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Foto: OIKOS/A. Wilfling

Archiv

Unsere Projekte aus den Jahren 2009 – 2014:

Was damals als reines Abstimmungsgremium zwischen Naturschutz- und Tourismusfachleuten gegründet wurde, hat sich inzwischen zu einer umsetzungsstarken steirischen Naturparke- Organisation mit eigenem Projektmanagement entwickelt.

NATURPARKE STEIERMARK ist heute eine Plattform der sieben steirischen Naturparke und ihrer touristischen Partnerorganisationen in den Regionen.

Naturvermittlung für Naturpark-Partner

Wenn Vermieter lustvoll ins Gras beißen …

Innovative Inwertsetzung naturräumlicher Ressourcen im unmittelbaren Betriebsumfeld

Neue Wege in der Partnerschaft zwischen Naturschutz und Tourismus gehen die sieben steirischen Naturparke. In einem LEADER-Kooperationsprojekt werden ausgewählte Nächtigungsbetriebe (Naturpark-PartnerInnen) in Naturparken mit BiologInnen und Natur- und LandschaftsführerInnen zusammenarbeiten, um das Bewusstsein für Biodiversität im direkten Umfeld des Naturpark-Partner-Betriebes zu entwickeln und für die praktische Angebotsentwicklung im Betrieb zu nützen.

Dieses Projekt wurde beim Österreichischen Kulturlandschaftswettbewerb 2013 und beim Innovationspreis LEADER Österreich 2013 ausgezeichnet.

Seit 2008 wurden in der Steiermark in einem Entwicklungsprozess (Projekt „Blühende Gesundheit“) rund 70 Hotels, Pensionen, Urlaub am Bauernhof-Betriebe und Privatzimmer-Vermieter zu Botschaftern der Naturparke und des Natur-Urlaubes in der Steiermark qualifiziert, die sogenannten Naturpark-PartnerInnen. Sie arbeiten in regionalen Netzwerken zusammen; gesunde Lebensräume, gesundes Wohnen, Essen und Bewegen sind zentrale Anliegen. Sie verpflichten sich den Kriterien und werden alle 3 Jahre extern auf ihre Qualität geprüft.

Während der Fokus der Arbeit in den letzten Jahren vor allem im Bereich der Qualitätsentwicklung von Zimmerausstattung, Naturpark-Kenntnissen und Marketing lag, wird in diesem neuen Projekt eine enge Identifikation der Betriebe mit ihrem direkten naturräumlichen Umfeld geschaffen werden: Biodiversität als neues betriebliches Know-How. Hier soll nicht nur die Natur stärker ins Haus geholt werden, sondern vor allem Wissen und Chancen des eigenen naturräumlichen Umfeldes gefördert werden.
Biodiversität bekommt einen Wert, weil sie durch praktische Anleitungen vermarktbar wird (z.B. Produkte von Streuobst- und Naturschutzwiesen, Hecken und Büschen, Wildkräuter und Wildgemüse, Beeren).

Foto: Karl Kreiner

Durch die direkte Arbeit der externen BiologInnen und regional verankerten Natur- und LandschaftsführerInnen am Betrieb verfügen die Nächtigungsbetriebe mit Projektende auch über ein Rüstzeug zur Naturvermittlung, das sie in der Beziehung mit ihren Gästen wertvoll einsetzen können. Die ökologischen und biodiversen landwirtschaftlichen Produkte, Abläufe, Materialien u.a.m. werden bewusst stärker in den Alltag des Vermieters integriert. Ein schriftlicher Ideenkatalog mit Umsetzungsvorschlägen und Marketingtipps sorgt für die längerfristige bzw. modulweise Abrufbarkeit der erarbeiteten Angebots-Inhalte.

Mit diesem Projekt erarbeiten sich die Naturpark-PartnerInnen ein weiteres Alleinstellungsmerkmal und sind mit ihrem hohen Multiplikatorenwert auch aktiver Partner des Naturschutzes.

Foto: OIKOS

Das Projekt wurde im Bewilligungsverfahren von den Förderstellen in 2 Module geteilt. Modul 1 sieht eine Zusammenarbeit mit 40 Naturpark-Partner-Betrieben vor und eine darauf folgende Zwischenevaluierung gemeinsam mit den Förderstellen im Herbst 2012.

Im Modul 2 können maximal 60 weitere Naturpark-Partner-Betriebe teilnehmen.

