Die einzelnen Nüsschen werden dabei von einem gemeinsamen, fleischigen, rot gefärbten Fruchtbecher umschlossen. Hagebutten sind länglich-elliptoidisch oder eiförmig; ihr Stiel ist meist zwei mal so lang wie die Hagebutte selber.

Die Hagebutten sind sehr Vitamin C reich und werden vielfältig verwendet, z.B für Tees, Hagebuttenwein und Hagebuttenöl. Weitere Verwendung findet die Hundsrose als Unterlage zur Veredelung von Rosen, als Bodenfestiger, zur Wiederbegrünung und für Misch- und Schutzpflanzungen. Die Fruchtreife ist im Oktober und November wobei die Früchte oft im Frühling noch am Strauch hängen.

Die Licht- bis Halbschattenpflanze bevorzugt trockene bis frische Böden, die basenreich, mäßig sauer bis milde sind. Sie ist ein Pioniergehölz und kommt in Gebüschen, Waldsäumen, an Straßen- und Wegrändern sowie in lichten Wäldern vor und kann in den Alpen bis in Höhenlagen von 1.680 m gefunden werden.

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