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Moorfrosch, Foto. Herfried Marek

Wasseramsel, Foto: Tobias Schernhammer

Alpensteinbock, Foto: Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen (Michaela Walch)

Tannenhäher, Foto: Herfried Marek

Gottesanbeterin, Foto: Herfried Marek

Fischotter, Foto: Ewald Neffe

Alpenbockkäfer, Foto: Herfried Marek

Wildschwein, Foto: Ewald Neffe

Landschaften voller Tiere

Besonderheiten aus der Tierwelt

Die 48 Österreichischen Naturparke beheimaten eine Vielzahl interessanter Tierarten. Um Ihnen diese näher zu bringen, stellen wir nun jeden Monat einen besonderen Vertreter der Tierwelt vor - darunter finden sich charateristische ebenso wie außergewöhnliche. So erfahren Sie hier beispielsweise einiges über die Wasseramsel, den Tannenhäher, den Alpensteinbock, den Fischotter, das Wildschwein, die Gottesanbeterin oder den Alpenbockkäfer.

Neben Wissenswertem zu dem jeweiligen Tier, erhalten Sie auch Informationen über dessen Lebensraum und Verhältnis zu bestimmten Pflanzenarten. Denn erst durch die gegenseitigen Abhängigkeiten von Fauna und Flora wird ersichtlich, wie wichtig ein intaktes Ökosystem ist - und wie hoch der Anspruch, diese biologische Vielfalt zu erhalten, sein sollte.

Fotos: E. Neffe & H. Marek

Um diese beeindruckende Vielfalt zu bewahren, führt der VNÖ in enger Zusammenarbeit mit den Österreichischen Naturparken gegenwärtig einige Projekte zum Schutz und Erhalt der Biodiversität durch. Damit wollen auch wir einen bedeutenden Beitrag dazu leisten, diese wunderschönen Natur- und Kulturlandschaften unseres Landes so zu erhalten, wie sie sind - Landschaften voller Leben.

Der Moorfrosch "Naturpark-Tier des Monats" März

Foto: Herfried Marek

Blaue Frösche in Österreich? Gibt es solche wirklich? Ja! Die Männchen des Moorfrosches färben sich zur Paarungszeit für wenige Tage tatsächlich himmelblau. Warum sie das tun, war lange Zeit ungeklärt. Neueste Forschungen liefern Antworten.

Leben in zwei Welten

Foto: Sonja Eder

Der Moorfrosch ist ein mittelgroßer, hell- bis dunkelbraun gefärbter Frosch mit einem dunklen Streifen hinter den Augen, der ihn als Vertreter der sogenannten „Braunfrösche“ ausweist. Von seinen beiden nächstverwandten Arten, dem Gras- und dem Springfrosch, unterscheidet er sich durch einen hellen, breiten Streifen am Rücken, der in der Regel dunkel gesäumt ist. Außerhalb der Paarungszeit sehen Männchen und Weibchen der Art gleich aus. Der Moorfrosch bewohnt Lebensräume mit einem hohen Grundwasserspiegel wie Augebiete, Bruchwälder oder Hoch- und Niedermoore bis in eine Seehöhe von 1.000 Metern. Wie bei allen heimischen Amphibienarten spielt sich sein Leben in zwei Welten ab: im Wasser und an Land. Im Frühling, wenn der Bärlauch den Boden in den Auwäldern grün einfärbt, wandern Männchen und Weibchen zu ihren Laichgewässern, um sich zu verpaaren und abzulaichen. Zur Anlockung der Weibchen bilden die Männchen Rufgemeinschaften. Die tiefen, leisen Rufe („wuog, wuog, wuog“) sind sowohl tagsüber als auch nachts zu hören. Jedes Weibchen kann zwischen 500 und 3.000 Eier abgeben. Als Anpassung an Moorgewässer, in denen die Art häufig vorkommt, weisen sowohl der Laich als auch die Larven, die allseits bekannten „Kaulquappen“, eine gewisse Toleranz gegenüber erhöhten Säurewerten auf. Außerhalb der Fortpflanzungszeit halten sich Moorfrösche an Land auf. Die Sommerlebensräume befinden sich meist in unmittelbarer Nähe der Laichgewässer. Die Überwinterung erfolgt an Land, in Hohlräumen und Spalten. Infolge der Trockenlegung und Kultivierung von Mooren und anderen Feuchtgebieten ist der Moorfrosch in Österreich gefährdet. Intensive Landwirtschaft und auch Straßenverkehr bedingen eine Verinselung der Populationen. Das hat dazu geführt, dass die Art europaweit streng geschützt ist.