Organisation und Finanzierung

  • Projektlaufzeit: 2011-2014
  • Projektträger & Gesamtprojektleitung: NATURPARKE STEIERMARK
  • Gesamtprojektkosten (Modul 1 + 2): € 472.772,- Fördersatz 70% (LEADER M421/ELER 323a)
  • Externe fachliche Begleitung: Mag. Alois Wilfling, Institut für Ökologie und angewandte Grundlagenforschung; Andrea Adler-König, adler-marketing

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Edelweiss als wertvolle Kulturpflanze

„Die ewig Schöne. Das Edelweiss kehrt zurück." Die Renaissance des Edelweiss in Österreich

Ausgangsbasis

Dieses Projekt baut auf Teilergebnissen des erfolgreichen transregionalen Leader-Projekts „Blühende Gesundheit“ (2008 – 2013) auf und befasst sich mit der in den alpinen Naturparken der Steiermark nur mehr vereinzelt vorkommenden, geschützten Pflanze Edelweiss. Durch das Instrument der Kulturführung soll gemeinsam mit landwirtschaftlichen Betrieben sowie mit wissenschaftlichen Entwicklungspartnern die Inwertsetzung von Edelweiss durch modellhaften, naturnahen Anbau betrieben werden.

Beteiligte Naturparkregionen: Naturpark Almenland, Naturpark Steirische Eisenwurzen, Naturpark Mürzer Oberland, Naturpark Sölktäler und  Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen.

Projektziele

  • Versuchsanbau von Edelweiss als Kulturpflanze: Standortauswahl, Qualifizierung der Anbaupartner, Aufzucht Pflanzenmaterial (2 Sorten).
  • Wissenschaftliches Monitoring über die Vegetationsphasen hinweg zur Information über optimale Standorte, Sortenauswahl, Erntezeitpunkte, und extrahierbare Inhaltsstoffe für den Kosmetik- und Gesundheitsbereich. Analyse der Inhaltsstoffe, Interpretation möglicher inhaltstofflicher Hautwirkungen, Vergleich mit am Markt befindlichen Edelweissextrakten.
  • Innovation, Diversifizierung & Sicherung von Arbeitsplätzen: Nur ein Teil der landwirtschaftlichen Partner-Betriebe steht heute im Vollerwerb, eine Zweittätigkeit ist die Norm. Das Pilotprojekt kann mittelfristig helfen, durch Diversifizierung im unmittelbaren Betriebsumfeld ein Zusatzeinkommen bzw. neue Arbeitsplätze zu generieren.
  • Dieses Pilotprojekt soll Voraussetzungen zur zukünftigen ökonomisch und ökologisch sinnvollen Kulturführung der Edelweiss in den steirischen Naturparken schaffen!
  • Wissensaustausch: Durch die Beiziehung von externen ExpertInnen werden nicht nur die beteiligten landwirtschaftlichen Betriebe, sondern auch die Naturpark-Managements bzw. die Gruppe der NaturvermittlerInnen sensibilisiert (Einsatz von Naturvermittlung). Die Naturparke streben zum Thema „Kulturführung Edelweiss“ die Kompetenzführerschaft in Österreich an.

Organisation und Finanzierung

  • Projektpartner: Joanneum Research Graz, Universität Innsbruck, Kräuterhof Zemanek Fischbach, siin-life Cosmetics Graz
  • Projektlaufzeit (Pilotphase): September 2013 – September 2014
  • Projektträger: NATURPARKE STEIERMARK
  • Projektkosten: € 153.500.- (Fördersatz 70%)

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Blühende Gesundheit

Die sieben Naturparkregionen der Steiermark sind intakte, über Jahrhunderte gewachsene Kulturlandschaften, die das Ergebnis eines verantwortungsvollen Umganges mit den Schätzen der Natur zeigen. Eine langfristige Entwicklungsstrategie baut auf einem gleichrangigen Miteinander der vier Funktionssäulen „Schutz“, „Erholung“, „Bildung“ und „Regionalentwicklung“ auf.
Im Vergleich der Aufgaben und Ziele der steirischen Naturparke mit der Definition der WHO von „Gesundheit“ sind die Naturparke prädestiniert für die Entwicklung und Positionierung als gesunde Regionen.

