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Foto: Franz Kovacs

Foto: A. Vorauer

Foto: Ewald Neffe

Braunkehlchen

Illustration: Prof. Herbert Schliefsteiner, Naturmuseum Neuberg

Der Körper des Braunkehlchens (Saxicola rubetra) ist 12 – 14 cm lang, kurzschwänzig und kompakt. Die Gefieder-Oberseite ist braun-schwarz gemustert, der Bauch weiß gefärbt. Kehle und Brust sind orange-gelb. Das Männchen besitzt einen schwarz-braunen Kopf mit weißem Überaugen- und weißem Kinnstreif. Das Weibchen ist allge-mein heller gefärbt, der Überaugenstreif ist beige-weiß.

Das Braunkehlchen ist ein Bodenbrüter, das Nest wird gut getarnt unter Grasbüscheln gebaut. Brutzeit ist von Mai bis August, das Weibchen legt 4 – 7 blaugrüne Eier, die 12 – 15 Tage bebrütet werden.

Seine Nahrung besteht vorwiegend aus Insekten und deren Larven. Es frisst auch Würmer, Schnecken, Spinnen und Beeren.

Das Braunkehlchen ist ein Charaktervogel für insektenreiche Wiesen mit maximal zwei Mahden pro Jahr. Es besiedelt vor allem ausgedehnte, feuchte Wiesen- und Weidegebiete, Brachflächen und Niedermoore mit herausragenden Sitzwarten wie Stauden, Pflöcken oder Zäunen. Er kommt von Westeuropa bis Zentralasien vor. Man kann es in Österreich in allen Bundesländern antreffen und es brütet meist zwischen 600 und 1000 m Seehöhe.  

Die Trockenlegung von Feuchtwiesen und Niedermooren, Flurbereinigung, Überweidung und Düngung sind häufige Gefährdungsursachen. Durch zu frühe Mahdtermine werden viele Bruten zerstört.


Diese Beschreibung wurde uns dankenswerterweise vom Verein Naturparke Steiermark zur Verfügung gestellt, der sich stark für den Schutz der Biodiversität einsetzt. Expert*innen aus dem Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen haben sie verfasst.

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