Blau für die Liebe

Foto: Tobias Schernhammer

Jedes Jahr im zeitigen Frühjahr findet ein Naturereignis der besonderen Art statt: die Paarung der Moorfrösche. Doch was ist daran so besonders? Als einzige heimische Froschart verfärben sich die Männchen des Moorfrosches in dieser Zeit himmelblau. Eine derartige visuelle Signalgebung ist bei Fröschen fast ausschließlich von tropischen Arten bekannt. Durch die Einlagerung von Lymphflüssigkeit unter die Haut kommt es zu spektralen Veränderungen der Haut und die Moorfrösche werden zu blauen Farbklecksen. Mit dem Blau nutzen die Tiere einen Farbton, der für Frösche besonders gut wahrnehmbar ist. Warum es zu dieser einzigartigen Verfärbung kommt, war lange Zeit unklar. Neueste Forschungen konnten nun zeigen, dass die Männchen nicht wegen der Weibchen „blau anlaufen“, sondern um anderen Männchen gegenüber unmissverständlich ihr Geschlecht zu demonstrieren. Bei den Moorfröschen als sogenannte „Explosivlaicher“ muss es schnell gehen mit der Zeugung des Nachwuchses. Innerhalb weniger Tage drängen sich hunderte, zum Teil sogar tausende Männchen auf engstem Raum um ein Weibchen zu ergattern und sich zu paaren. Da können Fehlverpaarungen unter Männchen wertvolle Zeit kosten und den Fortpflanzungserfolg schmälern. Die auffällige Farbveränderung dient daher nicht – wie so oft im Tierreich – dem Imponieren der Weibchen. Sobald die Weibchen abgelaicht und das Gewässer verlassen haben, nehmen die Männchen wieder ihre unauffällige braune Färbung an.

Die Wasseramsel "Naturpark-Tier des Monats" Februar

Foto: Tobias Schernhammer

Unter allen österreichischen Vögeln, nimmt die Wasseramsel eine besondere Stellung ein. Sie ist der einzige Singvogel, der als echter Wasservogel bezeichnet werden kann. Ein dichtes Federkleid hilft dabei, ist aber nur eine Anpassung von vielen.

H2O macht die Wasseramsel froh

Foto: Ewald Neffe

Über 4.000 Singvogelarten sind weltweit bekannt. Der Lebensraum Wasser wird von den wenigsten Vertretern dieser Vogelgruppe intensiv genutzt. In Österreich stellt die Wasseramsel ein Unikum unter den Singvögeln dar. Nur sie erbeutet praktisch ihre ganze Nahrung tauchend unter Wasser. Dabei ist sie ziemlich heikel. Vegetarische Kost wird verschmäht und nur versehentlich verzehrt. Was sie wirklich will, ist Fleisch, besser gesagt, tierisches Eiweiß. In klaren und sauberen Fließgewässern geht sie auf Jagd nach Wasserinsekten, Würmern und selten kleinsten Fischen. Die Art und Weise, wie sie diese fängt, ist bemerkenswert. Neben der Möglichkeit in stehender Position den Gewässeruntergrund nach Beute abzusuchen, ist die Wasseramsel in der Lage zu tauchen. Die Schwimmbewegungen durch die biegsamen Handschwingen der Flügel erwecken den Eindruck eines Vogelflugs unter Wasser. So ein Tauchgang, kann bis zu 30 Sekunden dauern, ist aber meist schon nach wenigen Sekunden vorbei. Ein einzigartiges Verhalten in der heimischen Vogelwelt. Nicht die einzige Besonderheit: Die meisten Singvögel geben ihren Gesang im Frühjahr zum Besten. Das Lied der Wasseramsel ist vor allem im Winter, von Dezember bis Februar, zu hören. Es ist ein abwechslungsreiches Zwitschern, Murmeln und Pfeifen, welches trotz des Rauschens eines Bachs auch noch in 50 Meter Entfernung zu hören sein kann. Für die Verständigung unter Artgenossen ist der Gesang häufig trotzdem zu leise. Die Wasseramsel weiß sich auch hier zu helfen. Durch auffälliges „Knicksen“, ein Wippen des gesamten Körpers, und Augenblinzeln spricht man untereinander mittels Zeichensprache.

