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Foto: H. Marek

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Foto: E. Neffe

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Tier des Monats: Der Moorfrosch

Blaue Frösche in Österreich? Gibt es solche wirklich? Ja! Die Männchen des Moorfrosches färben sich zur Paarungszeit für wenige Tage tatsächlich himmelblau. Warum sie das tun, war lange Zeit ungeklärt. Neueste Forschungen liefern Antworten.

Foto: Herfried Marek

Der Moorfrosch ist ein mittelgroßer, hell- bis dunkelbraun gefärbter Frosch mit einem dunklen Streifen hinter den Augen, der ihn als Vertreter der sogenannten „Braunfrösche“ ausweist. Von seinen beiden nächstverwandten Arten, dem Gras- und dem Springfrosch, unterscheidet er sich durch einen hellen, breiten Streifen am Rücken, der in der Regel dunkel gesäumt ist. Außerhalb der Paarungszeit sehen Männchen und Weibchen der Art gleich aus. Der Moorfrosch bewohnt Lebensräume mit einem hohen Grundwasserspiegel wie Augebiete, Bruchwälder oder Hoch- und Niedermoore bis in eine Seehöhe von 1.000 Metern. Wie bei allen heimischen Amphibienarten spielt sich sein Leben in zwei Welten ab: im Wasser und an Land. Im Frühling, wenn der Bärlauch den Boden in den Auwäldern grün einfärbt, wandern Männchen und Weibchen zu ihren Laichgewässern, um sich zu verpaaren und abzulaichen. Zur Anlockung der Weibchen bilden die Männchen Rufgemeinschaften. Die tiefen, leisen Rufe („wuog, wuog, wuog“) sind sowohl tagsüber als auch nachts zu hören. Jedes Weibchen kann zwischen 500 und 3.000 Eier abgeben. Als Anpassung an Moorgewässer, in denen die Art häufig vorkommt, weisen sowohl der Laich als auch die Larven, die allseits bekannten „Kaulquappen“, eine gewisse Toleranz gegenüber erhöhten Säurewerten auf. Außerhalb der Fortpflanzungszeit halten sich Moorfrösche an Land auf. Die Sommerlebensräume befinden sich meist in unmittelbarer Nähe der Laichgewässer. Die Überwinterung erfolgt an Land, in Hohlräumen und Spalten. Infolge der Trockenlegung und Kultivierung von Mooren und anderen Feuchtgebieten ist der Moorfrosch in Österreich gefährdet. Intensive Landwirtschaft und auch Straßenverkehr bedingen eine Verinselung der Populationen. Das hat dazu geführt, dass die Art europaweit streng geschützt ist

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