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Blauflügel-Prachtlibelle, Foto: Andreas Kristl

Foto: Franz Kovacs

Honigbiene, Foto: Ewald Neffe

Wildschwein, Foto: Ewald Neffe

Moorfrosch, Foto. Herfried Marek

Blaue Holzbiene, Foto: Herfried Marek

Fischotter, Foto: Ewald Neffe

Alpenbockkäfer, Foto: Herfried Marek

Bechsteinfledermaus

Foto: Rupert Raab

Die Bechsteinfledermaus (Myotis bechsteinii) ist mittelgroß mit einer Flügelspannweite von 25 bis 30 cm und einem Gewicht von 7 bis 12 g. Sie hat auffällig lange Ohren. Das Rückenfell der erwachsenen Tiere ist rötlich-braun, das der Jungtiere hellgrau. Sie kann bis ca. 20 Jahre alt werden.

Strukturreiche Streuobstwiesen sind typische Jagdgebiete für die Bechsteinfledermaus. Streuobstwiesen stellen durch die Kombination von unterschiedlich alten Obstbäumen und einer extensiv genutzten Wiese einen besonders artenreichen Lebensraum dar. Es finden hier sowohl Bewohner lichter Wälder, als auch der offenen Kulturlandschaft Platz. Das reiche Nahrungsangebot lockt die verschiedensten Tiere in Streuobstwiesen, vor allem Insekten und andere Kleinlebewesen. Diese wiederum dienen vielen Vogelarten aber z.B. auch Fledermäusen als Nahrungsquelle.
Die Bechsteinfledermaus ist sehr standorttreu; die Sommer- und Winterquartiere liegen meist unter 50 Kilometer voneinander entfernt (Kurzstreckenwanderer). Als Sommerquartier werden Baumhöhlen, Stammanrisse und Fledermauskästen als Ersatzquartiere; als Winterquartier unterirdische Hohlräume (Höhlen, Stollen, Keller) sowie möglicherweise auch Baumhöhlen genutzt.

Die meist kleinen Wochenstubenkolonien umfassen ca. 30 Weibchen und ihre Jungtiere, eine Wochenstubenkolonie nutzt mehrere Baumhöhlen als Sommerquartier, ein häufiger Wechsel zwischen verschiedenen Tagesschlafplätzen ist typisch; die Männchen leben den Sommer über alleine oder in kleinen Gruppen. Die Bechsteinfledermaus ist eine in Österreich seltene Fledermausart. Sie ist in der Roten Liste Österreichs als „gefährdet“ eingestuft. In der FFH-Richtlinie ist sie in Anhang II und IV aufgeführt.

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