Ein cooler Typ

Fließgewässer - Lebensraum der Wasseramsel, Foto: Ewald Neffe

Klare, saubere Fließgewässer, bevorzugt am Oberlauf der Flüsse, mit rascher Strömung und seichtem Wasser: So sieht das Zuhause der Wasseramsel aus. Bei einem Spaziergang durch eine naturnahe, wasserführende Schlucht mit Linden, Ahorn, Eschen, Hollerbeeren und dem typischen Hirschzungenfarn kann man sie auf Steinen sitzen sehen. Wird sie dabei von einem angreifenden Sperber überrascht, stürzt sie sich kopfüber ins Wasser. Feinde können nicht folgen. Sie ist gerettet. Dieser Lebensraum bietet ihr Sicherheit, Nahrung und Brutraum. Sie verlässt ihn auch im Winter nicht. Während andere Vögel vor der Kälte und dem Schnee in den Süden flüchten, harrt sie so lange aus, bis der Bach gänzlich zugefroren ist. Erst dann muss sie weichen und sucht nach eisfreiem Fließgewässer. Der Winter am Fluss kann sehr streng sein, doch selbst bei minus 40°C taucht sie im Wasser nach Nahrung. Durch ihr dichtes, eingefettetes Gefieder ist sie vor Kälte und Nässe geschützt. Ab dem Spätwinter widmet sich dieser „coole“ Vogel der Fortpflanzung. Hat das Wasseramselmännchen ein passendes Weibchen gefunden, werden fußballgroße Kugelnester aus Moos gebaut oder alte Nester ausgebessert und bezogen. Die Brutplätze finden sich immer nahe am stark strömenden Wasser, oft tief in Höhlungen versteckt. Je feuchter und dunkler, desto besser, könnte man meinen. Dies dient dazu, dass mögliche Nesträuber wenig Chancen auf Erfolg haben. Nach dem Schlüpfen dauert es noch ein gutes Monat bis die Jungen selbständig sind und sich ihre eigene Reviere suchen. Hat es noch in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts besorgniserregend für die Wasseramsel ausgesehen, so ist durch die Verbesserung der Wasserqualität und wasserbauliche Maßnahmen dieser prächtige und einzigartige Vogel an unseren Fließgewässern wieder häufig zu beobachten.

Der Tannenhäher "Naturpark-Tier des Monats" Jänner

Ein Tannenhäher (Nucifraga caryocatactes), Foto: Herfried Marek

Von Singvögeln erwartet man sich einen melodischen Gesang. Umso überraschender ist es, dass der Tannenhäher, mit seinen krächzenden Rufen zu diesen zählt. Seine „wahre Stärke“ liegt woanders: Im Gedächtnissport kann ihm keiner das Wasser reichen.

Wir zeigen, was diesen Vogel so besonders macht und wie andere Tiere und Pflanzen in seinem Lebensraum von dessen Vorkommen profitieren.

Nomen est Omen

Foto: Tobias Schernhammer

Hört man den Ruf des Tannenhähers, dann kann man es kaum glauben. Der Tannenhäher gehört zu den Raben und die wiederum zu den Singvögeln. Der eigentliche Gesang ist unauffällig und selten zu hören. Der Ruf des Tannenhähers ist schon wesentlich bekannter. Als melodiös, wie bei einem Singvogel zu erwarten, kann man ihn wahrlich nicht bezeichnen. Er ist ein zwar lautes, aber heiseres Krächtzen, das vor allem zur Brutzeit weithin zu vernehmen ist. Mit zunehmender Erregung, etwa wenn sich ein Feind annähert, wird dieser Ruf schneller gereiht. Auch andere Tiere des Waldes verstehen diese Signale und werden so vor möglichen Gefahren gewarnt. Dem Ruf verdankt dieser auffällig weiß gesprenkelte Vogel auch einen Teil seines Namens. Die Wurzel des Wortstamms „Häher“ kommt aus dem Althochdeutschen und bedeuten „heiser schreien“ und wer den Ruft kennt, kann das nur bestätigen. Der zweite Teil des Namens bezieht sich auf seinen ureigensten Lebensraum, den Wald. Der Tannenhäher ist eng an das Vorkommen von Nadelbäumen, wie Fichten, Tannen und Zirben gebunden. In tieferen Lagen sind seine Hauptnahrung Haselnüsse, im Gebirgswald, dort wo die Zirbe vorkommt, ernährt er sich fast ausschließlich von deren Nüssen. Die Nadelbäume braucht die Zirbelkrähe, wie der Tannhäher noch genannt wird, auch für den Nestbau. Die Nester, aus mit feuchter Erde verkleisterten Ästen, Gras, Flechten und Moos, werden bereits früh im Jahr hoch im Baum, bevorzugt in Fichten, Zirben oder anderen Kiefern errichtet.

Das Superhirn

Zapfen einer Zirbe, Foto: Herfried Marek

Im Gebirge besiedelt der Tannenhäher neben den eigentlichen Wäldern auch Waldgrenzbereiche und kommt sogar über der Waldgrenze bis zu einer Seehöhe von 2.000 m vor. In einem Lebensraum, wo auch der Steinbock und die Rostblättrige Alpenrose daheim sind, ist der Winter besonders hart. Es herrscht eisige Kälte und in den Hochlagen liegt eine oftmals meterdicke Schneedecke. Diese hält sich nicht selten über sechs Monate oder länger. Sie bedeckt die Vegetation und es ist schwierig Nahrung zu finden. Damit der Tannenhäher auch im Winter genug zu fressen hat, legt er sich Vorratskammern an. Von allen europäischen Vögeln zeigen nur der Tannenhäher und der Eichelhäher dieses Verhalten. Die Anlage von Nahrungsdepots ist unter den Wirbeltieren üblicherweise den Säugern vorbehalten. In bis zu 14.000 Verstecken werden an die 100.000 Zirbensamen und andere Nüsse für den Winter gehortet. Da der Tannenhäher ein wahres Superhirn ist, findet er ungefähr 80 % aller Verstecke, sogar unter einer dicken Schneedecke, wieder. Trotz dieser Fähigkeit, die einem Superhelden würdig ist, bleiben genug Samen über, die sich im nächsten Frühjahr zu jungen Zirbenpflanzen auswachsen können. Dadurch trägt der Tannhäher wesentlich zur Verbreitung und Verjüngung der Zirbenbestände in den Alpen bei. Die Ehrenbezeichnung „Förster der Zirbe“ hat sich der Tannenhäher redlich verdient.

