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Schmalblättrige Wollgras, Foto: Naturpark Riedingtal

Hirschbirne, Foto: Ewald Neffe

Schachblume, Foto: F. Kovacs

Echte Johanniskraut, Foto: Ewald Neffe

Rostblättrige Alpenrose, Foto: R. Zideck

Hirschzungenfarn, Foto: H. Marek

Spinnweb-Hauswurz, Foto: H. Marek

Herbstzeitlose, Foto: E. Neffe

Brunnenkresse

Foto: Andreas Kristl

Die Brunnenkresse (Nasturtium officinale) ist eine wintergrüne, ausdauernde, krautige Sumpf- bzw. Wasserpflanze. Die Stengel sind hohl, rund, zwischen 15 und 80 cm lang und liegen im Wasser. Die Laublätter sind klein, grasgrün, unpaarig gefiedert und bestehen meist aus 2 – 4 Fiederpaaren. Die Blütenstände sind vielblütig und locker traubig. Die Blüten sind vierzählig und zwittrig mit gelben Staubbeuteln. Die Kronblätter sind weiß und 3 – 4 mm lang. Nach der Blüte von Mai bis Juli verfärbt sich der Trieb oft lila. Die Früchte sind 8 – 20 mm lange Schoten, die bis zu 60 Samen in zwei Reihen enthalten, und reifen von September bis Oktober.

Die Echte Brunnenkresse kann leicht mit dem Bitteren Schaumkraut, auch Falsche Brunnenkresse, verwechselt werden. Sie wachsen am gleichen Standort und sind beide essbar. Das Bittere Schaumkraut hat mit Mark gefüllte Stängel, die nicht kriechen und die Staubbeutel sind violett. Die Brunnenkresse kam ursprünglich in Europa, Nordafrika und Asien vor; inzwischen ist sie auf der ganzen Welt verbreitet. In Österreich ist sie eher selten und gilt im nördlichen und südöstlichen Alpenvorland sowie im Pannonischen Raum als gefährdet. Sie wächst an fließenden, nährstoffreichen Gewässern in sonniger bis halbschattiger Lage.

Der Name der Pflanze leitet sich vom althochdeutschen Wort „cresso“ ab, was „scharf“ bedeutet und auf den scharfen Geschmack hinweist. Brunnenkresse ist eine alte Heilpflanze, die appetitanregend, stoffwechselfördernd und harn- bzw. wehentreibend wirkt. Sie ist Vitamin C haltig und als Wintergemüse sehr beliebt. Nach der Blüte im Mai soll sie nicht mehr geerntet werden. Um dem Bedarf gerecht zu werden, wird die Brunnenkresse auch kultiviert. Sie benötigt dabei viel frisches Wasser, um eine Verunreinigung zu verhindern. Angebaut wird in flachen Gräben, Klingen genannt, die mit langsam fließendem Wasser gefüllt sind.

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