Zum Inhalt springen

AA AA AA

Foto: Ewald Neffe

Foto: Archiv Naturpark Weißbach

Foto: Ewald Neffe

Draußen Unterrichten in Kärntens Naturpark-Schulen

Naturparkreferentin LR.in Sara Schaar und Bildungsdirektor Robert Klinglmair starten mit dem Buch „Draußen unterrichten“ eine neue Initiative für mehr Unterricht im Freien. Das Praxisbuch soll PädagogInnen motivieren, das Klassenzimmer das eine oder andere Mal in die Natur zu verlegen. In Kärntens Naturpark-Schulen wird die Wissensvermittlung in der Natur schon seit langem praktiziert. Ein Konzept, das sich gerade in Corona-Zeiten anbietet!

v.l.n.r.: Bildungsdirektor Robert Klinglmair, Naturparkreferentin Landesrätin Sara Schaar, Naturpark Geschäftsführer Robert Heuberger Foto: Naturparke Kärnten

„Unsere Naturpark-Schulen leisten seit Jahren einen wichtigen Beitrag bei der Wissensvermittlung in der Natur. Viele verfügen schon jetzt über zahlreiche Erfahrungen und Kompetenzen, gestalten den Unterricht mit unseren Naturpark RangerInnen regelmäßig im Freien. Und Kärnten ist ja Pionier bei den Naturpark Schulen – die österreichweite Initiative hat den Ursprung in der Volksschule Arnoldstein. Das neue Praxisbuch ,Draußen Unterrichten‘ liefert wertvolle Tipps und soll auch andere Schulen dazu motivieren, auf mehr Unterricht in der freien Natur zu setzen“, so Naturparkreferentin Landesrätin Sara Schaar.

Für den Unterricht im Freien sprechen, neben der Verringerung eines Infektionsrisikos, einige weitere gute Gründe: ExpertInnen sind sich einig, dass der Aufenthalt in der Natur das Immunsystem stärkt und bei der Stressbewältigung hilft, also positive Effekte für die Gesundheit hat. Darüber hinaus fördert das Draußen unterrichten die Lernmotivation und die Verankerung des Erlernten. Es wirkt auch auf der sozialen Ebene kompetenzbildend und begünstigt den Zusammenhalt der Klassengemeinschaft, was in Zeiten der Coronapandemie besonders wichtig ist.

„Eine gelungene Symbiose von Schule und Natur schafft stets einen signifikanten Mehrwert für alle Anspruchsgruppen, allen voran für unsere Schülerinnen und Schüler, und das nicht nur in Zeiten von COVID-19. Auch demonstrieren Naturparkschulen die zunehmend wichtiger werdenden autonomen ökologischen Schwerpunktsetzungen in Lerninhalten und den Nutzen des „Raumes als 3. Pädagogen“. Ergänzend kommt hinzu, dass aufgrund von veränderten Anforderungen und Familienstrukturen aus dem Bildungsraum Schule ein Lebensraum wird. So eignen sich gerade Naturparkschulen besonders gut, um Wissensvermittlung in der Natur und eine genuine Persönlichkeitsentwicklung der heranwachsenden Jugendlichen zu verbinden“, so Bildungsdirektor Robert Klinglmair.

Die vor kurzem veröffentlichte österreichische Ausgabe des Buchs „Draußen unterrichten“ (Herausgeber: Stiftung SILVIVA) bietet erstmals Anleitungen für lehrplanbasierten Unterricht im Freien zu allen Fachbereichen für die 1. bis 8. Schulstufe. Auf den Naturpark-Internetseiten (Dobratsch und Weissensee) finden sich vielfältige Materialien zum Herunterladen, die Lehrerinnen und Lehrer Hilfestellung geben, das Thema Natur und biologische Vielfalt in den Unterricht zu integrieren bzw. entsprechende Projekte durchzuführen.

„Die Naturpark Schule Dobratsch, VS Arnoldstein, hat sich passend zur Initiative von Landesrätin Sara Schaar heuer zum Ziel gesetzt, den Unterricht, wann immer möglich ins Freie zu verlagern. Es werden dafür eigens Parkbänke im Schulhof aufgestellt", so Bürgermeister Erich Kessler.

Top