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Foto: Naturpark Almenland/Bernhard Bergmann

AGRI-COLA - Innovative Bäuerinnen & Bauern in den steirischen Naturparken

Ausgangsbasis

Die landwirtschaftlichen Betriebe sind ein wesentlicher wirtschaftlicher und ökologischer Bestandteil der Naturparke. Ohne sie sind Erhaltung und Entwicklung der charakteristischen Landschaften unmöglich. Bäuerliche Betriebe sind aktuell von den Naturparke-Managements nicht oder nur äußerst schwierig als Gruppe ansprechbar, da ein kontinuierlicher Dialog fehlt.

Begehung, Foto: OIKOS
Begehungen (Fotos: OIKOS)
Begehung Pension Cäcilia, Foto: OIKOS

Projektziele

  • Einrichtung einer Gruppe von land- & forstwirtschaftlichen Betrieben (im Pilotprojekt ca. 25 Betriebe, final 65 Betriebe Steiermark weit), die mittelfristig inhaltlich mit den Naturparken in einer Plattform zusammenarbeiten. Damit verbunden ist das Herausarbeiten der Besonderheiten des „Naturpark-Bauern“ als modellhafter Betrieb hinsichtlich der Integration eines dynamisch-ökologischen Ansatzes (Schutz durch Nutzen).
  • Beantwortung folgender Fragestellungen: „Was brauchen die Bäuerinnen & Bauern vom Naturpark? Wo liegen die Schnittmengen zwischen Naturpark-Interessen und Landwirtschaft und wo gibt es Trennendes?"
  • Suche nach Alternativen zur Abgeltung (Geld für Pflegeleistungen) von Naturschutzleistungen.
  • Erweiterung der Produkt- und Angebotspalette um innovative, bewusst biodiverse Neuerungen.
  • Wie können wir den Begriff „ökologische Nische“ gezielt auf „ökonomische Nische“ übertragen?
  • Bessere Sichtbarmachung der ökologischen Leistungen landwirtschaftlicher Betriebe. Aufzeigen, wo Bäuerinnen & Bauern heute Vordenker sind. Bewusst sollen „kritische Themen“ (z.B. Natura 2000) nicht ausgespart werden.
  • Bewusstseinsbildung hinsichtlich der naturräumlichen Ressourcen und des Potenzials ihrer vielfältigen und innovativen Nutzung inkl. Darstellung der (auch ökonomischen) Vorteile.
  • Aktive Integration der bäuerlichen Betriebe in die Naturvermittlungs-Aktivitäten der Naturparke.
Bub am Bänderzaun (Foto: Almenlandbüro)
Bub am Bänderzaun (Foto: Almenlandbüro)
Michlbauernhof (Foto: OIKOS)
Michlbauernhof (Foto: OIKOS)

Konkrete Maßnahmen in der Pilotphase

„Bäuerin & Bauer im Naturpark"

Nach dem Modell der „Naturpark-GastgeberInnen“ wird eine Partnergruppe „Bäuerin & Bauer im Naturpark“ aufgebaut.

Innovationslabor Bauernhof („on-farm“- Arbeit)

als 3-stufiger Prozess mit 2 Betriebsbesuchen:

  • 1. Betriebsbesuch: Potenzial-Analyse (ExpertInnen-Begehung und Erhebung ökologischer Grundlagen)
  • Externe Bearbeitung (Auswertung, Kreativarbeit, Erarbeitung eines Ideenkataloges)
  • 2. Betriebsbesuch: Präsentation Ideenkatalog und Umsetzungs-Workshop

Kommunikationsdrehscheibe

So sehr die individuelle Arbeit am jeweiligen Einzelbetrieb wichtig ist, so sehr bedarf es aber auch einer Zusammenschau und eines Austausches der bäuerlichen Anliegen mit dem Naturpark in regelmäßigen, begleitenden Workshops.

Abschluss-Workshop

Am 25.März 2015 fand in Niklasdorf der Abschluss-Workshop zum Projekt „AGRI-COLA“ (Pilot-Phase) unter Beteiligung der landwirtschaftlichen Betriebe, Naturpark-Managements, NaturvermittlerInnen, Bezirksbauern-Kammern und der Förderstelle A10 statt. Alle beteiligten 22 AGRI-COLA-Betriebe erhielten eine „Hofkarte“ mit allen Projekteintragungen und einen in Leinen gebundenen Ideenkatalog.

In einer 2. Phase soll in den kommenden drei Jahren das Projekt auf ca. 60 Betriebe erweitert werden.

Organisation und Finanzierung

Projektlaufzeit der Pilotphase: Juni 2013 – April 2015

Projektträger & Gesamtprojektleitung: NATURPARKE STEIERMARK

Projektkosten: € 210.000.- Fördersatz: 70% (LEADER M413-323c)

Externe fachliche Begleitung: Mag. Alois Wilfling, Institut für Ökologie und angewandte Grundlagenforschung

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