Zum Inhalt springen

AA AA AA

Blauflügel-Prachtlibelle, Foto: Andreas Kristl

Foto: Franz Kovacs

Honigbiene, Foto: Ewald Neffe

Wildschwein, Foto: Ewald Neffe

Moorfrosch, Foto. Herfried Marek

Blaue Holzbiene, Foto: Herfried Marek

Fischotter, Foto: Ewald Neffe

Alpenbockkäfer, Foto: Herfried Marek

Gelbbauchunke

Gelbbauchunke in Kahnstellung (Foto: S. Käfer)

Die Größe der Gelbbauchunke (Bombina variegata) liegt zwischen 35 und 56 mm; in Mitteleuropa sind Kopf-Rumpf-Längen von mehr als 45 mm aber selten zu beobachten. Die Tiere haben eine schmutzig graue Grundfarbe, die Unterseite inklusive der Innenseiten der Gliedmaßen und der Finger und Zehen ist intensiv hellgelb bis orange gefärbt und mit bleigrauen bis schwarzen Flecken oder Flächen durchsetzt.

Die Gelbbauchunke ist eine echte Europäerin (kommt nur in Europa vor)! Sie ist Erstbesiedlerin von kleinen frisch entstandenen Tümpeln, Fahrspuren oder Traktorspuren. Sie nutzt diese kleinen oft nur kurz vorhandenen Wasserstellen, da sich das Wasser dort schneller erwärmt, was gut für Laich und Larven ist. Ihre Nahrung besteht hauptsächlich aus Insekten.

Ruf- und Laichaktivitäten (bis zu drei Perioden im Jahr) werden häufig durch ergiebige Regenfälle stimuliert. Die Eiablage erfolgt in die Kleingewässer, Kaulquappen schlüpfen bereits nach 2 bis 3 Tagen. Die Dauer der Larvenentwicklung hängt von der Umgebungstemperatur ab und liegt meist zwischen 41 und 67 Tagen.

Bei Gefahr nimmt sie manchmal die sogenannte Kahnstellung ein. Dabei macht sie ein Hohlkreuz, so dass die Ränder ihres intensiv gefärbten Bauches und ihrer Gliedmaßeninnenseiten von oben sichtbar werden (Unkenreflex). Dies soll Fressfeinde vor dem Hautgift warnen, das sie in dieser Situation absondert. Das Drüsensekret macht sie für manche Fressfeinde ungenießbar, für den Menschen wirkt das Sekret schleimhautreizend.

Top