Zum Inhalt springen

AA AA AA

dmitriydanilov62 – stock.adobe.com

Pexels/Pixabay

Anja H/Pixabay

2021 ist das Jahr der Baukünstler

2021 hat der Aktionstag für die Biodiversität am 20. Mai stattgefunden, dieses Mal unter dem Motto „Landschaften voller Baukünstler“. 

2021 widmete sich der Aktionstag wiederholt den Insekten. Ob graben, zimmern, kleben, spinnen, zerteilen und zusammensetzen – Insekten und Co. sind Meister unterschiedlicher Handwerkskünste. Unter dem Motto „Landschaften voller Baukünstler“ haben sich Kinder und Jugendliche an über 80 Naturpark-Schulen und -Kindergärten bei Lehrausgängen, Projekten oder im Unterricht mit den sechsbeinigen Baukünstlern befasst. Es ist beeindruckend, was alles unternommen wurde und entstanden ist – großen Dank an alle Beteiligten für die tollen Beiträge zum Aktionstag und unserer Mitmach-Aktion!

Die Aktionen in den Bundesländern

Burgenland

Naturpark Geschriebenstein-Írottkő

VS Unterkohlstätten

Zu Beginn haben die Schüler*innen der einklassigen Volksschule erarbeitet, was Insekten sind, woran man sie erkennt, welche Gemeinsamkeiten sie haben und wo sie leben. 
Im Zuge des Projekts erkannten die Kinder, dass uns Insekten nicht nur mit ihrer Farbenpracht erfreuen, sondern dass sie auch wichtige Nützlinge, Bestäuber und Bodenbildner sind, die mit ihren Beinen, Mundwerkzeugen und Spinnfäden kunstvolle Bauten als Wohnung für ihren Nachwuchs und für die Nahrungsbeschaffung herstellen. Anschließend wurde auf die Honigbiene genauer eingegangen. Mit Sachtexten, Videos, Recherchen im Internet und einem Lehrausgang zu den bereits von den vor drei Jahren erbauten Insektenhotels, fertigten die Schülerinnen und Schüler eine Collage zur Biene an.

Foto: Sylvia Friedl
Foto: Sylvia Friedl

VS Holzschlag

Schüler*innen der VS Holzschlag erforschten am Aktionstag den Lebensraum Wiese. Zu Beginn gab es eine kleine Einführung in das Thema Insekten und ihren Lebensraum Wiese. Die Kinder erfuhren wie man ein Insekt erkennt und lernten die Bestimmungsmerkmale der verschiedenen Arten wie Schmetterlinge, Käfer, Wanzen, Hautflügler usw. Im Zuge dieses Projektes erfuhren die Schüler*innen, dass Insekten wichtige Nützlinge, Bestäuber und richtige Baukünstler sind. Denn für ihren Nachwuchs bauen die kleinen Insekten mit ihren Mundwerkzeugen und Beinen richtige Kunstwerke, wie die Waben von Hornissen oder Bienen.

Um den Wildbienen zu helfen, wurde vom Verein „Unser Dorf“ ein gesponsertes Insektenhotel übergeben und die richtige Befüllung erklärt. Danach durften die Kinder dann im Schulgarten auf die Suche nach Insekten gehen. Mit Becherlupen ausgestattet flitzten sie durch den Garten mit einer kurz gemähten Wiese und fingen alles ein, was ihnen unterkam. Um den Unterschied der Insektenvielfalt in einer kurz gemähten und einer hochgewachsenen Wiese zu zeigen, wurde dann zum Ortsende spaziert und eine wundschöne Wiese mit vielen Blumen erkundet. Auch dort durften die Kinder auf Insektenjagd gehen. Sie staunten nicht schlecht, wie schnell und wie viele verschiedene Insekten sie finden konnten. Von Käfern, Wildbienen, Hummeln, Spinnen wurde alles begutachtet und den Feldgrillen beim Zirpen zugehört.

Foto: Helga Puhr
Foto: Helga Puhr

MS Lockenhaus

Auch dieses Jahr hat die MS Lockenhaus voller Eifer und Freude den österreichweiten Aktionstag am 20. Mai gefeiert. Für die erste Klasse war das Thema „Landschaften voller Baukünstler“ noch relativ neu und daher lernten sie zuerst verschiedene Insekten und Spinnentiere sowie deren Bauwerke kennen. Besonderes Interesse hatten die Schüler*innen an der Spinne und so wurde ein eigenes Spinnennetz aus Wolle auf dem Boden aufgelegt. Auf Eigeninitiative der Kinder kam dann noch eine Spinne aus Wolle dazu.

Die zweite Klasse lernt in diesem Schuljahr Insekten und Baumeister der Natur im Biologieunterricht kennen. Verschiedene Insekten wurden besprochen und als Abschluss hatten die Schüler*innen eine Vielzahl an Möglichkeiten, das Gelernte kreativ zu festigen, wie zum Beispiel in Form eines Minibuchs, eines Plakats, einer Zeichnung, eines Interviews, ...

Die dritte Klasse hat die Baukunst ausgewählter Vögel des Naturparks Geschriebenstein genauer unter die Lupe genommen. Jede*r Schüler*in der Klasse hat sich mit einem Vogel seiner Wahl auseinandergesetzt, dabei stand die Baukunst „Vogelnest“ im Vordergrund. Es wurde recherchiert, Ausschau in der Natur gehalten und die Entdeckungen bildlich dokumentiert. Die „Vogelkunstwerke“ wurden an einer Schautafel präsentiert und können dort noch lange bewundert werden. Zusätzlich hat sich die dritte Klasse mit dem „Spinnennetz“ auseinandergesetzt. Ein Teil der Klasse hat sich mit dem Aufbau des Spinnennetzes näher beschäftigt, während der andere Teil Kurzvideos zum Supermaterial Spinnenseide gestaltete.

Die vierte Klasse widmete sich der „Gesundheitspolizei des Waldes“ – den Ameisen. Es wurde recherchiert, auf Fragen Antworten gefunden, im Wald nach Ameisenstraßen geforscht bzw. das Verhalten dieser besonderen Insekten genauer beobachtet. Schließlich baute eine kleine Gruppe einen Ameisenhügel mit Hilfe von Naturmaterialien, die bei einem kurzen Lehrausgang von den Jugendlichen selbst gesammelt wurden. Das Ergebnis kann sich sehen lassen!

Ab ins Wasser ging es für die Schüler*innen der 1. und 2. Klasse am Aktionstag. Ausgerüstet mit Becherlupen und mit fachmännischer Unterstützung eines Waldpädagogen suchten die Kinder um den Schulteich und im Bach nach Insekten – und wurden auch fündig! Die Schüler*innen erfuhren spielerisch, warum Insekten so wichtig sind. Sie sind Bestäuber, Nützlinge, Nahrungsquelle, Bodenverbesserer und Naturschönheiten. Den Schüler*innen der MS Lockenhaus ist noch 
ein weiterer Grund eingefallen: Insekten sind einfach cool!

Foto: Sophia Nöhre
Foto: Sophia Nöhre
Foto: Nora Horvarth
Foto: Elke Nuschy

Naturpark Landseer Berge

Kindergarten Weingraben

Die Kinder des Kindergartens Weingraben haben aus Papptellern Marienkäfer und Bienen gebastelt. Auch Gänseblümchen wurden gestaltet und mit grüner Farbe eine Wiese auf die Fenster gemalt. So entstand eine wunderschöne Blumenwiese.

Foto: Kindergarten Weingraben
Foto: Kindergarten Weingraben

VS Kaisersdorf und VS Markt St. Martin

Die Volksschule Kaisersdorf beschäftigte sich mehrere Tage mit den Insekten. Da sie bereits ein Insektenhotel gebaut hatte, sollte auch noch den Ohrwürmern eine Freude zu bereitet werden. Die erste und zweite Schulstufe bemalte und befüllte Ohrwürmerglocken, welche dann direkt beim Insektenhotel aufgehängt wurden. Zum Anlocken der Insekten grenzten die Schüler*innen die Insel rund um das Insektenhotel mit einem Zaun ein und setzten eine bunte Blumenwiese an.

Gemeinsam haben die VS Kaisersdorf und die Volksschule Markt St. Martin beim Aktionstag mitgemacht und sich mit den Honigbienen, den Wildbienen, den Hummeln, den Hornissen 
aber auch mit den Pflanzen und den Schwalben beschäftigt. Das Insektenhotel wurde mit den richtigen Materialien befüllt, um den verschiedensten Wildbienen ein Zuhause zu bieten. 
Um die Wichtigkeit der Insekten für uns Menschen darzustellen, pflanzte die VS Kaisersdorf einen kleinen Naschgarten. Nicht nur Insekten sind richtige Baukünstler, sondern auch Schwalben. Die Schülerinnen und Schüler tauchten in das Leben der Mehl- und Rauchschwalben ein und bekamen Tipps und Infos wie man ihnen helfen und sie schützen kann.

