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Foto: goodluz/fotolia

Diplomarbeit von Florian Brechelmacher

Öffentlichkeitsarbeit der Naturparke Österreichs mittels Social-Media-Plattformen

Die sozialen Medien helfen dabei, die eigenen Ziele und Werte zu vermitteln. Sie sind ein geeignetes Medium, die eigene Zielgruppe zu erweitern und den eigenen Bekanntheitsgrad zu steigern. Sie eigenen sich somit hervorragend für die österreichischen Naturparke um deren Bekanntheit zu steigern und deren Ziele und Aufgaben einer breiteren Öffentlichkeit näher zu bringen.

Im Fokus sollte dabei die Arbeit mit Facebook und Instagram stehen. Auf diesen Plattformen müssen Geschichten erzählt werden. Geschichten, die tagtäglich im Naturpark entstehen und außerhalb eines Naturparks nicht auf diese Art und Weise entstehen könnten. Diese Geschichten sollten die österreichischen Naturparke gemeinsam erzählen. Soziale Medien sind kein lästiger Trend, der irgendwann sein Ende findet, sondern werden unser gesellschaftliches Zusammenleben auch in den kommenden Jahren und Jahrzehnten bestimmen. Umso wichtiger wird es werden, hier eine gemeinsame Strategie zu finden, wie man auch aus diesen Plattformen das Optimum herausholt.

Meine Untersuchung zeigt folgende Ergebnisse:

  1. Eigener Content: Die Naturparke sollten vermehrt auf eigenen Content setzen, da geteilter Content eine geringere Reichweite erzielt. Eigener Content gibt den Social-Media-Profilen auch mehr Profil und erlaubt es besser, sich als Naturpark zu etablieren.
  2. Weitere Angebote nutzen: Die Social-Media Welt fängt nicht bei Facebook an und hört dort auch gleich wieder auf. Es gibt noch andere Plattformen, die sich einfacher benutzen lassen und teilweise auch effektiver sind. Die Werte der Instagram-Profile der Naturparke Almenland, Karwendel und „UnterWasserReich“-Hochmoor-Schrems, sprechen eine eindeutige Sprache. Viele Interaktionen mit einem geringen Aufwand.
  3. Die volle Palette eines Naturparks präsentieren: Das Vier-Säulen-Modell ist ein ständiger Begleiter in der Arbeit der österreichischen Naturparke. Somit sollte es dieser auch in der Welt der sozialen Medien sein. Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen, dass es bei einigen Naturparken noch Ungleichverteilungen zwischen den Säulen gibt. Oft kam es auch vor, dass eine Säule komplett unterrepräsentiert war gegenüber den anderen Säulen. Wenn man auf den sozialen Medien ein Gesamtbild der Naturpark-Arbeit abgeben möchte, muss man hier ein Gleichgewicht herstellen.

Um dieses Optimum zu erreichen, ergeben sich aus meiner Arbeit folgende Schlussfolgerungen:

  1. Instagram nutzen: Instagram wächst und wird immer populärer. Die Naturparke sollte sich auf dieser Plattform stärker engagieren.
  2. Inhalte aufwerten: Die einzigartigen Landschaften und Lebensräume für Mensch und Tier - die durch die Naturparke geschützt werden und dazu führen, dass sich eine ganze Region entwickeln kann - sind das einzigartige Verkaufsargument von österreichischen Naturparken. Dieses sollte noch stärker zur Geltung kommen.
  3. Gemeinsam auftreten: Die einzelnen Naturparke sollten stärker zeigen, dass sie zusammengehören und einheitliche Ziele und Vorstellungen haben. Eine gemeinsame Guideline des VNÖ könnte hier hilfreich sein.
  4. Geschichten erzählen: Geschichten sind ein wesentlicher Faktor in der Arbeit mit Social-Media. Die Naturparke sollten viele dieser Geschichten erzählen, da sich dadurch auch Strategien und Projekte wesentlich leichter erklären lassen und mehr Aufmerksamkeit bekommen. Die österreichischen Naturparke sind einzigartige Regionen in Österreich. Sie bringen diesen Lebensqualität, nachhaltige Entwicklung und Schutz. Täglich entstehen hier verschiedene Geschichten, die erzählt werden wollen. Die sozialen Medien eigenen sich gut dafür. Außerdem wird gezeigt, dass nachhaltiger Schutz unserer Lebensräume kein Hirngespinst ist, sondern von 48 engagierten Regionen bereits umgesetzt wird.

 

Download

Die Diplomarbeit "Öffentlichkeitsarbeit der Naturparke Österreichs mittels Social-Media-Plattformen" von Florian Brechelmacher (2018) wurde an der Universität Wien im Lehramtsstudium "Geographie und Wirtschaftskunde" verfasst und kann hier heruntergeladen werden (PDF-Download: 43,6 MB)

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