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Ausgabe 9


Liebe Naturparkfreunde!


In den letzten Monaten gab es in den Österreichischen Naturparken eine Vielzahl an Aktivitäten. Die wichtigsten werden in diesem Newsletter kurz beschrieben:

Neu im Jahr 2006 ist wieder die Broschüre „Österreichische Naturparke“, die diesmal neben einer Kurzinformation auch einen speziellen Wandertipp pro Naturpark beinhaltet. Im Rahmen des Projektes „Österreichische Naturpark-Spezialitäten“ wurden in mehreren Bundesländern öffentlichkeitswirksam Veranstaltungen durchgeführt. Über zwei Beschäftigungsprojekte in NÖ und der Steiermark wurden für 30 Personen Arbeitsplätze in den Naturparkregionen geschaffen.
Im NÖ Naturpark Leiser Berge wurde auf Einladung von LR Emil Schabl und Präsident Mag. Wolfgang Mair der diesjährige Naturparkgipfel abgehalten und der NÖ Naturpark-Wanderpass geht heuer bereits in die sechste Saison.
Der im südlichen Burgenland gelegene, einzige trilaterale Naturpark Europas „Raab-Örség-Goričko“ wurde mit dem Prädikat „Naturpark des Jahres 2006“ ausgezeichnet. Mit dem „Neusiedler See – Leithagebirge“ wurde im Burgenland nun der fünfte Naturpark verordnet.

Eine wesentliche Erhöhung des Naturparkbudgets unter LR Ing. Manfred Wegscheider gab es in der Steiermark, sodass hier wesentliche Arbeiten der Naturparke gesichert sind und zusätzliche naturschutzrelevante Projekte umgesetzt werden können.
In Kärnten wurde mit dem Weißensee der zweite Naturpark verordnet und zusätzlich ein Naturparkleitbild beschlossen. Mit dem Naturpark „Tiroler Lech“ wurde das größte zusammenhängende Naturschutzgebiet im Talbereich Tirols geschaffen. Weiters wurde in Tirol ein beachtenswertes Konzept zur Betreuung von Schutzgebieten beschlossen und eine Koordinationsstelle für Schutzgebiete eingerichtet.

Weitere interessante Projekte und Termine finden Sie im letzten Teil dieses Newsletters.

Ein interessantes Lesen wünscht das Redaktionsteam

Franz Handler
Thomas Böhm
Verena Langer
Wolfgang Müllebner
Marlies Schaffenberger

Impressum: Verband der Naturparke Österreichs (Hrsg.)
8010 Graz, Alberstraße 10, Tel.: 0316 / 318848-99, E-Mail: office@naturparke.at




  Inhalt NEWSLETTER
   
  Aktivitäten in den Österreichischen Naturparken
   
Naturparkgipfel 2006 im Naturpark Leiser Berge
Naturpark des Jahres 2006 – Raab-Örség-Goričko
Wandertipps für 40 Naturparke in der Naturpark-Broschüre 2006
Beschäftigungsprojekte in Niederösterreich und der Steiermark
 
NuP Aktiv – Erfolgreicher Start ins sechste Projektjahr
22 neue „Arbeitsplätze für steirische Naturparkregionen“ – Ein erfolgreiches Projekt startet ins siebente Jahr
Österreichische Naturpark-Spezialitäten: Außergewöhnliche Produkte und ein
neues Design
Steirische Naturparke
 
1. Steirischer Naturpark-Brunch
Erhöhung des Budgets der steirischen Naturparke
Diplomarbeitsbörse im Naturpark Steirische Eisenwurzen
Niederösterreichische Naturparke
 
NÖ Naturparke-Wanderpass 2006
Besondere Anerkennung zum Thema Umweltbildung für drei NÖ Naturparke
Burgenländische Naturparke
 
Beschäftigungsprojekt im trilateralen Naturpark Raab-Örség-Goričko
Fünfter Naturpark im Burgenland verordnet
Landesveranstaltung im Burgenland zum Projekt Naturpark-Spezialitäten
Tiroler Naturparke
 
Tiroler Schutzgebiete – zukunftsreich
Naturpark „Tiroler Lech“ – Der letzte Wilde
Geo-Tag der Artenvielfalt 2006
Oberösterreichs Naturparke auf der Welser Messe
Natur pur – Fest im Naturpark Dobratsch
Grenzüberschreitende Projektzusammenarbeit - PHARE CBC
Die Ausstellung „Naturparke – charakteristische Kulturlandschaften Österreichs“
Der Reisepavillon 2006 in Hannover – die Messe für anderes Reisen
Telekommunikationsgesetz
   
