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Foto: Ewald Neffe

Foto: Archiv Naturpark Weißbach

Foto: Ewald Neffe

Unterricht im Freien – so geht’s!

Unterricht im Freien wird zur Corona-Maßnahme. Das Naturpark-Netzwerk bietet Lehrerinnen und Lehrern Unterstützung.

Foto: Fred Lindmoser/Naturpark Ötscher-Tormäuer

Foto: Fred Lindmoser

Mit dem Ende der Sommerferien kehrt für Kinder und Jugendliche der Schulalltag zurück, der ein wichtiges Stück Normalität bringt, aber auch von verschiedenen Corona-Maßnahmen begleitet wird. Bezogen auf die vom Gesundheitsministerium initiierte Corona-Ampel sieht das Konzept des Bildungsministeriums unter anderem vor, dass in den Ampelphasen „Grün“ und „Gelb“ „viele Aktivitäten ins Freie verlagert werden sollen“, also der Unterricht draußen stattfindet, soweit dies „pädagogisch sinnvoll und organisatorisch möglich“ sei.

Was noch für Unterricht im Freien spricht

Für den Unterricht im Freien sprechen, neben der Verringerung eines Infektionsrisikos, einige weitere gute Gründe: ExpertInnen sind sich einig, dass der Aufenthalt in der Natur das Immunsystem stärkt und bei der Stressbewältigung hilft, also positive Effekte für die Gesundheit hat. Darüber hinaus fördert das Draußen unterrichten die Lernmotivation und die Verankerung des Erlernten. Es wirkt auch auf der sozialen Ebene kompetenzbildend und begünstigt den Zusammenhalt der Klassengemeinschaft, was nach dem Homeschooling und in Zeiten von Abstandhalten besonders wichtig ist.

Wie kann das funktionieren und in der Praxis umgesetzt werden?
Hier finden Lehrerinnen und Lehrer Unterstützung


Die soeben veröffentlichte österreichische Ausgabe des Buchs „Draußen unterrichten“ (Herausgeber: Stiftung SILVIVA) bietet erstmals Anleitungen für lehrplanbasierten Unterricht im Freien zu allen Fachbereichen für die 1. bis 8. Schulstufe.

Der VNÖ stellt auf seiner Website vielfältige Materialien zum Download bereit, die Lehrerinnen und Lehrer Hilfestellung geben, das Thema Natur und biologische Vielfalt in den Unterricht zu integrieren bzw. entsprechende Projekte durchzuführen. Ebenso finden sich auch Praxismaterialien für das Homeschooling mit Arbeitsblättern zum Thema Insekten sowie eine Sammlung von Outdoor-Unterrichtseinheiten für die Fächer Mathematik, Deutsch, Biologie, Geografie und Bildnerische Erziehung.

Der Lehrgang „Lernraum Natur“ wurde mit der Auszeichnung „Bildung für nachhaltige Entwicklung – BEST OF AUSTRIA“ prämiert und ist ein umfangreiches und qualitativ hochwertiges Fortbildungsangebot für PädagogInnen und Interessierte zum Lernen in Naturräumen, das auf dem Niveau eines Hochschullehrgangs mit 30 ECTS-Anrechnungspunkten durchgeführt wird. Der Lehrgang wird in Kooperation von der Pädagogische Hochschule Burgenland, der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik und der Österreichischen Naturparke durchgeführt. 

Auch NaturvermittlerInnen können eine Anlaufstelle sein, um Lehrerinnen und Lehrern Einblicke in die Wissensvermittlung im Freien zu gewähren. NaturvermittlerInnen haben eine entsprechende Ausbildung durchlaufen, um andere Menschen, insbesondere an Schulen, auf die Schätze der Natur aufmerksam zu machen. Im Rahmen einer kostenlosen Fortbildungsinitiative konnten sie sich heuer zu geeigneten Vorsichtsmaßnahmen bei Gruppenausgängen weiterbilden und Ihre Angebote auf die Corona-Situation anpassen. Der Zertifikatslehrgang „Natur- und Landschaftsvermittlung“ wird vom LFI Steiermark in Kooperation mit dem VNÖ und der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik durchgeführt. 

Im Projekt „Nachhaltiges Lernen mit der Natur“ des Förderprogramms Erasmus+ tragen die Naturpark-Dachverbände von Luxemburg, Deutschland und Österreich sowie die Pädagogische Hochschule Burgenland ihre Erfahrungen zum Unterricht in der Natur zusammen und erproben entsprechende Aktivitäten. Die Ergebnisse des Projekts fließen in die Weiterentwicklung des Lernens im Freien.

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