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Foto: Ewald Neffe

Foto: Archiv Naturpark Weißbach

Foto: Ewald Neffe

Eine starke Kooperation für die schönsten Landschaften Österreichs

Der Verband der Naturparke Österreichs und die Österreichischen Bundesforsten engagieren sich für gemeinsame Aufgaben

Blick in die Landschaft des Naturparks Mürzer Oberland. Foto: ÖBf/Schwantzer

Seit geraumer Zeit arbeiten der VNÖ und die Österreichischen Bundesforsten zusammen. Dadurch entstehen Synergien, mit denen gemeinsame Herausforderungen und Ziele effizient gemeistert werden können

Die 47 Naturparke in Österreich sind wertvolle Natur- und Kulturlandschaften. Um diese und ihre biologische Vielfalt zu erhalten, setzen die Naturparke zahlreiche Aktivitäten gemeinsam mit den Österreichischen Bundesforsten (ÖBf) um, die in 16 Naturparken Grundanteile haben. Auch auf Bundesebene arbeiten der Verband der Naturparke Österreichs (VNÖ) und die ÖBf seit über 20 Jahren zusammen.

Die Naturparke engagieren sich dafür, die landschaftliche Einzigartigkeit der Gebiete, die Vielfalt der Lebensräume und den großen Artenreichtum für künftige Generationen zu bewahren. Da es sich großteils um bewohnte Gebiete handelt, deren Flächen vielen GrundbesitzerInnen gehören, kann das nur zusammen mit diesen und der Bevölkerung im Sinne eines kooperativen Naturschutzes gelingen. Dahingehend setzt sich ein großes Netzwerk aus Naturpark-Gemeinden, MitarbeiterInnen der Naturparke, Ranger bzw. Naturpark-FührerInnen, Naturpark-Schulen und -Kindergärten, touristischen und landwirtschaftlichen Partnerbetrieben sowie BürgermeisterInnen dafür ein, wichtige Beiträge zur nachhaltigen Entwicklung dieser Regionen zu leisten. Die ÖBf als größter Grundbesitzer in den Naturparken sind ein sehr wichtiger Partner, wenn auf der Fläche etwas realisiert werden soll.

Im Aufgabengebiet der ÖBf und Naturparke gibt es mehrere Überschneidungspunkte in den Bereichen „Naturschutz“, „nachhaltige Regionalentwicklung“ wie auch „Bildung“, die in den Naturpark-Regionen effizienter gemeinsam gelöst werden können. In dem Zusammenhang gibt es einige gemeinsame Projekte, unter anderem naturschutzfachliche Aktivitäten auf ÖBf-Flächen, wie Pflanzungsaktionen von seltenen Baum- und Straucharten oder Moorrenaturierungen, um wichtige Lebensräume zu erhalten, aber auch Forschungsprojekte stehen auf der Liste der gemeinsamen Agenda.

An diesem Punkt haben der VNÖ und die ÖBf angeknüpft und 2016 einen Forschungsfonds eingerichtet. Dieser unterstützt Forschungsvorhaben, die eine Relevanz für beide Organisationen haben und fördert Diplom- und Masterarbeiten angehender WissenschafterInnen, die sich mit zentralen und aktuellen Themen des Naturraummanagements der ÖBf und der Naturparke beschäftigen. Damit können wenig erforschte und unbekannte Thematiken wissenschaftlich für beide Organisationen aufgearbeitet werden. Im Gegenzug werden die Studierenden mit bis zu 1.000 Euro gefördert und lernen während ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit kompetente Ansprechpersonen in den jeweiligen Regionen kennen, die nützliche Kontakte für ihr weiteres Berufsleben sein können. Zweimal im Jahr, mit Stichtag am 31. Juli und 30. November, können Forschungsvorhaben beim VNÖ eingereicht werden.

Auch in Zukunft – gerade in der zentralen Frage des Klimawandels gibt es für beide Organisationen ähnliche Herausforderungen – sind Konzepte zu entwickeln, die Ziele und Strategien für mehr Nachhaltigkeit enthalten. Diese können am ehesten im Dialog im stetig erweiterten Naturpark-Netzwerk gefunden und realisiert werden. Die Kooperation von VNÖ und ÖBf trägt dazu bei, dass die Naturparke bleiben was sie sind: die schönsten Landschaften Österreichs.

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