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Foto: Herfried Marek

Foto: Ewald Neffe

Foto: Ewald Neffe

Diptam

Foto: Herfried Marek

Diptam (Dictamnus albus) ist eine ausdauernde, krautige Pflanze mit kriechendem, weißlichen Rhizom, die eine Wuchshöhe von 60 bis 100 cm erreicht. Sie blüht im Mai und Juni. Die Blüten sind dunkelgeadert rosa oder lila und haben lange Staubblätter.
Die Laubblätter sind einfach gefiedert mit 3 bis 5 Fiederpaaren und besitzen einen zitronenartigen Duft. Die länglich-eiförmigen Fiedern sind bis 8 cm lang.

Er wächst in den Lichtungen wärmeliebender Trockenwälder und Gebüsche, besonders aber an Waldsäumen im Übergang zu Trockenrasen und schätzt trockene, kalkhaltige und stickstoffarme Böden in halbschattiger Lage.

Die Volksheilkunde sagte dem Diptam harntreibende Wirkung nach. Außerdem wurde er auch gegen Nervenleiden eingesetzt. Die Fruchtschalen reißen bei trockenem Wind auf, rollen sich ein und schleudern die Samen bis zu 5 m weit fort.Zur Reifezeit geben die Drüsen der Fruchtstände so viel ätherisches Öl ab, dass die Pflanze schon von weitem gerochen werden kann. Es entsteht dabei das brennbare Gas Isopren. An windstillen Tagen kann es durch eine Zündquelle unterhalb der Blütenrispe entzündet werden, worauf die Feuerfront schnell die Blütenrispe empor läuft und dann erlischt. Die Pflanze nimmt dabei keinen Schaden. In der Dämmerung kann man bei Windstille und großer Hitze an der Pflanze kleine blaue Flammen sehen.

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