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Schmalblättrige Wollgras, Foto: Naturpark Riedingtal

Hirschbirne, Foto: Ewald Neffe

Schachblume, Foto: F. Kovacs

Echte Johanniskraut, Foto: Ewald Neffe

Rostblättrige Alpenrose, Foto: R. Zideck

Hirschzungenfarn, Foto: H. Marek

Spinnweb-Hauswurz, Foto: H. Marek

Herbstzeitlose, Foto: E. Neffe

Einfache Mondraute

Foto: E. Schwienbacher

Die einfache Mondraute (Botrychium simplex) ist aufgrund seines unterirdischen Wurzelwachstums nur kurze Zeit im Jahr oberirdisch sichtbar. Jedes Jahr treibt die Pflanze einzeln stehende, rundliche, 3 bis 4 cm große Blätter aus. Überragt werden diese Grundblätter von den fortpflanzungsfähigen Pflanzenteilen, die eine Größe von bis zu 15 cm erreichen können. Auf ihnen sitzen rund 5 bis 15 kugelförmige sogenannte Sporangien. Diese sind gelb, bei der Reife rotbraun.

Der Farn wächst oft einzeln auf mäßig trockenen bis feuchten Standorten im Bereich der Zwergstrauchheiden und Borstgrasrasen (Hauptvorkommen), die nur lückenhaft bewachsen sind. In Österreich sind aktuell nur Wuchsorte in der Steiermark (Turracher Höhe, Gurktaler Alpen) und in Nordtirol (inneres Ötztal) bekannt. Im inneren Ötztal wurden Exemplare der einfachen Mondraute erst im Jahr 1989 entdeckt. dieser Standort ist zugleich höchster bekannter Verbreitungsort. Aufgrund ihres kleinen Wuchses ist die Mondraute ehr konkurrenzschwach.

In der alpinen Stufe (Lebensraum Gebirge) fehlt die schützende Baumschicht. Alle Lebewesen sind hier den klimatischen Extremen der Witterung ausgesetzt. Insbesondere die Ausrichtung auf Sonn- oder Schattseite spielt eine Rolle für die vegetationskundliche Besiedelung. Im Bereich der alpinen Stufe dominieren die Zwergstrauchheiden, die u.a. durch die Rostblättrige Alpenrose oder den Zwergwacholder gebildet werden.

Die Mondraute genießt absoluten Schutz. Sie ist über den Anhang II der EU-Schutzrichtlinie Natura 2000 strengstens geschützt und wird auf der österreichischen Roten Liste gefährdeter Pflanzen als „vom Aussterben bedroht“ genannt.

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