  Terminvorschau
„Natur- und Landschaftsführer“ Kursabschluss im Naturpark Grebenzen
Die Österreichischen Naturparke beim Fest der Natur
Weiterbildung für Natur- und LandschaftsführerInnen
   
Schon reingeblättert?
Tipp: Bild der Woche


Aktivitäten in den
Österreichischen Naturparken

Naturparkgipfel 2006
im Naturpark Leiser Berge


Am 20. Mai 2006 fand auf Einladung des niederösterreichischen Landesrates Emil Schabl und von Bgm. Mag. Wolfgang Mair, Präsident des VNÖ, der diesjährige Naturparkgipfel statt. Der eindrucksvolle Rittersaal im Schloss Niederleis, im Naturpark Leiser Berge, bot den passenden Rahmen für das Zusammentreffen der VertreterInnen aus fünf Bundesländern. Ziel dieses jährlichen Treffens ist der Erfahrungs- und Informationsaustausch über aktuelle Themen und Entwicklungen der Naturparke.

Zu Beginn stellte Bgm. Obm. Othmar Matzinger den TeilnehmerInnen kurz den „Gastgeber“-Naturpark Leiser Berge vor – von seiner Entstehung bis zu den derzeit laufenden Projekten. Danach eröffnete LR Schabl den mittlerweile fünften Naturparkgipfel und betonte dabei die Wichtigkeit der Zusammenarbeit der Naturparke. Dementsprechend ist in NÖ gerade eine ARGE mit 22 niederösterreichischen Naturparken in Planung. Ihre Aufgabe soll vor allem in der Koordination gemeinsamer Projekte liegen. Zudem soll sie durch überregionales Marketing und die damit verbundene Möglichkeit neue Fördermittel zu erschließen und größere Sponsoren anzusprechen helfen, die Finanzsituation der Naturparke zu erbessern.



Bgm. Mag. Wolfgang Mair wies passend dazu auf die hohen Anforderungen an die Naturparke hin, durch gleichrangiges Entwickeln der vier Funktionen Schutz, Erholung, Bildung und Regionalentwicklung zu Modellregionen für eine nachhaltige Entwicklung zu werden. Unterstützung bei der Selbsteinschätzung und der kontinuierlichen Weiterentwicklung ihrer Arbeit sollen die Naturparke durch den Katalog „Qualitätskriterien für Österreichische Naturparke“ erhalten, der ihnen ab dem Sommer vom VNÖ zur Verfügung gestellt wird.

Aus aktuellem Anlass war das Programm zur Ländlichen Entwicklung 2007-13 ein wichtiges Thema des heurigen Treffens. DI Christian Jochum von der Landwirtschaftskammer Österreich informierte über die Möglichkeiten für Naturparke, über dieses Programm Fördermittel zu akquirieren. Die drei „Förder-Schienen“ Lebensmittel, Biomasse und Gesundheit/Tourismus/ Freizeit sind bestens zur Umsetzung in den Naturparken – im Sinne der Nachhaltigkeit – geeignet.

Aus den Bundesländern gab es auch dieses Jahr wieder viele interessante Neuigkeiten. So wurde in Kärnten, wie Dr. Kurt Rakobitsch von der Kärntner Landesregierung bekannt gab, soeben der zweite Naturpark – Weißensee – verordnet und das Naturparkleitbild Kärnten – ein Leitfaden von der Idee bis zur Eröffnung eines Naturparks – beschlossen.

Auch die Steiermark kann sich über „Naturpark- Nachwuchs freuen. HR Dr. Johann Zebinger, Leiter der Naturschutzabteilung des Landes Steiermark, teilte die voraussichtlich im Herbst 2006 stattfindende Prädikatisierung des Naturparks „Almenland“ mit. Der siebente steirische Naturpark wird 13 Gemeinden und eine Größe von ca. 27.000 ha umfassen. Die Zahl sieben kommt auch im Zusammenhang mit dem gemeinnützigen Beschäftigungsprojekt „Arbeitsplätze für steirische Naturparkregionen“ vor – das äußerst erfolgreiche Konzept befindet sich nämlich im siebenten Projektjahr und bietet heuer 22 Personen die Möglichkeit in einem Naturpark mitzuarbeiten.