Der Alpensteinbock "Naturpark-Tier des Monats" Dezember

Foto: Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen (Michaela Walch)

Der Alpensteinbock, ein äußerst gewandter Felskletterer, war im Mittelalter als „kletternde Apotheke“ bekannt und heiß begehrt unter Wilderern. Ausgerottet und wiedereingebürgert – eine Leidensgeschichte von Kopf bis Fuß – mit Happy End?

Die kletternde Apotheke

Foto: Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen (Michaela Walch)

Heute ist der Alpensteinbock den meisten Alpenbewohnern ein Begriff, aber an seine Berühmtheit im Mittelalter kommt er nicht mehr heran – Gott sei Dank, denn als Hauptlieferant von Magensteinen, den so genannten Bezoaren, wurde er enorm stark bejagt und in den Ostalpen sogar gänzlich ausgerottet. Im Mittelalter wurden dem Bezoar heilkräftige und magische Wirkungen nachgesagt und als Arznei etwa gegen Pest, Fieber, Epilepsie und Seitenstechen eingesetzt.

Foto: H. Marek

Aber nicht nur die Bezoare erfreuten sich großer Beliebtheit, in den Ostalpenländern wurde bevorzugt das Horn des Alpensteinbocks für die Zubereitung von Arzneien verwendet, in der Schweiz und in Westeuropa wiederum das Blut. Sogar Losung, Fett, Haut, Herz, Hoden usw. wurden verarbeitet und für Heilzwecke verwendet. Die Beschaffenheit seiner Hörner machte den Alpensteinbock nicht nur für medizinische Zwecke höchst beliebt, sondern auch für die Hornschnitzerei. Gegenstände, wie Becher, Dosen, Kelche und Anhänger, ab dem Mittelalter hergestellt für Klerus und Adel, haben die Zeit überdauert und existieren zum Teil heute noch. Bereits im 17. Jahrhundert wurde der Schwund der Alpensteinböcke registriert und man versuchte über drakonische Strafen für Wilderei diesen einzudämmen, leider erfolglos. In den Alpen starb das Tier gänzlich aus.

Erste Einbürgerungsversuche ab dem 18. Jahrhundert vom Appenin (Gebirge in Mittelitalien) aus blieben leider hinter den Erwartungen zurück, zumindest in Österreich. Erst ab 1924 konnten erste neue österreichische Kolonien in Salzburg und der Steiermark begründet werden. Die Einbürgerung wurde weiter ausgedehnt und heute leben wieder rund 4.000 Tiere in Österreich. 

König der Alpen

Lebensräume im Gebirge, Foto: H. Marek

Der europaweit geschützte Alpensteinbock ist ein echter Kletterexperte und bewohnt Höhenbereiche zwischen 1.300 m und  3.000 m Seehöhe. Er ist ein Sonnenliebhaber und mag es gerne warm und trocken. Im Sommer hält er sich gerne auf südexponierten Rasen- und Felshängen auf, wo auch die Spinnweb-Hauswurz zuhause ist. Für sein charakteristisches Fluchtverhalten, die Aufwärtsflucht, benötigt er Felswände, -klüfte oder -schluchten. Auch ein freier Rundblick ist ihm sehr recht.

Kletterpartie im Gebirge, Foto: Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen

An seine Wintereinstände stellt er weit spezifischere Ansprüche. Hier spielen Schneelage, Niederschlagsmenge, Hangneigung, Felsanteil und Bewaldungsgrad eine große Rolle. Sind die optimalen Lebensraumbedingungen nicht gegeben, fällt es ihm schwer, zu überleben. Er meidet besiedeltes und beweidetes Gelände, auf Almen ist er somit so gut wie nie zu bewundern. Hat er ein geeignetes Habitat gefunden, ist der Alpensteinbock ein geselliges Tier, allerdings mit klassischer Rollenverteilung. Die alten Böcke streifen einzeln umher, während die Geißen sich um den Nachwuchs kümmern und in einer Herde von 10-20 Tieren zusammenleben. Die männliche Jugend lebt in Junggesellenherden zusammen, bis für sie die Paarungsreife erreicht ist.

