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Schmalblättrige Wollgras, Foto: Naturpark Riedingtal

Hirschbirne, Foto: Ewald Neffe

Schachblume, Foto: F. Kovacs

Echte Johanniskraut, Foto: Ewald Neffe

Rostblättrige Alpenrose, Foto: R. Zideck

Hirschzungenfarn, Foto: H. Marek

Spinnweb-Hauswurz, Foto: H. Marek

Herbstzeitlose, Foto: E. Neffe

Fliegen-Ragwurz

Foto: Herfried Marek

Die Fliegen-Ragwurz (Ophrys insectifera) ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 15 – 40 cm erreicht. Sie ist ein Geophyt, der zwei unterirdische Knollen ausbildet. Die Stängel sind dünn und grünlich-gelb. Die Blätter sind in einer grundständigen Rosette angeordnet, wobei die 2 – 5 Blätter steil aufrecht stehen.

Die Blütezeit dauert von Anfang Mai bis Juli. 2 – 12 Blüten stehen locker angeordnet in einem langen Blütenstand zusammen, den man mit einer Ähre vergleichen könnte. Die Blüten sind zwittrig, dreizählig und zygomorph, d.h. sie sind an einer Achse gespiegelt. Die Kelchblätter sind 5 – 9 mm lang und 3 – 4 mm breit. Die fadenförmigen, behaarten Kronblätter sind 6 – 10 mm lang. Die Lippe ist dreilappig, 10 – 12 mm lang und der Mittellappen gespalten. Die Farbe ist braun mit leichter Tendenz zu rot. In der Mitte der Lippe steht ein grau-blaues, leicht metallisch gefärbtes Mal.

Die Fliegen-Ragwurz kommt nur in Europa vor, da aber auch in kälteren Gebieten und Höhenstufen von collin bis subalpin. Sie mag lockere Böden, die kalkhaltig, lehmig oder tonig sind und eine gute Humuseinmischung aufweisen. Sie gedeiht auf Magerrasen, Trockenrasen, Halbtrockenrasen und in lichten Kiefernwäldern.

Die Fliegen-Ragwurz ist eine typische Insektentäuschblume. Die Blütenblätter täuschen die Form von Grabwespen vor und locken die männlichen Tiere auch mittels eines Duftstoffes bzw. Sexualhormons an. Diese versuchen die Lippe zu begatten und nehmen so die Pollenlinien auf. Grundsätzlich ist die Bestäubung durch Insekten aber eher spärlich, meist erfolgt Selbstbestäubung. Die Kapselfrüchte werden durch Wind oder Tiere verbreitet, sie enthalten mehrere Tausend winzig kleine Samen, die durch den Wind sogar bis zu 50 km weit getragen werden können.

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