Und auch in Oberösterreich steht der Planungsbeginn des dritten und vorerst letzten Naturparks „Hongar“ (im Voralpenland zwischen Attersee und dem Höllengebirge) bevor, informierte Mag. Michael Brands von der Oö. Naturschutzabteilung. Entsprechend der Oö. Naturparkstrategie, welche die Vertretung der charakteristischen Naturräume des Landes durch je einen Naturpark vorsieht, soll „Hongar“ den alpinen Raum vertreten. Ein weiteres Oö. Projekt der besonderen Art stellte Bgm. Johann Thauerböck, Obmann des Naturparks Mühlviertel, vor. Derzeit wird im Naturpark der Aufbau einer Wanderschäferei vorbereitet. Durch die Beweidung ertragsarmer Flächen soll die Offenhaltung der Kulturlandschaft d.h. deren Erhaltung im Sinne der Naturpark- Säule Schutz gewährleistet werden. Zusätzlich soll damit auch noch eine weitere Säule – die Regionalentwicklung – gefördert werden.

Mag. Hans Artner von der Burgenländischen Landesregierung freute sich über die Wahl des trilateralen Naturparks Raab-Örség-Goričko zum Naturpark des Jahres 2006 und berichtete über eine zurzeit in Arbeit befindliche Studie zum Thema „Die Bedeutung der burgenländischen Naturparke für den Tourismus und die wirtschaftliche Bedeutung der Region“. Weiters war das in der Fertigstellung begriffene Strategiepapier für die zukünftige Entwicklung der burgenländischen Naturparke Inhalt seines Berichtes.

Alle TeilnehmerInnen waren sich über die Wichtigkeit eines regelmäßigen Informations- und Erfahrungsaustausches aller Beteiligten einig und freuten sich über eine abschließende kurze Führung mit der Schlossherrin durch das gut erhaltene Schloss.







Naturpark des Jahres
2006- Raab-Örség-Goričko


In diesem Jahr ist der „Dreiländer-Naturpark“ Raab-Örség- Goričko wohl-verdienter Träger des Titels „Naturpark des Jahres 2006“. Der einzige trilaterale Naturpark Europas sticht durch besondere Leistungen in den vier Funktionen eines Naturparks – Schutz, Erholung, Bildung und Regionalentwicklung – hervor. Die Verleihung der Urkunde fand am 21. Mai 2006 im Rahmen des ersten Naturparkfestes in der Jost-Mühle in Windischv. Minihof statt. Mag. Wolfgang Mair, Präsident des VNÖ, überreichte Bgm. Obmann- Stv. Willi Thomas in Anwesenheit von LR Mag. Michaela Resetar, LR Verena Dunst und LR DI Nikolaus Berlakovich diese Auszeichnung.

Die Wahl zum Naturpark des Jahres erfolgt durch ein bundesländerübergreifendes Fachgremium des VNÖ. Auswahlkriterien sind die Bemühungen der Naturparke, die vier Naturpark-Funktionen bestmöglich umzusetzen und damit als Vorbild für andere zu wirken.

Der Naturpark Raab-Örség-Goričko kann bereits auf die beispielhafte Realisierung zahlreicher Projekte zu den vier Funktionen verweisen:

Schutz:
Kopfweidenprojekt
Schutz der Talwiesen (Storchenschutz)
Erhebung wertvoller Lebensraumelemente

(Alle drei Projekte wurden vom Verein „Auniwandn“ realisiert).

Erholung
10 verschiedene Themenwege
Freizeitkarte der Dreiländerregion
Dreiländerradtour
Kanufahrten auf der Raab und der Lafnitz
25 verschiedene Führungsangebote

Bildung
Ausbildung zum/zur Natur- und Landschaftsführer/in, zweimaliger regionaler Kurs
zur Zeit sind 15 engagierte Naturpark- FührerInnen in der Region tätig
Zusammenarbeit mit Schulen aus der Region
Zusammenarbeit mit einem Beherbergungsbetrieb bei Schullandwochen und Projekttagen
Kindererlebniswoche in den Sommerferien – mit Teilnehmern aus Österreich, Ungarn und Slowenien

Regionalentwicklung
Renovierung der Jost Mühle
Renovierung Schloss Tabor: Kulturveranstaltungen (Opernaufführungen), Gastronomie, Verkaufsraum für regionale Produkte, Heimatmuseum
Produktentwicklung: Leitprodukt Maschanzker
Dreiländer-Kunsthandwerksmarkt
Einrichtung eines Naturparkbüros in einer Bürogemeinschaft mit dem regionalen Tourismusverband
Beantragung der Grenzöffnung der grünen Grenzübergänge für touristischen
Verkehr
Grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit den Partnern in Ungarn und Slowenien


Ein Leader+-Projekt zur weiteren Qualitätsverbesserung des touristischen und landwirtschaftlichen Angebots, die Einrichtung eines Ideenforums, die Entwicklung eines Leitproduktes, des Maschanzkers, ein Umweltcampus sowie die Weiterbildung von aktiven Natur- und LandschaftsführerInnen sind nur einige Beispiele für die aktuellen Initiativen zur Weiterentwicklung des Naturparks.