Der König der Alpen ist in ein felsiges Reich zurückgekehrt. Medizinische Wunder erwartet keiner mehr, Bewunderung ist angesagt.

Der Fischotter "Naturpark-Tier des Monats" November

Foto: E. Neffe

Auf den ersten Blick erscheinen Fischotter verspielt und putzig. Wer genauer hinsieht, bemerkt aber schnell, dass diese Nachtschwärmer in vielerlei Hinsicht  bemerkenswert sind: Fischotter sind großartige Schwimmer, die sich verspielt im Wasser wälzen, schlammige Uferböschungen hinab rutschen und pfeifen. Der Aufbau ihres Felles mit über 50.000 Haaren pro cm² lässt uns staunen, aber das ist noch lange nicht alles!

Apnoe-Taucher und Nachtschwärmer

Fischotterpärchen im Naturpark Hochmoor Schrems, Foto: S. Eder

Fischotter gehören, wie der Dachs, das Wiesel oder der Iltis, zur Familie der Marder – mit dem kleinen Unterschied, dass der Fischotter als Lebensraum das Wasser gewählt hat, die anderen marderartigen aber Landlebensräume bevorzugen. Der Wassermader, wie der Fischotter wegen seiner verwandtschaftlichen Beziehungen auch manchmal genannt wird, ist aus vielerlei Hinsicht ein wahrhaft bemerkenswertes Tier. Sein Fell ist ein „Hightech-Schutzanzug“, perfekt geschaffen für das Leben und Überleben im Wasser. Mit über 50.000 Haaren pro cm² besitzt der Fischotter eines der dichtesten Felle der gesamten Tierwelt. Der Mensch hat übrigens im besten Falle maximal 900 Haare pro cm² auf seinem Kopf, im Alter können es noch viel weniger werden. Nicht genug damit, sind die einzelnen Haare der Otter, wie bei einem Reißverschluss miteinander verzahnt. Das Fell ist dadurch superdicht und kein Wasser dringt bis zur Haut vor. 

Foto: S. Eder

Während er schwimmt verfangen sich Luftbläschen zwischen den Haaren. Auch das hat seinen Sinn. Dadurch wird das Fell zu einem optimalen Wärmeschutz. Der Fischotter kann so, da er keinen Winterschlaf hält, sogar in kalten Wintern im Wasser herumschwimmen und auf Beutefang gehen. Dabei entpuppt er sich als wahrer Apnoe-Taucher. Bis zu 8 Minuten bleibt er, ohne einmal aufzutauchen und Luft zu holen, unter Wasser, um seiner Beute hinterher zu jagen. Dies tut er gewöhnlich in der Dunkelheit, wenngleich er auch selten tagsüber beobachtet werden kann. Bevorzugt besteht seine Beute aus Fisch, aber sein Speiseplan sieht auch Frösche, Wasservögel, Nagetiere bis zur Größe der Bisamratte, Krebse und dann und wann auch Schlangen vor.

Fischotter in Oberssauce

Fließgewässer und Auwald im Naturpark Tiroler Lech, Foto: E. Neffe

Der Fischotter bewohnt alle Arten von Süßwasserlebensräumen. Besonders wohl fühlt er sich in Fließgewässern und Auen mit einer reichen Fischfauna. Ohne einer entsprechenden Dichte an Beute kann er seinen lebhaften, quirligen Lebensstil nicht aufrechterhalten. Denn allzu bald würde der Verlust an Energie den Gewinn an Nahrung übersteigen. Deswegen geht er bei der Jagd auch besonders effizient vor. Er versucht mit kleinstmöglichem Aufwand viel Beute zu machen. Sein Hauptaugenmerk liegt dabei auf kranken und geschwächten Tieren. Diese sind leichter zu erhaschen und deswegen ein lohnenswerter Fang. Dadurch spielt der Otter in natürlichen, ökologisch ausgewogenen Lebensräumen, eine wichtige Rolle bei der Gesunderhaltung der Fischbestände.

Foto: H. Marek

In der Vergangenheit galt der Otter bei uns als nahezu ausgestorben. Ein Grund dafür war die direkte Jagd des Menschen auf ihn. Schon im Mittelalter wurde ihm nachgestellt. Dem Fischotter wurde einfach der Status als Säugetier abgesprochen. Als „fischähnliches“ Wesen stellte er so eine perfekte, angeblich richtig zubereitet, wohlschmeckende Fastenspeise dar. „Pastete vom Fischotter“ oder „Fischotter in Oberssauce“ waren damals keine unüblichen Gaumenfreuden. Auch das Fell des Wassermarders war sehr beliebt und wurde hoch gehandelt. Flussverbauungen und die Beseitigung der Ufervegetation an Fließgewässern setzten ihm schwer zu und drängten den Otter mehr und mehr zurück.