Foto: Julia Rupanovits
Foto: Landseer Berge

Naturpark Raab-Őrség-Goričko

Kindergarten Wallendorf

Im Kindergarten Wallendorf wurde mit den Kindern das Thema Insekten erarbeitet. Mit Hilfe von verschiedenen Materialien hatten sie die Möglichkeit, unterschiedliche Insekten zu basteln und herzustellen. Die Kindergartenkinder hatten die Aufgabe, anhand von verschiedenen Arbeitsblättern Insekten und deren Lebensweise und Behausungen zu bestimmen. Auch Mandalas mit Insekten auf der Wiese wurden den Kindern angeboten, welche sie dann individuell anmalen und gestalten durften.

Gemeinsam wurde ein Film über die Wichtigkeit der Insekten angesehen. Insekten die im Film vorkamen, wurden mit den Kindern besprochen. Auch Bilderbücher über Insekten wurden gemeinsam betrachtet und erarbeitet. Mit Keschern und Becherlupen wurde gemeinsam eine gemähte und eine ungemähte Wiese durchforstetet, um Insekten beobachten und bestimmen zu können. Auch der Bau von Erdwespen wurde von den Kindern entdeckt und ausführlich betrachtet und erforscht. 


Foto: Kindergarten Wallendorf
Foto: Kindergarten Wallendorf

VS St. Martin

Die Schüler*innen der Volksschule St. Martin an der Raab erforschten am Aktionstag die Lebensräume Wiese, Wald und Baum, fertigen Zeichnungen an, dokumentierten ihre Entdeckungen und gestalteten mit Naturmaterialien „Insekten“. 

Foto: Claudia Kröpfl-Kögl
Foto: Claudia Kröpfl-Kögl

VS Neuhaus

In der Volksschule Neuhaus am Klausenbach haben die Schüler*innen der 1. und 2. Schulstufe Schmetterlinge nach der Kunstrichtung „Land-Art“ kreiert. Zuvor jedoch beschäftigten sie sich im Sachunterricht mit den heimischen Schmetterlingsarten. Danach begaben sie sich auf die Wiese und beobachteten verschiedene Schmetterlinge. Mit Hilfe des Bestimmungsbuches bestimmten die Kinder, welche flatternden Tiere sie umgaben. Zum Abschluss war Fantasie gefragt. Die Kinder sammelten Materialien aus der Natur und gestalteten ihre eigenen Schmetterlinge. Die fertigen Kunstwerke wurden fotografisch festgehalten. Im Anschluss wurden die gesammelten Blätter und Blüten gepresst. Daraus wurden Lesezeichen gestaltet. Besonders erfreulich war, dass dieses künstlerische Arbeiten in und mit der Natur die Kinder inspirierte, auch zuhause in ihrer Freizeit weitere Land-Art-Kunstwerke zu gestalten.

Schüler*innen der 3. und 4. Schulstufe setzten sich das Ziel, Insekten in der Natur zu entdecken, zu beobachten, zu bestimmen und auf einem Foto festzuhalten. Ausgestattet mit Kamera, Bestimmungsbuch und Becherlupen machten sich die jungen Forscher auf den Weg. Dabei konnten die Kinder viele Erfahrungen, Beobachtungen, Entdeckungen und Erkenntnisse sammeln. Diese Ausflüge wurden bei Schönwetter, aber auch bei Schlechtwetter unternommen. Jedes Mal waren die Kinder erstaunt, mit welchen Beobachtungen sie konfrontiert wurden. Erfreulich war, dass sich die Kinder auch zuhause auf Entdeckungsreise begaben, viele ihnen zuvor unbekannte Insekten beobachteten und ihre Erfahrungen in der Schule mitteilten.

Foto: VS Neuhaus
Foto: VS Neuhaus

MS Neuhaus

Im Zuge des internationalen Tages der Biene organisierte das Lehrer*innen-Team der Mittelschule Neuhaus am Klausenbach einen Aktionstag für die 1. Klasse. Dabei wurde nicht nur Theorie rund um die Biene gepaukt, sondern auch vieles praktisch erlebt, beobachtet und gestaltet. Die Schülerinnen und Schüler setzten sich im Allgemeinen mit dem Aufbau des Bienenstocks, sowie dessen „Bewohnern“ auseinander. Dabei wurden sie von einer Jungimkerin aus der 3. Klasse unterstützt, die ihnen mit einem Vortrag und vielen Fotos, einen Einblick in ihren Imkeralltag gewährte. Weiters richteten sie im Schulgarten mehrere Bienentränken für den Sommer ein. Dafür brachten die Schülerinnen und Schüler alte Suppenteller und verschiedene Materialien wie Zapfen, Steine, Moos, leere Schneckenhäuser, Murmeln und kleine Äste mit. Zur Erinnerung gestalteten die Schülerinnen und Schüler ein Gemeinschaftsbild und schön verzierte Gedichte rund um die Biene. Im Fach Mathematik führten die Schülerinnen und Schüler Berechnungen rund um die Biene und ihre Aufgabe als Baukünstlerin und Honigproduzentin durch. Zur Stärkung gab es in der Pause Honigbrote und Honigstriezel für alle.

Im Rahmen des Unterrichtsfaches Bildnerische Erziehung wurde das Thema „Schmetterlinge“ mit der Technik „Land-Art“ bearbeitet. Die Schülerinnen und Schüler der 1DN und 2EN haben sich mit ihren Lehrer*innen viel Mühe gegeben und wunderschöne Schmetterlinge gestaltet. Dafür wurden Blüten, Blätter und andere Naturmaterialien gesammelt und in Form gebracht. Um den Gedanken der Nachhaltigkeit zu fördern, wurden die Blüten und Blätter anschließend gepresst, getrocknet und foliert und so für lange Zeit haltbar gemacht. Dabei sind besonders schöne Exemplare entstanden, die zum Hingucker im Garten der Schule geworden sind.


Foto: MS Neuhaus
Foto: MS Neuhaus

Naturpark Rosalia-Kogelberg

Kindergarten Rohrbach

Im Kindergarten Rohrbach klebten Kinder im Alter von 3 bis 4 Jahren schwarze Streifen, Punkte und Dreiecke auf ein rotes ovales Papier. So konnten sie erfahren, dass es nicht nur Marienkäfer, sondern auch noch andere rot-schwarze Insekten gibt, wie zum Beispiel die Feuerwanzen. Der Unterschied beider Insekten wurde zuvor auf Bildern angeschaut. Es wurde herausgefunden, dass Felix die Feuerwanze sechs Beine und zwei Fühler hat, fliegen kann und mit ihrem Rüssel Pflanzensaft trinkt. Darüber hinaus haben sich die Kinder mit der Biene und Nützlingen, wie dem Ohrwurm beschäftigt.

Foto: Kindergarten Rohrbach
Foto: Kindergarten Rohrbach

Kindergarten Sieggraben, Kindergarten Draßburg, VS Draßburg, VS Forchtenstein, VS Loipersbach, VS Schattendorf und VS Sieggraben

Auch die Kinder und Pädagog*innen im Naturpark Rosalia-Kogelberg haben sich zum Aktionstag auf vielfältige Art und Weise mit den Baukünstlern beschäftigt! In Draßburg ging es in Schule und Kindergarten um die Biene, aber auch ein Spinnennetz und die Entwicklung des Schmetterlings wurden dargestellt! In Loipersbach wurde die Naturschule RabeRabe besichtigt – in Schattendorf die Werkstatt Natur! In Forchtenstein waren die 3.Klässler im Wald den Baukünstlern auf der Spur und haben das mit tollen Fotos festgehalten. Und die Kinder in Sieggraben haben sich auch durch das schlechte Wetter nicht davon abhalten lassen, sich mit den Krabbeltieren in der Wiese zu beschäftigen und dazu fröhliche Lieder zu singen.

Kärnten

Naturpark Weissensee

Kindergarten Stockenboi, Kindergarten Weissensee, Volksschule Stockenboi, Volksschule Weißensee

Insgesamt 150 Schüler*innen der Naturpark-Schulen Stockenboi & Weißensee sowie Kinder der Naturpark-Kindergärten Stockenboi & Weissensee erforschten an sechs Projekttagen über einen Zeitraum von zwei Wochen die Ameisen in ihrem natürlichen Lebensraum. Dabei gab es folgende zwei Stationen:

1. Station, Ameisen – Feldforschung: Schwerpunkte der Exkursion im Naturpark Weißensee waren die Einblicke in die Entstehung und Organisation eines Waldameisenvolkes, der Körperbau sowie die Unterschiede zwischen Schuppen- und Knotenameisen. Eine Forschungsstation befindet sich bei einem Ameisenhügel der Wiesen-Waldameise (Formica pratensis). Hier kann ein Fragenkatalog von Familien, Wanderern usw. ausgefüllt werden. So kann jeder und jede zur Erforschung der Wiesen-Waldameise beitragen. Damit auch in der Schule und im Kindergarten weiter geforscht werden kann, wurden eigene Formicarien – Schaukästen für Ameisen –  angekauft, welche unter fachlicher Anleitung und Betreuung von einem Ameisenexperten und den Naturpark-Rangern mit geeigneten Ameisen bestückt wurden.

2. Station, Naturpark Insekten – Snacks für Mutige & Kreativstation Ameisen: Beim Naturpark-Ranger gab es zur Verkostung geröstete und karamellisierte Insekten – wie Heuschrecken und Mehlwürmer – als Snacks für besonders waghalsige Jungforscher*innen. Abgerundet wurde das spannende Programm durch die bunte Kreativstation mit dem Körperbau einer Ameise. Im Rahmen dieser konnten sich die Kinder austoben und eine ganze Ameisenkolonie krabbelte projektbezogen mit nach Hause.