Ein weiterer Höhepunkt des Festes war die Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung zwischen den Partnern des Dreiländer-Naturparks, Österreich, Ungarn und Slowenien, zu einer verstärkten Zusammenarbeit.

Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von Gruppen aller drei Länder. Trotz des etwas unsteten Wetters war es ein gelungenes 1. Naturparkfest!


Wandertipps für 40 Naturparke in der Naturpark-Broschüre 2006

Altbewährtes mit Neuem verbinden – so lautet das Motto der neuesten Ausgabe der Broschüre über die Österreichischen Naturparke 2006 „Natur erleben – Natur begreifen“.

Bewährt haben sich:
Eine kurze Beschreibung der einzelnen Naturparke und ihres vielseitigen Angebotes an Freizeitmöglichkeiten sowie
die Übersichtskarte, auf der alle Naturparke Österreichs leicht zu finden sind, und
ein bunter Veranstaltungskalender.

Neu hingegen ist, dass jeder Naturpark einen ausgesuchten Wandertipp vorstellt. So vielfältig wie die Landschaften in denen sie liegen, so unterschiedlich sind die Wanderwege: am Gletscher oder an stillen Bachufern entlang, über Almen, zwischen blühenden Obstbäumen oder durch die Weinberge – dies sind nur einige Möglichkeiten, die malerischen Landschaften der Naturparke auf Schusters Rappen zu entdecken. Die Wandertipps sind so ausgewählt, dass sie für Familien geeignet sind und für jeden Geschmack etwas bieten.

So können Kinder z.B. am Schatzsucherweg Spannendes erleben, am Moorweg barfuss durchs Moor stapfen oder in Ossis Waldheimat den Tieren ins Wohnzimmer schauen. Am Apfelweg, am Marienkäferweg oder in der Aquazelle Altenberg erfährt der Wanderer auf dem Weg „so nebenbei“ viel Wissenswertes. Bei der Weinbergwanderung kann man sich zudem mit kulinarischen Köstlichkeiten verwöhnen lassen und der Panoramaweg bietet atemberaubende Aussichten über das Land.



Österreichische Naturparke 2006 „Natur erleben – Natur begreifen“ zu bestellen beim Verband der Naturparke Österreichs,

Beschäftigungsprojekte in Niederösterreich und der Steiermark

NuP Aktiv – Erfolgreicher Start ins sechste Projektjahr
Mag. Uwe Grinzinger

Zwischen 2001 und 2005 haben insgesamt 59 Personen am gemeinnützigen Beschäftigungsprojekt „NuP Aktiv – Arbeitsplätze in NÖ Naturparken“ teilgenommen. Zwei Drittel von ihnen konnten nach Ablauf des Förderjahres in ein dauerhaftes Dienstverhältnis übernommen werden. NuP Aktiv hat sich somit als verlässlicher Arbeitsplatzpartner in den NÖ Naturparkregionen etabliert. Heuer geht NuP Aktiv ins sechste Projektjahr.

Acht NuP Aktiv–MitarbeiterInnen im Projektjahr 2006/07

Derzeit werden im Rahmen von NuP Aktiv acht ehemals arbeitslose Personen beschäftigt. Sie unterstützen die ehrenamtlichen Naturpark-MitarbeiterInnen in vier NÖ Naturparken und sind somit eine unverzichtbare Hilfe, um unsere Visionen von der Weiterentwicklung der NÖ Naturparke umsetzen zu können.






Die beiden Naturpark-Betreuerinnen sind bei organisatorisch-administrativen Aufgaben bereits jetzt zu einer wichtigen Hilfe geworden. Die NuP-Pfleger sorgen dafür, dass die NaturparkbesucherInnen eine optimal gepflegte Infrastruktur vorfinden. In Dobersberg ist man derzeit zusätzlich damit beschäftigt, die Hochwasserschäden des Frühjahrs zu beseitigen.