Seit Ende der 1980er Jahre erholen sich die Bestände des Fischotters aufgrund von Artenschutzprojekten wieder. Auch die Verbesserung ihrer natürlichen Lebensräume durch den Wasserbau zeigte positive Auswirkungen auf den Otter. So fand dieses faszinierende Tier den Weg zurück in unsere heimische Landschaft.

Das Wildschwein "Naturpark-Tier des Monats" Oktober

Foto: Verein Naturparke Niederösterreich / Fotograf: www.pov.at

Wildschweine sind seit geraumer Zeit österreichweit im Vormarsch. Aufgrund der Klimaerwärmung werden unsere Winter immer milder und kürzer und die Zeiten der Nahrungsknappheit nehmen ab. Infolgedessen kommt es zu einem Anwachsen der Bestände.

Vom „Brechen“ und „Rauschen“

Bache mit Frischlingen, Foto: Naturpark Sparbach

Das Wildschwein, das aufgrund seines dunklen, fast schwarzen Fells auch als „Schwarzwild“ oder „Schwarzkittel“ bezeichnet wird, gehört der Ordnung der Paarhufer an. In der Jägersprache werden die paarigen Hufe als „Schalen“ bezeichnet. Damit zählt das Wildschwein wie auch Hirsch, Reh und Gämse zum sogenannten „Schalenwild“. Im Gegensatz zu Hirsch & Co ist das Wildschwein jedoch kein Wiederkäuer sondern ein Allesfresser. Um zu den Wurzeln, Knollen, Würmern und Insektenlarven zu gelangen brechen die Schweine mit ihrer Schnauze die obere Erdschicht auf und pflügen dabei im wahrsten Sinne des Wortes den Boden um. Ein Stück Schwarzwild kann dabei jährlich bis zu 4 ha Wald- und Wiesenoberfläche bewegen und hat damit eine wesentliche Bedeutung für die Bodendurchlüftung im Wald.

Foto: E. Neffe

Wildschweine sind sehr anpassungsfähig und nutzen ein breites Spektrum an Lebensräumen. Bevorzugt halten sie sich in feuchten Laub- und Mischwäldern auf, da sie dort die herbstliche Mast an Bucheckern und Eicheln nutzen können und ausreichend feuchte Stellen für ihr Schlammbad finden.

Foto: H. Marek

Die geselligen Tiere leben in Familienverbänden, den Rotten, die von alten, erfahrenen Weibchen angeführt werden. Der Kern einer Rotte ist die Leitbache und ihre Frischlinge sowie weibliche Nachkommen unterschiedlichen Alters. Junge Männchen werden im Alter von etwa 1,5 Jahren verstoßen. Geschlechtsreife männliche Tiere leben als Einzelgänger und schließen sich nur während der „Rauschzeit“ von November bis Jänner der Rotte an. Nach einer Tragzeit von knapp vier Monaten werden vier bis neun Frischlinge geboren. Die Mitglieder einer Rotte erkennen sich am Geruch. „Hosenflicker“ sind übrigens zwei- bis dreijährige männliche Wildschweine, deren Wehrhaftigkeit noch zu wünschen übrig lässt. Ganz im Gegensatz zu ausgewachsenen Keilern, deren verlängerte Eckzähne im Unter- und Oberkiefer, die sogenannten „Hauer und Haderer“ ernstzunehmende Waffen darstellen. 

Schweine auf dem Vormarsch

Foto: E. Neffe

Im 18. und 19. Jahrhundert waren Wildschweine aus weiten Teilen Mitteleuropas verschwunden. Seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts nehmen die Bestände jedoch stark zu. Die Ursache für den Zuwachs liegt in der hohen Fortpflanzungsleistung der Art in Kombination mit den Folgen der Klimaerwärmung. Bei gutem Futterangebot – vor allem in den Wintermonaten – werden die Jungtiere früher geschlechtsreif, zudem verringert sich ihre Sterblichkeit. Auch die Fruchtbarkeit der reifen Bachen steigt an. Neben der Klimaerwärmung spielt aber auch der Mensch ganz unmittelbar eine Rolle: Vor allem durch die Intensivierung der Landwirtschaft, aber auch durch falsche Fütterung, werden ungewollt Nahrungsquellen für das Schwarzwild verfügbar gemacht. Damit kommt es zwangsläufig zu einem Anwachsen der Bestände. Auf der Suche nach neuen Lebensräumen dringen Wildschweine sogar in Städte ein und nutzen Parks, Gärten und Friedhöfe zur Futtersuche. Auch vor Spielplätzen wird nicht Halt gemacht, da die stets gut gefüllten Mülleimer eine attraktive Nahrungsquelle darstellen.