Foto: Naturpark Weißensee
Foto: Naturpark Weißensee

Niederösterreich

Naturpark Dobersberg

MS Dobersberg

Die 2. Klasse der Mittelschule Dobersberg hat im Zuge des Biologieunterrichts das Thema Insekten intensiv bearbeitet.

Foto: MS Dobersberg
Foto: MS Dobersberg

Naturpark Jauerling-Wachau

VS Maria Laach

Im Naturpark Jauerling-Wachau fanden zum Aktionstag drei Programme in dessen „Naturwerkstatt“ statt. Die Schüler*innen der Volksschule Maria Laach besuchten das Programm „Wiesenvielfalter“ und lernten spannende Dinge über die Wiese und deren Insekten.

Naturpark Kamptal-Schönberg

VS Schönberg

Die Volksschule Schönberg am Kamp besuchte den Naturpark Jauerling-Wachau, um zwei Programme der „Naturwerkstatt“ zu besuchen. Dabei lernten sie spielerisch wichtige ökologische Zusammenhänge. Die Schüler*innen der 1. und 2. Klasse erforschten die Baukünstler in der Einheit „Das Wunder Wald“, die Kinder 3. und 4. Klasse besuchten das Programm „Wiesenvielfalter“, bei dem sie einiges zu Insekten auf der Wiese erfuhren.

Foto: VS Schönberg
Foto: Naturpark Jauerling-Wachau

Naturpark Leiser Berge

VS Ernstbrunn

Die Volksschule Ernstbrunn hat sich intensiv mit den Baukünstlern Ameisen befasst. Die Schüler*innen haben in Gruppenarbeiten Ameisenbaue erstellt und auch kleine Ameisenbilder. Beim Waldspaziergang konnte ein Ameisenhügel genauer angesehen werden und eine Schülerin hat bei Umgrabungsarbeiten im eigenen Garten den Querschnitt eines Ameisenbaus freigelegt – eine spannende „Naturparkwoche“.

Foto: VS Ernstbrunn
Foto: VS Ernstbrunn

Naturpark Ötscher-Tormäuer

VS Annaberg, VS Gaming, VS Mitterberg, VS Puchenstuben

An den vier Naturpark-Schulen haben sich die Schüler*innen heuer im Unterricht mit Wildbienen, Wespen und im Speziellen mit der Hornisse beschäftigt. Jedes Kind bekam einen Bausatz für eine Wabe und im Unterricht wurden diese individuell aber nach einer Arbeitsanleitung gestaltet. Im Naturparkzentrum Ötscher-Basis wurden diese zu einem Gesamtkunstwerk zusammengefügt und sind als größtes und kreativstes Hornissennest des Naturparks den ganzen Sommer über zu besichtigen. Begleitet wurde das Projekt von einer Unterrichtseinheit zum Thema Hornissen und Wildbienen. Dabei wurde versucht, mit den größten Mythen der Tiere aufzuräumen und die Wichtigkeit dieser Gruppe herausarbeiten.

Foto: Naturpark Ötscher-Tormäuer
Foto: Naturpark Ötscher-Tormäuer

Naturpark Purkersdorf

ASO Purkersdorf, VS Gablitz

Der Naturpark Purkersdorf hat den Aktionstag in Zusammenarbeit mit der Naturpark-Schule ASO Purkersdorf sowie der Naturpark-Partnervolksschule Gablitz und in Kooperation mit dem Verein Dorothea durchgeführt. In beiden Schulen sowie im Verein Dorothea wurden insgesamt sechs Nistkästen für Blaumeisen gebaut und zum Teil auch speziell farblich durch die 2. Klasse der VS Gablitz gestaltet. Gemeinsam ging es am Aktionstag auf die Streuobstwiesen im näheren Umfeld der beiden Schulen, um die Nistkästen aufzuhängen und mehr zum Lebensraum einer Streuobstwiese zu erfahren. Ergänzend war die Naturklasse der Naturpark-Partnervolksschule Gablitz mit waldpädagogischer Begleitung in einem Waldstück nahe der Schule unterwegs, um mehr über das Ökosystem Wald, über die Lebens- und Bauweise einer Ameisenburg und über weitere Baukünstler des Waldes, v.a. am Totholz, zu erfahren.

Foto: Naturpark Purkersdorf/G. Orosel

Naturpark Sparbach

VS Hinterbrühl

Eigentlich war für die Volksschule Hinterbrühl ein Aktionstag zum Thema „Baukünstler in der Natur“ geplant. Da das nicht durchführbar war, wurden die Volksschüler*innen selbst zu 
Baukünstler*innen: Gemeinsam mit dem Naturpark Sparbach und der Gemeinde wurde ein Barfußweg im Schulgarten geschaffen. Viele Materialien lieferte der Naturpark, das stabile Grundgerüst errichteten die Gemeindearbeiter. Danach durften die Kinder ans Werk und jede Klasse füllte ein Feld mit Naturmaterialien.

Foto: Naturpark Sparbach
Foto: Naturpark Sparbach

Oberösterreich

Naturpark Attersee-Traunsee

VS Aurach

Die 2. Klasse der Volksschule Aurach hat sich über mehrere Wochen mit den Lebensräumen 
der Bienen und Schmetterlinge beschäftigt. Nachdem die Schüler*innen viele Tage Steine gesammelt hatten, begannen sie mit ihrem Werk, eine Bienen- und Schmetterlingsspirale anzulegen. Die groben Erdbrocken wurden fein zerkleinert und mit Sand vermischt. Anschließend wurde die Spirale mit den Bachsteinen ausgelegt. Dann wurden Pflanzen verteilt, gesetzt und gut gegossen. In die Zwischenräume kamen noch die Samen verschiedener Wiesen-blumen, die den Bienen und Schmetterlingen Nahrung und Lebensraum bieten. Die Kinder hatten viel Spaß an der teilweise schwierigen Arbeit und haben große Freude an ihrem Werk.

Foto: Monika Zopf
Foto: Monika Zopf

VS Neukirchen

In der Volksschule Neukirchen gab es am Aktionstag neun Stationen, u.a. zu Spinnennetz, Schmetterlingen, Ameisen, Bienen und Wespen. Die Schüler*innen konnten zuvor Forscherfragen formulieren und Notizen in ihrem Forscherheft machen. Alle waren mit Eifer dabei und aufgrund des großen Anklangs wurde im Juni ein Schmetterlingsschwerpunkt gestartet und diese beim Verpuppen und Schlüpfen beobachtet.

Foto: VS Neukirchen
Foto: VS Neukirchen

VS Reindlmühl

Die Volksschule Reindlmühl startete Anfang Mai mit dem fächerübergreifenden Projekt „Schmetterlinge“. Die Kinder beschäftigten sich mit diesem Thema in allen Unterrichtsgegen-ständen. Von der Vorschule bis zur 4. Klasse konnten alle Kinder altersgerecht forschen 
und entdecken. Die Grundstufe 1 beschäftigte sich vorwiegend mit der Metamorphose und 
die Grundstufe 2 erforschte die Artenvielfalt sowie das Vorkommen der Schmetterlinge. 
So entstand ein enormes Paket an Informationen und Anschauungsmaterial. Es wurde eifrig gebastelt, gestaltet, geschnitten, erforscht, gelesen, gezeichnet, gemalt und gesungen. 
Das Highlight des Projektes ist nun eine eigene Schmetterlingsaufzucht. Durch diese Aufzucht können die Schüler*innen die Entwicklung von der Raupe zum Schmetterling hautnah miterleben. Mit großer Freude besuchen die Kinder täglich die Aufzuchtstation.


Foto: Melanie Daxner
Foto: Melanie Daxner

VS Schörfling

Die Klasse 4a hat einen Stationsbetrieb zu Insekten gemacht und den Aktionstag zum Anlass genommen, um ihr Wissen über Insekten zu vertiefen. In Büchern und im Internet recherchierten die Schüler*innen Interessantes über die kleinen Tiere. Dabei erfuhren sie viele erstaunliche Dinge, z. B. dass es Eintagsfliegen schon vor den Dinosauriern gab oder warum Nachtfalter zum Licht fliegen. Am spannendsten war es natürlich, als die Kinder Insekten schließlich selbst betrachten konnten.

Mit der Lupe wurden Bodentiere bestimmt und das Mikroskop genutzt, um tote Fliegen, eine Hummel und Teile eines Hornissennests zu untersuchen. Die Klassen 2a, 3b und 4ab haben noch ein Schmetterlings- und Marienkäfer-Projekt gestartet. Dabei konnten die Schüler*innen die Entwicklung des Distelfalters über 
drei bis fünf Wochen miterleben. Dazu traf zunächst ein Paket voller Raupen im Klassenzimmer ein. In Aufzuchtbechern können die Raupen dann bis zur Verpuppung beobachtet werden. Schließlich siedeln diese in die Voliere um und alle warten gespannt, bis die Schmetterlinge schlüpfen. Auch die Entwicklung von Marienkäfern wird beobachtet. Im Religionsunterricht wurde die im Vorjahr angelegte Schmetterlingswiese teilweise neu umgegraben und neue Samen gesät. Außerdem sammelten die Kinder für Bäume. An einem gut ausgewählten Platz wurde schließlich am Schulgelände ein Apfelbaum gepflanzt – ein bienenfreundlicher, alter einheimischer roter Boskop.