In Mannersdorf konnten bei der Renovierung des Klosters St. Anna heuer neuerlich große Fortschritte erzielt werden. In den Leiser Bergen wurden „Naturparkgipfel“ und Regionsfest, nicht zuletzt durch die tatkräftige Unterstützung aller MitarbeiterInnen, zum vollen Erfolg.

Nup Aktiv-Infotag, 30. Mai 2006
Am Beginn des neuen NuP Aktiv-Projektjahres stand traditionell der „NuP Aktiv-Infotag“ im Landhaus St. Pölten, bei dem die neuen MitarbeiterInnen von LR Dr. Petra Bohuslav und LR Emil Schabl begrüßt wurden.

Weiterbildung
Als nächste Schritte stehen im Sommer ein „Teambuilding“- MitarbeiterInnen- treffen mit erlebnispädagogischen Elementen sowie Schulungen zum Thema Arbeitssicherheit und ArbeitnehmerInnenschutz am Programm.

Ausblick
Mithilfe des neuen, engagierten NuP Aktiv-Teams wird sicherlich ein großer Schritt in Richtung weiterer Professionalisierung der NÖ. Naturparke gelingen. Den NÖ. Naturparken sei in diesem Zusammenhang für die gute Zusammenarbeit in den letzten Jahren herzlich gedankt.


In Zusammenarbeit mit dem Arbeitsmarktservice NÖ und dem Land NÖ

Weitere Informationen:
NuP Aktiv – Arbeitsplätze in NÖ Naturparken - Mag. Uwe Grinzinger

Gr. Pfarrgasse 25/19, A-1020 Wien
Tel./Fax: +43 / 1 / 216 32 72
Mobil: 0676 / 936 80 02
E-Mail: nup-aktiv@aon.at


22 neue „Arbeitsplätze für steirische Naturparkregionen" -
Ein erfolgreiches Projekt startet ins siebente Jahr

Mag. Dr. Andreas Kristl

Nach nunmehr sechs erfolgreichen Projektjahren startete das Gemeinnützige Beschäftigungsprojekt "Arbeitsplätze für steirische Naturparkregionen" am 1. Mai 2006 ins bereits siebente Jahr.

In diesem Projektjahr werden 22 Personen bis zu maximal einem Jahr lang in den unterschiedlichsten Bereichen an der Weiterentwicklung der steirischen Naturparkregionen mitwirken.

Die 22 neuen NaturparkmitarbeiterInnen haben dabei die unterschiedlichsten Aufgaben zu erfüllen. Ihre Arbeit erstreckt sich von Landschaftspflegemaßnahmen als Naturpark-PflegerInnen, über die Betreuung von Ausstellungen (im Konkreten: "Wunderwelten" im Naturpark Pöllauer Tal und "Herzbaum und Honigschatten" im Naturpark Grebenzen) bis hin zu Öffentlichkeitsarbeit. Weitere Aufgabenbereiche sind die Betreuungsarbeiten im Naturparkzentrum Vivarium im Naturpark Grebenzen sowie die Betreuung und Koordination von konkreten Einzelprojekten (Naturpark Südsteirisches Weinland und Naturpark Mürzer Oberland).


Ein besonders wichtiger Bereich der Arbeit in Naturparken ist die BesucherInnenbetreuung. Die Naturpark-BetreuerInnen begleiten dabei die Gäste durch die Ausstellungen und machen den Besuch zu einem unvergesslichen Ereignis. Durch interaktive Formen des Naturbegreifens und -erlebens werden Natur, Kultur und deren Zusammenhänge erlebbar und im wahrsten Sinne des Wortes begreifbar gemacht.

Die Naturparke
Folgende Naturparke beteiligen sich im Rahmen des Projektes: Grebenzen, Pöllauer Tal, Mürzer Oberland und Südsteirische Weinland. Weitere Projektpartner sind der Tourismusverband Naturpark Grebenzen, der Burgverein Steinschloss, das Naturpark-Zentrum Vivarium im Naturpark Grebenzen, der Tourismusverband Mürzer Oberland und der Verband der Naturparke Österreichs.

Das Ziel
Das Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, die vier tragenden Säulen eines Naturparks – Schutz, Erholung, Bildung und Regionalentwicklung – im Sinne eines dynamischen Naturschutzgedankens gleichrangig zu positionieren und weiter zu entwickeln.
Darüber hinaus wird mit diesem Projekt aber vor allem Menschen aus den Naturparkregionen die Chance zu einer neuen beruflichen Tätigkeit geboten.