In den Naturparken steht die Natur als Lebensquelle in ihrer gesamten Wahrnehmbarkeit und mit ihren heilenden Wirkstoffen und Kräften im Zusammenwirken mit dem Menschen im Zentrum.

Atelier der Xundheit (Foto: Gabriele Reiter)

Projektziele

Die 7 steirischen Naturparke positionierten sich unter dem Leitthema „Blühende Gesundheit“.

Basis war eine wertvolle, intakte Kulturlandschaft mit ihren natürlichen Ressourcen und Wirkstoffen, in der die Menschen über Jahrhunderte altes Wissen und Kompetenz in der Nutzbarmachung und Vermittlung dieses Naturschatzes angereichert haben.

Das Bewusstsein über die Kräfte der Natur und ihren gesundheitlichen Nutzen ist selbstverständlicher Bestandteil im Leben der einheimischen Bevölkerung und Gäste und wurde durch Fachleute vor Ort (Ärzte, Apotheker, Wissenschaftler, Therapeuten; Naturschutz- und Regionalentwicklungs-Fachleute, Pädagogen …) kompetent unterstützt.

Die sieben steirischen Naturparke bauten bei diesem Projekt auf ihre regionalen und individuellen Themenschwerpunkte (Wasser, Wald, Geologie, Kräuter, Alm, Zeit, Slow Food, Wein…) auf.

Konkrete Maßnahmen

Erhebung der „gesunden Ressourcen“ und Katalogerstellung; Interdisziplinäre Expertenklausuren/Themenplattformen mit Regionalentwicklern, Naturschutz-Experten, Wissenschaftlern, Naturvermittlern, Ärzten, Therapeuten, Vertretern der Landwirtschaft; Entwicklung von Naturpark-Partnerbetrieben (Qualifizierungsmaßnahmen); Entwicklung neuer Formen der Naturvermittlung; Themen-Präsentationen im Zentrum von Graz; Einführung von Naturpark-Schulen; Erstellung eines Programms für Schulprojekttage und Landschulwochen in Naturparken; Medienarbeit und Medienmonitoring; Einrichtung eines steirischen Naturpark-Projektmanagement

Organisation und Finanzierung

  • Projektlaufzeit: 2009 -2013
  • Projektträger & Gesamtprojektleitung: NATURPARKE STEIERMARK
  • Projektkosten: € 770.000.- Fördersatz 70% (LEADER M421)


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Auszeichnungen

Gleich zwei Auszeichnungen erhielten die sieben steirischen Naturparke 2013: Sie konnten sich damit innerhalb 179 Projekteinreichungen aus Österreich durchsetzen.

Auszeichnungen im Jahr 2013

Den „Österreichischen Kulturlandschaftspreis“ erhielten nur fünf Projekte aus unterschiedlichen Bundesländern. Die steirischen Naturparke, die heuer ihr 30 Jahre-Jubiläum feiern, erhielten diese Auszeichnung für das Projekt "Wenn Vermieter & Gäste lustvoll ins Gras beißen ..." (Naturvermittlung für Naturpark-Partner). Das Projekt läuft bis Ende 2014 und wird vom Biologen Alois Wifling, OIKOS und der Marketing- Expertin Andrea Adler-König fachlich begleitet.

Die „Anerkennung Leader-Innovationspreis“ ging ebenfalls an die steirischen Naturparke. Hier wurde in der Laudatio die beispielhafte Zusammenarbeit zwischen Naturschutz und Tourismus sowie die starke Einbindung von Bevölkerungsgruppen in Wertschöpfungskreisläufe besonders herausgestrichen.

Beide Preise wurden von „Netzwerk Land“ bei der heurigen Jahrestagung vom 12. bis 13. November 2013 in Fieberbrunn/Tirol verliehen.

GF Mag. Michael Proschek-Hauptmann, Umweltdachverband; Mag. Max Möslinger; Mag. Verena Denk; Mag. Alois Wilfling, OIKOS; Bernhard Stejskal, Geschäftsführer NATURPARKE STEIERMARK; DI Christian Jochum, Netzwerk Land; Obmann Ernst Gissing, NATURPARKE STEIERMARK (v.l.n.r.)
(Foto: www.foto-heinz.com)
Laudator DI Wolfgang Suske mit Geschäftsführer Bernhard Stejskal, NATURPARKE STEIERMARK bei der Verleihung des Österreichischen Kulturlandschaftspreises 2013
(Foto: www.foto-heinz.com)
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