Foto: Viktoria Maringer
Foto: Maria Baumgartinger

VS Steinbach

Die Schüler*innen der 3. und 4. Klasse der Volksschule Steinbach haben an dem Fächer- und Klassen-übergreifenden Projekt zum Thema „Wildbienen und ihr Lebensraum“ gearbeitet. Sie haben Geschichten und Gedichte geschrieben, Blumen und Insekten gebastelt, im Schulgarten eine Wildblumenwiese angelegt und mit einem Nistblock für Mauerbienen eine Wildbienenzucht gestartet. Um eine optische Abgrenzung zu Wiese und Nistblock zu schaffen, haben sie Steine bemalt. Des Weiteren gestalteten sie Infotafeln für den Projektbereich, um die neu angelegte Wildblumenwiese zu schützen. Schließlich wurden Kokons von Wildbienen in den Nistblock gegeben und deren weitere Entwicklung beobachtet.

Foto: Nora Ohlwerter
Foto: Nora Ohlwerter

VS Weyregg

„Was summt denn da?“ hieß es in der 1. und 2. Klasse der Volksschule Weyregg am Attersee. Rund um den Aktionstag und speziell zum Weltbienentag am 20. Mai 2021 führte die Grundstufe 1 der Naturpark-Schule ein fächerübergreifendes Bienenprojekt durch. Im Rahmen des Projektes lernten die Kinder, die ungeheure Bedeutung von Bienen kennen und wie wichtig das Schützen ihres Lebensraums ist. Die Kinder malten, bastelten, gestalteten, forschten und konnten handelnd das Leben der Biene begreifen. Sie entdeckten, welche Bienen in einem Bienenstock leben, wie Bestäubung funktioniert, wie sich die Biene entwickelt, wie der Honig ins Glas kommt und vieles mehr. Aufgrund der Covid-19 Pandemie durften die zwei Schulklassen zwar nicht direkt miteinander arbeiten, eine Ausstellung vor den Klassenzimmern vereinte aber die Arbeit der Kinder in einer etwas anderen Form. Bücher, Lexika und Lernmaterialien wurden am Forschertisch zur Verfügung gestellt und Ergebnisse der Kinder wurden präsentiert. Die Verkostung des eigenen Honigs und der Besuch von einem Imker im Freien rundete das Projekt ab. Für die Kinder war es eine lehrreiche Zeit, verbunden mit der Erkenntnis, dass wir die fleißigen Tiere unbedingt brauchen und schützen müssen.

Foto: VS Weyregg
Foto: VS Weyregg

Salzburg

Naturpark Riedingtal in Zederhaus

Kindergarten Zederhaus

Natur, Gesundheit, Bewegung und auch die „Biene“ zählen im Kindergarten Zederhaus eigentlich das ganze Jahr über zu den Schwerpunkten. So hat sich der Kindergarten rund um den Aktionstag besonders intensiv mit dem Thema Biene auseinandergesetzt. Es sind viele, tolle Mal- und Bastelarbeiten entstanden! Unter anderem wurde ein Imker eingeladen, der den Kindern das Leben der Honigbiene näher brachte. Nach seinem interessanten Vortrag durften die Kinder sogar einen Bienenstock bemalen! Die Kinder waren sehr eifrig und im Nu entstand ein wunderschöner, bunter Bienenstock. Ebenfalls bastelten sie ein Insektenhotel in Form einer Biene, dass sie ganz stolz mit nach Hause nahmen. Außerdem wurde in den Blumenbeeten im Garten „Bienenfutter“ gesät.

Foto: Kindergarten Zederhaus
Foto: Kindergarten Zederhaus

Naturpark Weißbach

VS Weißbach

Die Schüler*innen der Volksschule Weißbach haben sich an ihrem Aktionstag auf die Suche nach Insekten und deren Behausungen gemacht. Sie fanden viele spannende, leuchtende und interessante Tiere. Im Sachunterricht lernten sie viel über deren Behausungen als Schutz, Nahrungsbeschaffung und Aufzucht des Nachwuchses. Am Aktionstag selbst konnten allerdings keine Behausungen aufgespürt werden.

Foto: Naturpark Weißbach
Foto: Naturpark Weißbach

Steiermark

Naturpark Mürzer Oberland

MS Viktor-Kaplan

Im Schulgarten der MS Viktor Kaplan Schule Neuberg wurde eine neue Schulhecke gepflanzt und Schüler*innen der ersten Klasse setzten nach den entsprechenden Grabungsarbeiten 
12 neue Pflanzen, um phänologische Beobachtungen zu machen. Nun kümmern sich die Schüler*innen die nächsten vier Jahre um „ihre“ Hecke, dokumentieren einzelne Wachstumsphasen und notieren allfällige Besonderheiten.


Foto: Irene Polleres
Foto: Irene Polleres

Naturpark Pöllauer Tal

Kindergarten Saifen-Boden

Die Kinder des Kindergartens Saifen-Boden haben sich mit der Schnecke befasst. Sie unternahmen einen Ausgang in den Wald, wo sie Naturmaterialien als Einrichtung für ein Schnecken-Terrarium gesammelt haben. Geschichten, Lieder und Sprüche zum Thema 
Schnecken wurden kennengelernt und gesungen und Schnecken mit Seilen gelegt, gezeichnet, gemalt und gebastelt.

Foto: Naturpark Pöllauer Tal

Kindergarten Schönegg

Im Kindergarten Schönegg hat sich die Gruppe A mit dem Regenwurm befasst. In der Gruppe B wurde die Entwicklung des Frosches und die Bedeutung der Amphibien besprochen, Märchen erzählt und Spiele gespielt.

Foto: Naturpark Pöllauer Tal

Kindergarten Sonnhofen

Im Kindergarten Sonnhofen wurde der Frage nachgegangen, wie die Bienen Honig machen. Zudem wurden Bienen gebastelt, Bienen-Bilder gestaltet und das Märchen „Die Bienenkönigin“ erzählt.

Foto: Naturpark Pöllauer Tal

VS Pöllauberg

Die Schüler*innen der Volksschule Pöllauberg haben sich mit der Baukünstlerin Wespe 
beschäftigt und Wespenkrüge genauer unter die Lupe genommen.

Foto: Naturpark Pöllauer Tal

VS Pöllau-Grazerstraße

Die Schüler*innen der 1a haben sich bei einer Entdeckungsreise im Naturpark mit den Baukünstlern Schwalben, Köcherfliegenlarven, Wespen und Ameisen befasst und Wild-bienenhäuser gebaut. Die Schüler*innen der 1b haben Naturerfahrungen mit Land-Art gemacht und Bilder aus Naturmaterialien gestaltet. Bei den Schüler*innen der 2a und 
2b stand die Biene als Baukünstlerin im Mittelpunkt: Neben dem Kennenlernen von 
Körperteilen und dem Leben im Bienenstock wurden Waben gebastelt, Bienenwachstücher 
hergestellt, ein Bienenlehrpfad besucht und Wildbienen am schuleigenen Insektenhaus beobachtet. Die 3a und 3b hat sich mit den Spinnen als achtbeinige Baukünstler beschäftigt, eine Reportage geschaut, Spinnennetze in der Natur gesucht und aus Papier gebastelt. Schüler*innen der 4a und 4b haben bei einer Wanderung am Klimaschutz-Weg Schiffchen aus Naturmaterialien gebaut und auf dem Wasser treiben gelassen, ähnlich wie es die Eier des Großen Kolbenwasserkäfers tun, den die Kinder im Sachunterricht kennengelernt hatten.

Foto: Naturpark Pöllauer Tal
Foto: VS Pöllau-Grazerstraße

VS Saifen-Boden

An der Volksschule Saifen-Boden haben sich die Schüler*innen der 1. und 2. Schulstufe mit den Baukünstlern Ameisen, und jene der 3. und 4. Stufe mit Spinnen auseinandergesetzt.

VS Schönegg

In der Volksschule Schönegg lernten die Kinder der 1. und 2. Schulstufe viele neue und spannende Dinge über Insekten. Dazu schauten sie sich ein Video an, fanden sich anschließend in Kleingruppen zusammen und suchten ihr „Lieblingsinsekt“ aus, um es dann in einer kurzen Präsentation ihren Mitschüler*innen vorzustellen. Danach verfasste jedes Kind noch einen Steckbrief über ein Insekt. Als kreativer Abschluss wurde eine Wiese mit vielen verschiedenen Insekten gestaltet und darüber gesprochen, wie die Insekten geschützt werden können.

Foto: VS Schönegg

VS Sonnhofen

In der Volksschule Sonnhofen haben sich alle vier Schulstufen den Insekten gewidmet. Die 1. und 2. Schulstufe hat sich u.a. mit dem Lebensraum Obstbaum und dem Buch „The very hungry caterpillar“ befasst. Es wurden Insektenbehausungen in der Schulumgebung gesucht und fotografiert und mit den Fotos eine Plakatwand gestaltet. Des Weiteren wurden Spinnennetze gezeichnet und Steckbriefe zu Spinnen und Ameisen erstellt. Die 3. und 4. Stufe hat Merkmale verschiedener Insektenarten kennengelernt und diesen exemplarisch ein Insekt zugeordnet. Die Schüler*innen haben eine Kletterfigur zu ihrem Lieblingsinsekt gebastelt und ebenfalls eine Ausstellung gemacht. Zudem konnten alle Schulstufen bei einer Bacherkundung Köcherfliegenlarven kennenlernen.

