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Foto: Ewald Neffe

Foto: Archiv Naturpark Weißbach

Foto: Ewald Neffe

Natur kennt keine Grenzen

Die vier Naturparke im bayerisch-tirolerischen Grenzraum präsentieren gemeinsame Zukunftspläne

v. l.: Rolf Eberhardt (Naturpark Nagelfluhkette), Klaus Pukall (Naturpark Ammergauer Alpen), Yvonne Markl (Naturpark Tiroler Lech), Hermann Sonntag (Naturpark Karwendel) | Foto: M. Haidegger

Die vier Naturparke Ammergauer Alpen, Nagelfluhkette, Karwendel und Tiroler Lech präsentierten heute eine gemeinsame naturschutzfachliche Grundlage, die als Basis für eine zukünftig intensivere grenzüberschreitende Zusammenarbeit dienen wird. Das Projekt wurde als sog. Interreg-Kleinprojekt im Rahmen der Euregio Zugspitz-Wetterstein-Karwendel kofinanziert. „Wir freuen uns sehr, dass uns der gemeinsame Blick über den eigenen Tellerrand gelungen ist, und sehen die entstandene Arbeit als tolle fachliche Grundlage für die zukünftige Zusammenarbeit“, erklärt Hermann Sonntag, GF Naturpark Karwendel.

 

Die Ergebnisse im Überblick

Im Vorfeld wurden sämtliche, bereits bestehenden Informationen aus den jeweiligen Naturparks zusammengetragen. Die fachliche Arbeit selbst, welche vom Umweltbüro coopNATURA begleitet wurde, entstand im Rahmen mehrerer Workshops. Die zentrale Fragestellung der Studie war, für welche Arten eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit einen wesentlichen Mehrwert generiert. Besonders gut abgeschnitten haben die Arten der Felslebensräume wie zum Beispiel der Steinadler (Aquila chrysaetos), der Wanderfalke (Falco peregrinus), der Uhu (Bubo bubo), und der Bartgeier (Gypaetus barbatus). Aber auch Besonderheiten wie die Epiphytischen Moose (Tayloria rudolphiana), die Deutsche Tamariske (Myricaria germanica), die Gefleckte Schnarrschrecke (Bryodemella tuberculata), das Moor-Wiesenvögelchen (Coenonympha oedippus) und das Birkhuhn (Tetrao tetrix tetrix), sowie der Alpenbock (Rosalia alpina) erhielten in verschiedenen Kategorien gute Bewertungen.

 

Ausblick

Die vorliegenden Ergebnisse wurde unter den Naturparks bereits vor dem Sommer intensiv diskutiert und es gibt konkrete Überlegungen, ein großes gemeinsames Interregprojekt in der neuen Förderperiode einzureichen, die aus heutiger Sicht 2022 starten wird. „Schwerpunkte des Projekts werden die Lebensräume Fels, Schluchten und ausgewählte Wildflussabschnitte sein. Die konkrete Erarbeitung des Projekts soll im Herbst erfolgen“, erläutert Rolf Eberhardt vom NP Nagelfluhkette.

 

Download Grenzüberschreitende Artenschutzstudie:
www.karwendel.org/artenschutz-grenzenlos/

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