In Österreich ist die Anzahl an erlegten Tieren seit 1950 um mehr als das Hundertfache angestiegen. Im Jagdjahr 2015/16 wurden rund 31.700 Stück Schwarzwild geschossen. Dazu kommen knapp 900 Stück Fallwild – mehr als 500 allein durch den Straßenverkehr. Da sich Wildschweine durch ein hohes Lernvermögen, ein sehr gutes Gedächtnis und ein ausgeprägtes Zeitempfinden auszeichnen, gestaltet sich die Bejagung zunehmend schwieriger.

Gottesanbeterin "Naturpark-Tier des Monats" September

Der Name Gottesanbeterin beruht auf der typischen Haltung der Beine, die an einen ins Gebet vertieften Menschen erinnert. Bigotterie! In Wahrheit ist sie nämlich ein männermordendes Monster, denn das Weibchen frisst das Männchen bei der Paarung auf. Richtig? Ein Faktencheck.

Gefräßige Kampfkünstlerin

Europäische Gottesanbeterin, Foto: H. Marek

Viele kennen sie, auch wenn wenige die Gottesanbeterin in natura schon gesehen haben. Ihre Berühmtheit gründet vor allem auf ihrem spektakulären Paarungsverhalten. Schon Naturwissenschaftler aus dem 19. Jahrhundert, wie Jean-Henri Fabre und Alfred Brehm, beobachteten bei der Paarung von Gottesanbeterinnen einen weiblichen Kannibalismus. Noch während der Paarung beginnt das Weibchen dem Männchen den Kopf abzubeißen und diesen bzw. auch den Rest des Männchens als „Mittagslunch“ zu verzehren. Das Männchen, wie häufig in der Liebe schon völlig kopflos, lässt sich beim Paarungsakt nicht stören und macht weiter – bis zum bitteren Ende.

Neuere Untersuchungen rehabilitieren den Ruf der Gottesanbeterinnen allerdings beträchtlich. Dieser „wissenschaftliche Mythos“ ist weitgehend falsch. Zwar kann es von Zeit zu Zeit vorkommen, dass die Weibchen ihre Männchen beim Paarungsakt verspeisen, das passiert allerdings fast ausschließlich in Gefangenschaft und viel seltener als bisher angenommen. In den meisten Fällen führen Männchen und Weibchen ein Balzritual durch, ähnlich einem Tanz, das die Männchen vor dem Gefressenwerden schützt.

Im fernen China ist die Gottesanbeterin (wissenschaftlich heißt die Familie Mantidae) aus einem anderen Grund ein Star. Die traditionelle Form des Mantis-Kung-Fu‘s geht der Legende nach auf einen Kung Fu-Meister zurück, der einen Kampf einer Gottesanbeterin mit einem viel größeren Insekt beobachtete. Die Mantis gewann. Der Meister kopierte ihre Art zu kämpfen und wurde beinahe unschlagbar. Heute ist das Mantis-Kung Fu immaterielles Kulturerbe der Volksrepublik China.

Manche mögen‘s heiß

Trockenwarme, halboffene Magerwiesen - Lebensraum der Gottesanbeterin, Foto: E. Neffe

Noch vor rund 30 Jahren galt die Europäische Gottesanbeterin in Österreich als extrem selten. Sie ist jedoch eher eine Sonnen- als Gottesanbeterin und mag deswegen warmes, trockenes Wetter. Die in den letzten Jahrzehnten merkbare Klimaveränderung mit den milderen Wintern und den heißer werdenden Sommern, hat sich für die einzige heimische Fangschrecke positiv bemerkbar gemacht. Sie kann sich mehr und mehr ausbreiten und „Land gewinnen“.

Allerdings ist sie, was ihren Lebensraum betrifft, wählerisch. Nicht jede Wiese wird von ihr als neue Heimat angenommen. Trockenwarme, insektenreiche, halboffene Magerwiesen mit zum Teil eingestreuten Buschwerk und Hecken sind ihre Jagdreviere und Entwicklungsnischen. Ohne diese reich strukturierte Kulturlandschaft gäbe es vieles nicht, was sie zum Leben braucht.

Allen voran können dort unterschiedliche andere Insekten gefunden werden, die mit den zu Fangapparaten umgewandelten Vorderbeinen erfasst und gefressen werden. Schon die Larven der Gottesanbeterin sind große Räuber und halten nichts von vegetarischer Kost. So wird im Leben einer Gottesanbeterin eine beträchtliche Zahl an möglichen Schadinsekten erbeutet und so ein wertvoller Beitrag zum ökologischen Gleichgewicht erbracht.

Auch Wiesen durchziehende Hecken sind für das Vorkommen dieses außergewöhnlichen Insekts von Bedeutung. Wenige Tage nach der Paarung legen die Weibchen mehrere etwa 4 cm lange Eikokons an Zweigen und höher stehenden Gräsern und krautigen Pflanzen in selten gemähten, heckennahen Randbereichen ab. Dort verbleiben diese über den Winter. Im Frühjahr schlüpfen dann aus jedem dieser Eigelege mehr als 100 Jungtiere und das Fressen und Gefressenwerden beginnt von vorne.