Foto: VS Sonnhofen
Foto: VS Sonnhofen

MS Pöllau

An der Mittelschule Pöllau ging es vor allem um die Baukünstler Biene und Vogel: Die 1a hat dem Vortrag eines Imkers zur Biene gelauscht, die 1b machte ornithologische Beobachtungen im Schlosspark. Die 2a hat sich in mehreren Fächern mit der Bienenwabe befasst, die 2b hat Bienenwachstücher hergestellt. Die 3a hat im technischen Werkunterricht ein Insektenhotel gebaut, 3b und 3c sind den Vögel als Baukünstler nachgegangen und haben Vogelnest-Collagen erstellt.

Foto: Naturpark Pöllauer Tal
Foto: Naturpark Pöllauer Tal

Naturpark Steirische Eisenwurzen

Kindergarten Wildalpen

Am Aktionstag regente es und statt nach draußen zu gehen, brachte ein Biologe den den Kindern die Vögel drinnen näher. Er erarbeite mit ihnen, welche biologischen Besonderheiten dazu beitragen, dass sie fliegen können, in welchen Lebensräumen sie sich aufhalten und welche „Speisekarten“ sie bevorzugen. Im Anschluss malten die Kinder Bilder von Vögeln aus. Als der Regen nachließ gingen alle mit Becherlupen ins Freie. Dort fanden die Kinder eine Rötelmaus in ihrem Baumstumpfhaus, viele Nacktschnecken, Regenwürmer und eine Maikäferlarve. Die Kinder und Betreuer*innen erfuhren, dass die Rötelmaus den Hunter Virus überträgt, dass Regenwürmer nicht aus Spaß am Regen aus ihren Gängen herauskommen und dass die meisten Nacktschnecken Spanische Wegschnecken sind. 


Foto: Kindergarten Wildalpen
Foto: Kindergarten Wildalpen

VS St. Gallen

Schüler*innen der Volksschule St. Gallen haben sich mit den Käfern beschäftigt. Sie haben welche gebastelt und an der sogenannten grünen Wand im Schulgebäude eine Käferwand gestaltet.

VS Altenmarkt

Schüler*innen der Volksschule Altenmarkt besuchten einen Imker, um etwas über die Bienen zu erfahren. Sie konnten sogar die Königin sehen und markieren.

VS Gams

Am Aktionstag gab es in der Volksschule Gams vier Stationen: Samenbomben für mehr Vielfalt in der Blumenwiese, Befüllen von Nisthilfen für Insekten, Anlegen eines Lesestein- und Totoholzhaufens für Insekten und Reptilien, sowie Insektengeschichten. Die Schüler*innen waren mit Begeisterung dabei.

VS Wildalpen

Rund um den Aktionstag bereiteten die Schüler*innen der VS Wildalpen ein ehemaliges Kartoffelfeld vor, damit es in ein Insektenparadies verwandelt werden kann. Es wurde gejätet und ein Teil der Wildpflanzen als Insektenweide belassen. Ebenso wurden Plakate und Schilder gestaltet zur Kennzeichnung des neu „gestalteten“ Insektenparadieses.

MS Weißenbach

Am Aktionstag bauten und gestalteten die Schüler*innen der Mittelschule Weißbach Nisthilfen für Ohrwürmer. Diese Ohrwurmglocken wurden im Schulgarten auf Bäumen und Sträuchern aufgehängt.

Foto: MS Weißenbach
Foto: MS Weißenbach

Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen

VS Mariahof, VS Mühlen, VS Neumarkt, VS St. Lambrecht, VS St. Marein, MS Neumarkt, MS St. Lambrecht

Mehr als 250 Schüler*innen der Naturpark-Volksschulen Mariahof, Mühlen, Neumarkt, St. Lambrecht und St. Marein sowie die Biologiegruppen der beiden Naturpark-Mittelschulen Neumarkt und St. Lambrecht befassten sich im Rahmen der österreichweiten Aktion an 9 Tagen intensiv mit Insekten als Baukünstler und Bestäuber, deren Lebensraum und der Artenvielfalt in Wald, Hecke und Wiese.

Die Baukunst der Insekten ist schon ein spannendes Thema, wenn man genauer hinschaut! Und genau das taten die Kinder – sie untersuchten Spinnennetze, staunten über die Baukunst der Wespen und freuten sich über Grillen, die sich mit Grashalmen aus ihren Bauten kitzeln ließen! Bei Bienen, Hummeln, Wespen und Schmetterlingen wurde natürlich auch die Bestäubung als wichtiger Teil für die Biodiversität mittels verschiedener Blütenmodelle näher betrachtet und anschließend versucht, Hummeln und Wildbienen genauer zu bestimmen.

Mit den Schüler*innen der Mittelschulen wurde das Thema „Biene und Bestäubung“ behandelt und auch die Bestäubung mit der Hand ausprobiert. So wurde anschaulich, wie viel unsere Bienen und ihre Mitstreiter für uns Menschen und die Biodiversität leisten.

Und natürlich durfte auch die Kreativität nicht zu kurz kommen. Wer hätte sich gedacht, dass man nicht nur mit Farben, sondern auch mit Blüten und Blättern bunte Kunstwerke schaffen kann? Und sollte einmal keine Blumenwiese vorhanden sein, haben die Schüler*innen Samenbomben – „Die Wiese zum Mitnehmen“ – hergestellt und finden sicher einen Platz, den sie bunt gestalten und so ihren Teil zur Biodiversität beitragen möchten.

Foto: Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen
Foto: Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen
Foto: Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen
Foto: Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen

Tirol

Naturpark Karwendel

VS Absam Dorf

Die Schüler*innen der 3. Klassen der Volksschule Absam Dorf haben sich zum Aktionstag mit den Themen „Wasser“, insbesondere den darin lebenden Fliegenlarven, „Wiese“ und dort vorkommenden Insekten sowie mit „Eulen“ beschäftigt.


Foto: S. Vianello
Foto: S. Vianello

VS Eben

Die Schüler*innen der 3. Klassen haben sich nach einem Ausflug zum Unteraubach in Achenkirch näher mit der Köcherfliege beschäftigt und eigenständig Steckbriefe erarbeitet, Bilder gemalt und einen Erlebnisaufsatz erstellt. 

Foto: K. Gruber
Foto: VS Eben

VS Pertisau

An der Volksschule Pertisau haben sich die 1. und 2. Klasse am Aktionstag mit den Baukünstlern unter den Insekten befasst.

VS Scharnitz

An der Volksschule Scharnitz stand die Biene im Mittelpunkt, mit ihr haben sich die Schüler*innen der 3. Klassen auseinandergesetzt.

VS Vomp

Auch an der Volksschule Vomp wurde sich am Aktionstag mit den Insekten befasst: 
In der 1. Klasse gings um die kleine Raupe Nimmersatt. Der Marienkäfer stand in der 2. Klasse im Mittelpunkt und in der 3. Klasse der Maikäfer. Bei den Schüler*innen der 4. Klasse hat es 
sich ganz allgemein um Insekten gedreht, u.a. um Ameisen, Bienen, Hornissen und Libellen.

Foto: VS Vomp
Foto: VS Vomp
Foto: VS Vomp
Foto: VS Vomp

Naturpark Kaunergrat

Kindergarten Wenns alte Volksschule

Dem Kindergarten Wenns alte Volksschule kam bei seinen Vorbereitungen zum Aktionstag zufällig ein riesiges Wespennest zu Hilfe. Anhand des Nestes konnten die Kinder die Baukünste der Wespen studieren. Sie fanden es faszinierend mit welchem Eifer so kleine Tiere so etwas Schönes und Großes bauen können. Die Kinder erhielten das nötige Sachwissen durch Sachbücher, Spiele, Lieder und Naturbeobachtungen. Auch konnten die Kinder in verschiedene

Foto: Kindergarten Wenns alte VS
Foto: Kindergarten Wenns alte VS

VS Kauns

Die Volksschule Kauns hat sich Thema Ameise auseinandergesetzt. Es gab eine Projektwoche, wo u.a. der online-Vortrag eines Ameisenexperten auf dem Programm stand und im Fach Werken die Kinder gemeinsam an einem Formicarium gearbeitet haben. Der Abschluss der Projektwoche war eine Exkursion mit dem Ameisenexperten. Nach einer kurzen Einführung, legten die Kinder Apfelstücke und Käse als Köder für die Ameisen aus. Nun untersuchten sie einen Waldameisen-Haufen und verfolgten die ca. 60 Meter lange Ameisenstraße zu einer nahestehenden Birke. Dort fanden die Ameisen viele Blattläuse. Im Anschluss suchten die Schüler*innen die Köder und dann wurden die verschiedenen Ameisenarten bestimmt.

