Zum Inhalt springen

AA AA AA

Schmalblättrige Wollgras, Foto: Naturpark Riedingtal

Hirschbirne, Foto: Ewald Neffe

Schachblume, Foto: F. Kovacs

Echte Johanniskraut, Foto: Ewald Neffe

Rostblättrige Alpenrose, Foto: R. Zideck

Hirschzungenfarn, Foto: H. Marek

Spinnweb-Hauswurz, Foto: H. Marek

Herbstzeitlose, Foto: E. Neffe

Gletscherhahnenfuß

Foto: Herfried Marek

Der Gletscherhahnenfuß (Ranunculus glacialis) ist eine grün überwinternde, ausdauernde, krautige Pflanze, die 5 bis 20 cm hoch wird. Die handförmigen Blätter sind in 3 bis 5 gezähnte Lappen geteilt; die grundständigen Blätter sind fleischig und dreiteilig. Die Stängel und Blätter sind meist kahl, selten zottig behaart. Die Pflanze blüht im Juni, Juli und August; die Blüten sind etwa 1,5 bis 3 cm breite Becher, die zuerst weiß, später zunehmend errötend blühen.

Die Pflanze kommt in den Zentralalpen, ebenso in den Pyrenäen und Karpaten in 2.300 bis über 4.200 m Höhe vor, außerdem in der Arktis. Sie gilt als Pionierpflanze in Gletschervorfeldern und bevorzugt kalkarme, steinige, humusarme Böden, Geröll, Gletschermoränen und blanken Fels. Die geschützte Pionierpflanze ist ausgesprochen selten.

Wie alle Hahnenfußarten enthält auch der Gletscherhahnenfuß Giftstoffe. Obwohl er zuweilen in der Volksmedizin verwendet wurde, scheinen ihm Inhaltsstoffe, die eine Heilwirkung rechtfertigen, zu fehlen. Lange Zeit galt der Gletscherhahnenfuß als die am höchsten blühende Pflanze in den Alpen, ist aber nach neuesten Informationen von „Natopia“ durch den „Roten Steinbrech“ abgelöst worden; die höchsten Fundorte des Gletscherhahnenfußes liegen in der Schweiz auf ca. 4.270 m. Selbstbestäubung ist aufgrund fehlender Insekten in diesen Höhen die einzige Möglichkeit der Befruchtung.

Top