Alpenbockkäfer "Naturpark-Tier des Monats" August

"Star der Holzkäferschar" - der Alpenbockkäfer, Foto: H. Marek

Einen besonders spektakulären Vertreter der Tierwelt hat man als „Botschafter“ der Urwaldarten auserwählt. Er ist der „Star der Holzkäferschar“ und er lebt nur im naturnahen Buchenwald mit Altbäumen und Totholz: der imposante Alpenbockkäfer (Rosalia alpina).

Ein Prachtkerl

Er ist auf Briefmarken und in Schulbüchern zu sehen. Ihn das erste Mal lebend zu beobachten überwältigt jede/n Naturbegeisterte/n. Und gerade im August stehen die Chancen dazu sehr gut. Ab Juli und in den August hinein kann man ihn – aber nur mit Glück und in bestimmten Regionen –bewundern. Als einer der farbenprächtigsten und größten Vertreter (bis 38 mm Köperlänge) der heimischen Bockkäfer ist er mit dem hellblauen Körper, den charakteristischen schwarzen Flecken sowie den schmucken Fühlerbüscheln unverwechselbar.
Doch um seinen Lebensraum ist es weniger prächtig bestellt. Besonders die Beseitigung seiner Brutbäume, in denen sich die Larven entwickeln, macht ihm zu schaffen. Der Käfer, und mit ihm eine Heerschar weiterer Waldlebewesen, benötigt vor allem alte, teilweise oder ganz abgestorbene Baumriesen an sonnigen Standorten. Wann haben Sie zuletzt bei Ihren Waldspaziergängen einen solchen Baum gesehen?
Sollte Ihnen ein derartiges Exemplar unterkommen – vor allem Rotbuchen, selten Bergahorne oder Bergulmen, können Sie selbst in die Rolle eines/r Naturforschers/in schlüpfen. Finden Sie das typische Ausschlupfloch des Käfers? Es ist flach-ovalförmig und bis zu 11 mm lang und 8 mm breit. Durch diese Öffnung dringt der erwachsene Käfer ins Freie, nachdem er mehrere Jahre als Larve und Puppe versteckt im Totholz gelebt hat.
Oftmals findet man hunderte kleine und große Schlupflöcher unterschiedlichster Insektenarten an einem Totholzstamm. Damit ist klar: totes Holz ist ziemlich lebendig.

Botschafter der Urwaldarten

Der Große Ahornboden - ein Lebensraum des Alpenbockkäfers, Foto: H. Marek

Vor etwa 6.000 Jahren, in der nacheiszeitlichen Klimaänderung, setzte die Ausbreitung der Rotbuche in Mitteleuropa ein. Bis zur Römerzeit bildete sie hier großflächige und urige Waldbestände. Überall waren Altbäume sowie stehende und liegende Totholzbäume in rauen Mengen vorhanden. Viele Organismen nutzten diese natürliche Ressource, der (ehemaligen) Baumart Nr. 1 in Mitteleuropa.

Später begann der Mensch den Wald intensiver zu nutzen, zu verändern und teilweise zu roden. Die Rotbuche wurde gebietsweise stark zurückgedrängt. Heute nehmen vielerorts Fichtenforste die ehemals von der Rotbuche dominierten Waldlebensräume ein. Am meisten mangelt es aber in allen Wäldern an Altbäumen und an Totholz.
Es liegt auf der Hand, dass dabei die Vielfalt der heimischen Waldnatur auf der Strecke bleibt. Besonders lichtliebende Arten und die Totholzbesiedler werden durch einförmige Aufforstungen und die „Waldhygiene“ in Mitleidenschaft gezogen. Alles in allem sind dadurch mehrere tausend Tierarten, aber auch Pilze und Flechten, nachteilig betroffen. Ziel des Naturschutzes und einer naturorientierten Waldbewirtschaftung ist es heute, diesen Entwicklungen entgegenzuwirken. Erfreulich: In der Schweiz etwa gibt es nachweislich eine Zunahme des Alpenbockkäfers.
Windwürfe und Borkenkäferschäden an Fichten sind für die Forstwirtschaft verständlicherweise echte Katastrophen, aber sie kurbeln die Dynamik und Vielfalt im Wald enorm an. Davon profitieren viele jener Totholzbesiedler, die durch intensive Waldnutzung schon am Rande des Aussterbens stehen.
Der Alpenbockkäfer ist in den Naturschutzgesetzen der österreichischen Bundesländer und in mehreren internationalen Schutzübereinkommen genannt. Die Botschaft des Alpenbockkäfers ist eine eindeutige: Naturnahe Wälder mit Altbäumen und mit totem Holz sind ein Eldorado für die Natur-Vielfalt.

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