Foto: VS Kauns
Foto: VS Kauns

Naturpark Zillertaler Alpen

VS Tux

Alle Klassen der Volksschule Tux haben sich sehr intensiv mit dem Thema Insekten beschäftigt: In der 1. Klasse entstanden Zeichnungen von Ameisen, ihren Hügeln und Straßen. Die 2. Klasse malte Blüten mit unterschiedlichen Insekten darauf. In der 3. Klasse wurden Insekten-Spiele gebastelt und die 4. Klasse hat Insekten aus Papiermaché hergestellt und dazu passende Informationsplakate!

Foto: VS Tux
Foto: VS Tux

Die Mitmach-Aktion

Zum Vergrößern auf das Bild klicken.

Neben dem Aktionstag gab es heuer auch die Mitmach-Aktion: Hierfür haben Kinder und Jugendliche an Naturpark-Schulen und -Kindergärten Insekten in allen Formen und Farben gezeichnet, gemalt und gestaltet. Aus über 250 Einsendungen ist unser großes Insektenmosaik entstanden, als gemeinsames Zeichen für die Wichtigkeit dieser kleinen Tiere; es kann auch als Poster heruntergeladen werden (PDF-Download: 9,4 MB).

Das Insektenmosaik entstand mit Beiträgen von Kindern der Naturpark-Kindergärten: LKG 2, Moosbett, Neuberg-Mürz, Rohrbach, St. Nikolai, Tillmitsch, Völkendorf, Zederhaus, Fließ, Weingraben sowie des Horts Mosaik 4.1.4; von Schüler*innen der Naturpark-Volksschulen: Eben am Achensee, Ernstbrunn, Fladnitz, Jois, Neuhaus am Klausenbach, Schörfling, St. Anton-Jessnitz, Tux, Unterkohlstätten und Viktor Kaplan/Neuberg sowie Arbeiten von Schüler*innen der Naturpark-Mittelschulen: Dobersberg, Fließ, Lockenhaus, Neuhaus am Klausenbach, Neumarkt, Pitztal und Viktor Kaplan/Neuberg.

Materialien für SchülerInnen Für Volksschule (Grundstufe II) und Mittelschule

Hornissennest, Foto: Photo 50000 – stock.adobe.com

Insekten sind schon durch ihre Artenzahl, rund 43.000 Arten sind es allein in Österreich, faszinierend. Zusätzlich sind es ihre zum Teil ausgeklügelten Lebensweisen, die uns staunen lassen. Diese sind langzeiterprobt – manche der Artengruppen leben seit über 300 Millionen Jahren fast unverändert auf der Erde.

Als Nützlinge, Bestäuber und Bodenbildner sind Insekten von unschätzbarem Wert. Darüber hinaus spielen sie eine wichtige Rolle in den Nahrungsnetzen, sind echte Schönheiten und erfreuen uns mit ihrer Formen- und Farbenpracht.

Wie Insekten Bauwerke errichten und warum sie das tun, kann hier online oder in unserem Material "Landschaften voller Baukünstler" (PDF-Download: 0,6 MB) nachgelesen werden.

weiterlesen

Beine

Mistkäfer, Foto: Pixabay/Nika Akin

Insekten graben oder zimmern mit ihren Beinen, die oftmals speziell dafür umgebildet sind. Das kannst du zum Beispiel an den Grabbeinen der Maulwurfsgrille sehen und auch bei einigen Käfern, Zikaden und Wanzen, die in Wiesen leben.


Mundwerkzeuge

Orientalische Mauerwespe, Foto: Geza Farkas – stock.adobe.com

Andere Insekten verwenden ihre Mundwerkzeuge, mit denen sie zerkleinern und zusammensetzen können. Die „Tönnchen“ der Mauerwespe, in der gelähmte Spinnen als Larvennahrung eingelagert werden, sind so ein Beispiel. Sie sind oftmals auch in Gebäuden zu finden.


Spinnfäden

Köcherfliegenlarve, Foto: Pixabay/Eva Engvall

Weitere Arten, wie manche Schmetterlingsraupen und Köcherfliegenlarven, erzeugen mit speziellen Organen Spinnfäden und stellen daraus kunstvolle Kokons und Wohnröhren her. Viele Spinnen und auch Spinnmilben können das ebenfalls. Sie sind keine Insekten, sondern Spinnentiere.


Was bauen Insekten und wozu?

Hügelbauende Ameisen, Foto: Pixabay/Hans Braxmeier

Insekten bauen Einrichtungen, die als Wohnung oder zur Aufzucht des Nachwuchses dienen. Manche Bauwerke werden auch für die Nahrungsbeschaffung angelegt.

Einige Insekten kombinieren das alles auch miteinander. Ein bekanntes Beispiel hierfür sind die Bauten von hügelbauenden Ameisen, die übrigens geschützt sind. Auch die Wabennester von Hummeln im Boden, von Wespen und Hornissen in Hohlräumen vonalten Bäumen und nicht zuletzt natürlich die der Honigbienen sind ausgeklügelte Bauwerke.

Wie oben erwähnt betätigen sich Insekten auch für die Nahrungsbeschaffung als Baukünstler. Ein Beispiel hierfür ist derAmeisenlöwe. Er ist die Larve der Ameisenjungfer und ein Fallensteller. In sandigen und trockenen Stellen legt er Fangtrichter an und erbeutet darin kleine Insekten, wie Ameisen oder Raupen. Wer einmal in den Fangtrichter gerät, kommt nicht mehr heraus, weil der lockere Sand an den Trichterwänden immer weiter nach unten rutscht, je mehr das Opfer versucht, zu entkommen.


Fragen

1. Insekten haben keine Hände, mit denen sie anpacken können. Wie errichten sie ihre Bauwerke?

2. Für welche Zwecke stellen Insekten Bauwerke her?


Begriffserklärungen

Nützlinge: Mit Nützlingen sind Lebewesen gemeint, wie Spinnen oder Insekten, die dem Menschen nützen. Sie fressen Insekten, die wir als Schädlinge bezeichnen, wie beispielsweise Läuse, weil sie sich über Blumen und Gemüse hermachen.

Bestäuber: Als Bestäuber werden Insekten benannt, die Blüten besuchen, um an den Nektar heranzukommen. Dabei berühren sie die Staubbeutel, in denen die Pollen stecken. Daraufhin bleiben Pollen an den Insekten hängen und werden bei der nächsten Blüte an der sogenannten Narbe wieder abgestreift. So wird die Blüte bestäubt und kann Früchte und Samen bilden.

Bodenbildner: Als Bodenbildner werden u.a. Insekten bezeichnet, die im Boden leben und durch ihre Lebensweise zur Fruchtbarkeit des Bodens beitragen, so dass Pflanzen dort besser wachsen können. Ameisen zum Beispiel zerlegen tote Tiere und führen so dem Boden wieder Nährstoffe zu, die Pflanzen zum Wachsen brauchen. Durch ihre Gänge lockern sie den Boden auf.

Kokon: Ein Kokon ist ein Gehäuse, das von Tieren mittels eines Sekrets hergestellt wird. Ein Sekret ist eine Flüssigkeit, die die Tiere in speziellen Drüsen/Organen herstellen können und mit der sie verschiedene Aufgaben erfüllen können, wie beispielsweise kleben. So können manche Schmetterlingsarten einen Kokon mittels Seidenfäden herstellen, die sie mit einer Drüse spinnen. In ihm überdauert die Puppe die Zeit bis zum Schlüpfen.

Baukünstler in Haus und Garten

Foto: Pixabay/Stanly8853

Insekten und andere Tiere kennen keine Grundgrenzen und Zäune. Daher dringen sie natürlich auch in den Wohnbereich von Menschen und in ihre Gärten ein. Manche von Ihnen sind echte Baukünstler!

Unser Material zu "Baukünstler in Haus und Garten" kann gleich hier online abgerufen oder heruntergeladen (PDF-Download: 0,5 MB) werden.

weiterlesen

Orientalische Mauerwespen

Foto: Volodymyr – stock.adobe.com

Zu den auffälligsten Bauten von Insekten an Gebäuden gehören die „Tönnchen“ der Orientalischen Mauerwespe, die an regengeschützten Stellen unter Dach, sowohl innen als auch außen am Haus, angelegt werden. Die Tiere sehen durch ihre Größe bedrohlich aus, sind aber vollkommen harmlos.


Ameisenlöwen

Foto: Vilalii Hulai – stock.adobe.com

Gleiches gilt für die Ameisenlöwen, die an sandigen, sonnigen Stellen ihre Fangtrichter anlegen. Unten in der Trichtermitte lauern sie darauf, dass eine Ameise oder ein anderes kleines Insekt die Böschung betritt und mit dem Sand ins Rutschen gerät. Ameisenlöwen sind die Larven der Geflecktflügligen Ameisenjungfer, die ein Fluginsekt ist.

Hier finden sich spannende Infos zu Ameisenlöwen!


Wespen

Foto: Pixabay/Capri23auto

Auch Wespen kommen in Gärten vor. Was viele nicht wissen: Wespen sind echte Baukünstler! Sie bauen kunstvolle Nester aus Papier. Für den Bau ihrer Nester verwenden sie Papier, das sie aus Holz herstellen. Dafür zerkauen die Weibchen die Holzfasern und vermischen den entstandenen Brei mit einem Sekret aus ihren Speicheldrüsen. Die Nester der verschiedenen Arten schauen ganz unterschiedlich aus, denn jede Wespenart verwendet unterschiedliche Holzfasern und auch bei der Vorliebe für den Nistplatz gibt es Unterschiede. Anhand der Färbung und des Ortes des Nestes können die verschiedenen Arten unterschieden werden.

Andere Wespenarten, wie die Lehmwespe, formen ihre Brutzellen aus Lehm. Dazu vermischen sie feuchten Lehm mit ihrem Speichel. In Zweigen, am Mauerwerk oder auch in Nisthilfen kannst du die mit Lehm verschlossenen Einzelnester finden.

Hier gibt's mehr Infos zu den Nestformen verschiedener Wespenarten und über die Lebensweise der Lehmwespe!


Spinnen

Gartenkreuzspinne, Foto: Pixabay/Nenneinszweidrei

Spinnen gehören nicht zu den Insekten, sondern zu den Spinnentieren. Auch sie sind wichtige Kleintiere, die in Gärten leben, und wahre Meisterinnen der Webkünste, wie die Gartenkreuzspinne. Spinnen können problemlos über ihr klebriges Netz laufen, denn sie wissen genau, dass die vom Zentrum ausgehenden Hauptfäden als einzige nicht klebrig sind.

Spinnennetze sind echte Wunderwerke mit präzisem Aufbau in den verschiedensten Formen. Dabei ist die Spinnseide, die die Spinne mit Hilfe ihrer Spinndrüsenproduziert, ein wahrer Superstoff der Natur!Im Vergleich mit Stahl ist sie stabiler als dieser und so elastisch, dass sie um das Dreifache ihrer Länge gedehnt werden kann, ohne zu reißen. Dabei ist Spinnseide auch noch extrem leicht und dünner als menschliches Haar.

Hier gibt's mehr Infos zu Spinnen und zur Spinnenseide!


Fragen

1. Suche dir einen Baukünstler aus, der im Haus und Garten lebt:

  • Wie heißt das Tier?
  • Wo kannst du es meistens finden?
  • Wozu errichtet es sein Bauwerk?

2. Schau dich drinnen oder draußen um:

  • Entdeckst du ein Insektenbauwerk?
  • Wo hast du das Bauwerk gefunden?
  • Was denkst du, wer der Baukünstler ist?
  • Zeichne das Bauwerk oder mache ein Foto.

Begriffserklärungen

Sekret: Sekret ist ein Fachwort für unterschiedliche Körperflüssigkeiten, die von Körperdrüsen produziert und abgesondert werden, wie zum Beispiel Speichel.

Brutzellen: Brutzellen werden von Insekten angelegt, die sich um ihre Brut, also ihre Nachkommen, kümmern. Brutzellen sind kleine Kammern, in denen Nahrungsvorräte angelegt werden, die die Larven zum Heranwachsen brauchen. Normalerweise befindet sich in einer Brutzelle nur eine Larve. Nur bei den Hummeln wachsen in großen Zellen viele Hummeln heran.

Baukünstler auf der Wiese und Streuobstwiese

Foto: Pixabay/Hans Braxmeier

Wiesen sind ein Paradies für Insektenfans! Je mehr Pflanzenarten in einer Wiese wachsen, desto höher ist auch die Artenzahl von Insekten und anderen Kleintieren. Manche sind hervorragende Baukünstler. In einer einzigen blütenreichen Magerwiese können mehrere tausend Arten leben – daher gelingen Beobachtungen von Tierbauten in solchen, nur ein- oder zweimal im Jahr gemähten Wiesen, am ehesten.

Unser Material zu "Baukünstler auf der Wiese und Streuobstwiese" kann gleich hier online abgerufen oder heruntergeladen (PDF-Download: 0,5 MB) werden.

weiterlesen

Feldgrillen

Foto: phototrip cz – stock.adobe.com

Ab Mai entdeckst du in solchen Wiesen mit großer Wahrscheinlichkeit Feldgrillen und ihre Grillenlöcher. Die Tiere graben kleine verzweigte Gänge und sitzen vor den Löchern, um zu zirpen.

Hier gibt's einen interessanten Artikel zur Feldgrille.


Schaumzikaden

Foto: Ralf Geithe – stock.adobe.com

Zur selben Zeit kannst du in vielen Wiesen die Schaumnester von Schaumzikaden sehen – der so genannte Kuckucksspeichel. Das Weibchen legt Eier auf Gräser. Aus denen schlüpfen Larven, die gemeinsam die schützende Schaumhülle erzeugen – das ist ein guter Trick gegen Fressfeinde und gegen Austrocknung.

Hier findet sich Erstaunliches zu Wiesenschaumzikaden.


Spinnennetze

Foto: Pixabay/Albrecht Fietz

In höheren und später gemähten Wiesen faszinieren die Netze von Webspinnen. Perfekt aufeinander abgestimmte Materialien verbunden mit Kunstfertigkeit machen die Netze zum Wohnraum und zur Falle für Fluginsekten.

Hier erfährt man, wie Spinnen ihre Netze bauen.


Wabennester

Foto: pixabay/Gerhard G.

Noch erstaunlicher sind die Wabennester von Wespen, Hornissen, Hummeln und Honigbienen. Die letzten beiden sind ganz wichtige Bestäuber von Wildpflanzen und Nutzpflanzen, ohne die Blütenreichtum und die Ernte von Obst und Gemüse eingeschränkt wären. Besonders wichtig ist dies in Streuobstwiesen, denn Honigbienen und Wildbienen erhöhen stark die Qualität und Menge von erntefähigem Obst.

Schauen wir uns einmal den Baukünstler Honigbiene genauer an: Ein Bienenstock besteht aus sechseckigen Waben, der Baustoff dafür ist Wachs. Die Arbeiterinnen produzieren es mit ihren Wachsdrüsen. Dabei entstehen kleine Wachsplättchen, die die Biene mit den Hinterbeinen nach vorne zum Mund befördert und mit ihrem Speichel durchknetet. Dann wird die Wabe geformt. Um die Waben zu bauen, hängen sich die Bienen zu einer richtigen Baukette zusammen.

Hier gibt's interessante Infos zu Hummeln und über den Bau von Bienen-Waben.


Fragen

1. Suche dir einen Baukünstler aus, der auf der Wiese oder Streuobstwiese lebt:

  • Wie heißt das Tier?
  • Wozu errichtet es sein Bauwerk?
  • Wo kannst du die Bauwerke finden?

2. Bringe mehr zu diesem Baukünstler in Erfahrung, indem du nachforschst. Schreibe auf, was du Interessantes herausgefunden hast.


Begriffserklärungen

Magerwiesen: Magerwiesen wachsen auf Böden, auf denen das Regenwasser schnell versickert und in denen nur wenige Nährstoffe verfügbar sind, die von den Pflanzen aufgenommen werden können. Auf ihnen wachsen seltene Pflanzen, die an diese schwierigen Lebensbedingungen angepasst sind. Auch einige Insektenarten können dort beobachtet werden, die sonst nirgends zu finden sind.

Wildpflanzen: Wildpflanzen sind Pflanzen, die sich ohne menschliche Hilfe angesiedelt haben und ohne Pflege wachsen.

Nutzpflanzen: Nutzpflanzen werden von Menschen angebaut und gepflegt. Sie werden unter anderem als Nahrungsmittel zu Heilzwecken oder als Viehfutter verwendet.

Streuobstwiese: Auf Streuobstwiesen wachsen verstreut viele verschiedene Obstbäume, die unterschiedliches Obst, wie Äpfel, Birnen, Kirschen, Pflaumen oder Walnüsse tragen. Die Wiese kann gleichzeitig auch als Weideland dienen und das Heu als Einstreu für den Stall genutzt werden.

Baukünstler an Bäumen, in Hecken und im Wald

Foto: Pixabay/Pexels

Im Wald leben sehr viele Insektenarten. Die meisten davon brauchen alte Bäume oder Totholz, weil sie sich darin entwickeln, wie der Hirschkäfer, oder weil sie ihre Nahrung darin finden. An sonnigen Waldrändern und an besonntem Totholz sind Bauten und Spuren von Insekten und anderen Kleintieren am leichtesten zu sehen.

Vielleicht gelingt dir die Entdeckung eines Waldmistkäfers oder einer Wildbiene. Mit Sicherheit kannst du im Wald Spechthöhlen entdecken, in deren Nähe du die verschiedensten Nachmieter beobachten kannst, wie Fledermäuse, Siebenschläfer oder Stare. Aber auch Insekten, wie Wildbienen, Hummeln, Wespen, Fliegen und Holzkäfer freuen sich über den fertigen Wohnsitz. Mehr zu Baumhöhlen und ihren Bewohnern findet man hier.

Unser Material zu "Baukünstler an Bäumen, in Hecken und im Wald" kann gleich hier online abgerufen oder heruntergeladen (PDF-Download: 0,5 MB) werden.

weiterlesen

Waldameisen

Foto: Pixabay/Ratfink1973

Häufig kannst du im Wald die Kolonien von hügelbauenden Waldameisen finden, ihre Nester sind sogar gesetzlich geschützt. Ameisen gehören zu den wenigen heimischen Insekten, die Staaten mit Arbeitsteilung bilden und zudem raffinierte Lebensweisen haben.

Ameisen sind hervorragende Baukünstler: Aus Erde und Pflanzenteilen bauen sie in „Teamwork“ riesige Nester, die „Ameisenhügel“, die bis zu zwei Meter hoch sein können, wobei der größte Teil des Nests unterirdisch ist. Eine erstaunliche Leistung, wenn man bedenkt, dass die kleinen Insekten nur rund sechs Millimeter groß sind.

Ein Ameisenbau besteht aus einem ausgeklügelten System mit zahlreichen Kammern und Gängen: von Vorratskammern, Brutkammern, bis hin zu einer Art Heizung mit Klimaanlage! Durch ihren Nestbau sorgen Ameisen für den Abbau von Laub und Holz, lockern damit den Boden auf und fördern die Humusbildung.

Foto: dmitriydanilov62 – stock.adobe.com,

Ameisen bauen nicht nur beeindruckende Wohnbauten – vom Ameisenhügel aus führen auch zahlreiche Ameisenstraßen in die unmittelbare Umgebung. Die Ameisen markieren dabei mit Duftstoffen den Verlauf ihrer Straßen. So weiß jede Ameise, wo sie hinmuss und so funktioniert der Nachschub ins Nest.

Rote Waldameisen tragen als nützliche Helfer zum ökologischen Gleichgewicht im Wald bei: Als gefräßige Räuber verspeisen sie unzählige Insekten, deren Larven und Spinnentiere, darunter auch massenhaft Forstschädlinge. Sie fressen Aas und kranke Tiere und verbreiten den Samen von Pflanzen.

Wer mehr lernen möchte, erfährt hier:


Arbeitsblatt für den Unterricht zum Thema Ameisen

  • Was bedeutet „Nachmieter“ von Spechthöhlen?
  • Welche Tiere können das sein?
  • Welche Bauwerke errichten Waldameisen?
  • Wie machen sie das und welche Materialien verwenden sie?
  • Wie entstehen Ameisenstraßen?
  • Wie tragen Waldameisen zum ökologischen Gleichgewicht bei?

Arbeitsblatt für einen Waldbesuch zum Thema Ameisen

Wenn du im Wald bist, kannst du Folgendes ausprobieren: Suche eine Ameisenstraße und beobachte sie!

  • Wo beginnt die Ameisenstraße?
  • Wo führt sie hin?
  • Gehe sie entlang und zähle deine Schritte bis zum Ziel. Wie viele Schritte ist die Ameisenstraße lang?
  • Du kannst auf die Ameisenstraße ganz vorsichtig ein kleines Hindernis legen und beobachten was passiert. Wie reagieren die Ameisen auf das Hindernis?
  • Was passiert, wenn du einen Leckerbissen für die Ameisen (totes Insekt, Obststück etc.) auf die Straße legst? Wie reagieren die Ameisen?

Begriffserklärungen

Totholz: Totholz ist Holz, das nicht mehr lebt, wie umgefallene Bäume oder abgebrochene Äste. Es ist Nahrung für viele Pilze oder Pflanzen, wie Moose und bietet Tieren Schutz. Ohne Totholz gäbe es viele Insekten und Käfer nicht.

Nachmieter: Ein Nachmieter ist ein Mieter, der in eine freigewordene Mietwohnung einzieht. Auf Tiere übertragen ist ein Nachmieter ein Tier, das selbst keine Behausung gebaut hat, aber einen Bau bewohnt, der ursprünglich von einem anderen Tier angelegt wurde.

Kolonie: Als Kolonie wird eine Gruppe von Lebewesen bezeichnet, die unmittelbar nah beieinander leben. Das Siedlungsgebiet einer Kolonie ist räumlich getrennt von anderen Siedlungsgebieten der gleichen Art.

Staat: In einem Tierstaat leben viele Tiere einer Tierart in einer Gemeinschaft zusammen, in der jedes Lebewesen eine ihm zugedachte Aufgabe erfüllt. Bei den Honigbienen legt zum Beispiel die Bienenkönigin die Eier, die Arbeiterinnen haben verschiedene Aufgaben: unter anderen den Bau der Waben, das Säubern der Zellen oder die Fütterung der Larven. Die Aufgabe der männlichen Drohnen ist, sich mit der Bienenkönigin zu paaren.

Arbeitsteilung: Bei der Arbeitsteilung wird eine Arbeit auf verschiedene Lebewesen aufgeteilt. Dabei übernehmen zwei oder mehr Lebewesen aufeinander abgestimmte Rollen und jedes Tier erfüllt eine festgelegte Aufgabe.

Humusbildung: Lebewesen im Boden, wie Regenwürmer, Kleinstlebewesen und Bakterien zerlegen tote Pflanzen, Tiere oder deren Ausscheidungen in ihre Bestandteile und helfen so, die Nährstoffe verfügbar zu machen. Mit ihrer Hilfe entsteht Humus. Die Humusschicht ist die fruchtbare oberste Bodenschicht, über die Pflanzen mit Nährstoffen versorgt werden.

Ökologisches Gleichgewicht: Ein Ökosystem ist ein Beziehungsgeflecht zwischen einer Lebensgemeinschaft, also von Tier- und Pflanzenarten, und ihrem Lebensraum. Alle stehen in Abhängigkeit und Wechselwirkung zueinander. Ein Ökosytem befindet sich im ökologischen Gleichgewicht, wenn sich sein Zustand ohne von außen kommende Störungen nicht verändert.

Forstschädlinge: Forstschädlinge sind vorwiegend Insekten, deren Larven an oder im Holz von Bäumen leben. Sie ernähren sich von Blättern bzw. Nadeln oder vom Holz der Bäume im Wald, die dadurch absterben können.

Baukünstler an und in Gewässern

Foto: Pixabay/Peter H.

In naturnahen Teichen, möglichst fischfrei, und in natürlichen Bächen leben zahlreiche Insekten, in erster Linie aber wasserbewohnende Larven von Insekten: Beispiele sind Libellen, Eintagsfliegen, Schlammfliegen und Köcherfliegen. Andere leben zeitlebens im Wasser wie Wasserkäfer und Wasserwanzen, zu denen Schwimmwanzen und Rückenschwimmer gehören. Hier erfährt man, welche Tiere am Bach entdeckt werden können.

Unser Material zu "Baukünstler an und in Gewässern" kann gleich hier online abgerufen oder heruntergeladen (PDF-Download: 0,5 MB) werden.

weiterlesen

Köcherfliegen-Larven

Köcherfliegenlarve in ihrer Wohnröhre.
Foto: phototrip cz – stock.adobe.com

Die besten Baukünstler im Wasser sind ohne Zweifel die Larven der Köcherfliegen. Köcherfliegen sind mit den Schmetterlingen verwandt und haben wie diese die Möglichkeit, einen Faden zu erzeugen.

Mit diesem Spinnfaden spinnt die Köcherfliegenlarve auf fast wundersame Weise winzige Steinchen, Holzstückchen oder Pflanzenteile zu einer Wohnröhre, dem Köcher, zusammen. Der Köcher ist ein röhrenförmiges Gebilde, das an einem Ende eine große und am anderen eine kleine Öffnung hat. Meistens ragen nur der Kopf und die Beinchen aus dem Köcher heraus.

Erwachsene Köcherfliege.
Foto: Michael Tieck – stock.adobe.com

Die Köcher dienen den Larven nicht nur als schützendes Gehäuse vor Feinden, sondern sorgen auch dafür, dass die Larven nicht von der Strömung im Bach davongetragen werden. Expert*innen können sogar an der Form des Köchers erkennen, zu welcher Köcherfliegen-Art eine Larve gehört. Sie haben nämlich alle einen ganz charakteristischen Baustil.

Einige Köcherfliegenlarven bauen ein Fangnetz auf, das wie ein Spinnennetz funktioniert: die Larven sitzen in ihrem Köcher und lauern, ob sich ein Beutetier in diese Fangreuse verirrt. Köcherfliegenlarven findest du am besten unter Steinen, in klaren und fließenden Gewässern.

Hier gibt's mehr Infos zu Köcherfliegen.


Fragen

1. Wo genau kannst du Köcherfliegenlarven entdecken?
2. Mit welchen anderen Insekten sind Köcherfliegen verwandt?
3. Wie stellt die Köcherfliegenlarve ihren Köcher her?
4. Wozu benötigt die Larve den Köcher?
5. Wie helfen die Köcher der Larven dabei, verschiedene Köcherfliegen-Arten
voneinander zu unterscheiden?

Unterlagen für LehrerInnen

Ideen und Tipps

Diese Ausgabe der „Ideen und Tipps“  (PDF-Download: 2,6 MB) steckt voller Anregungen für Aktivitäten zum Jahresthema des Aktionstages 2021 „Landschaften voller Baukünstler“. Hier geht‘s zur Online-Version der „Ideen und Tipps“.

Praxismaterialien für Projekte

Die Aktivitäten der folgenden Praxismaterialien sind auch in den „Ideen und Tipps“ 2021 zu finden. Die Unterlagen enthalten ausführliche Anleitungen, Vorlagen und Beobachtungsblätter.

Weitere Praxismaterialien zu Insekten, auch für Homeschooling, finden sich hier

Weitere Informationen und Materialien zu Insekten finden sich hier.


Top