Die im Rahmen des Projektes beschäftigten Personen sollen durch ihre Tätigkeiten an der Weiterentwicklung der steirischen Naturparkregionen zu beispielhaften „Modellregionen für nachhaltige Entwicklung im ländlichen Raum" beitragen.

Finanzierung
Finanziert wird dieses Projekt, das mit einem Budget von rund € 710.000 veranschlagt ist, durch das AMS Steiermark, durch die Steirische Wissenschafts-, Umwelt- und Kulturprojektträger GmbH (St:WUK), durch das Land Steiermark (Arbeit und Soziales) und durch Eigenmittel der beteiligten Naturparke bzw. Projektpartner.

Weitere Informationen
Mag. Dr. Andreas Kristl (Projektleiter)
Verband der Naturparke Österreichs Alberstraße 10, 8010 Graz
Tel: 0316 / 318848-99; Fax: DW 88
Mobil: 0676 / 7294626
E-Mail: gavdos97@inode.at



Österreichische Naturpark-Spezialitäten:
Außergewöhnliche Produkte und ein neues Design

DI Marelli Asamer-Handler

Erhaltung der Kulturlandschaft und traditionelle Landbewirtschaftung sind zwei Seiten derselben Medaille. Der Verband der Naturparke und 15 Naturparke aus sechs verschiedenen Bundesländern beteiligen sich daher seit dem Herbst 2004 am gebietsübergreifenden Leader+-Projekt „Österreichische Naturpark-Spezialitäten“, das sich mit traditionell erzeugten Spezialitäten und deren Vermarktung beschäftigt. Hier ein kurzer Überblick über bisher Geleistetes:

Am Beginn stand die Erarbeitung von Kriterien für „Naturpark-Spezialitäten“. Diese regeln die Art der Erzeugung in Bezug auf die Herkunft, die Qualität und den Beitrag der „Spezialitäten“ zur Erhaltung der Kulturlandschaft.
In den meisten der beteiligten Naturparke wurden Produzentengruppen aufgebaut. Diese Gruppen beschäftigen sich mit der Produktentwicklung rund um ein Leitprodukt. Das ist z.B. im Naturpark Raab-Orség-Goričko im Dreiländereck Burgenland – Ungarn – Slowenien der Maschanzker, eine alte Apfelsorte, die von den Bauern und Bäuerinnen zu Schnaps, Saft und Marmelade verarbeitet und von den Wirten der Region zu Maschanzkerschaumsuppe, Mehlspeisen etc. verkocht wird. Im Naturpark Mürzer Oberland wiederum dreht sich alles um die „Wilde Natur“, um Gerichte, die aus Essbarem von der Wiese, Früchten des Waldes und aus wilden Kräutern kreiert werden. Das Leitprodukt im Naturpark Heidenreichstein ist der Hanf, zu Öl gepresst oder zu Vollkornnudeln verarbeitet, eine Marktnische, die gerade im Waldviertel, das aufgrund der Bodenbeschaffenheit und der Witterung bei den Massenprodukten oft nicht konkurrenzfähig ist, eine Alternative ist.

Neu ist auch ein gemeinsames Erscheinungsbild. Durch den Zusammenschluss mehrerer ProduzentInnen in einer größeren Anzahl von Naturparken soll so eine Marke geschaffen werden, die die BesucherInnen von Naturparken wieder erkennen und mit Genuss, Qualität und schöner Landschaft verbinden. Dazu gehört auch ein gemeinsamer Auftritt im Internet, zu finden auf der Seite des Verbandes der Naturparke, www.naturparke.at, unter dem Button „Naturpark-Spezialitäten“. Hier wird monatlich eine neue, interessante „Spezialität des Monats“ präsentiert.

Ein wesentlicher Projektinhalt ist das Finden und Entwickeln von überregionalen Vertriebsstrukturen. Seit einigen Jahren werden die Spezialitäten aus den Naturparken gemeinsam mit einem Vertriebspartner in Weihnachtsgeschenkspaketen vermarktet. An der Zusammenstellung der Weihnachtspakete 2006 wird gerade gearbeitet. In den Naturparken selbst bieten eigene Spezialitäten-Regale in Infobüros und bei Nahversorgern einen Überblick über das österreichweite Angebot.

Ein wichtiges Ziel des Projekts ist es, die Naturparke und ihre Produkte stärker bekannt zu machen. Die Naturparke und ihre Spezialitäten präsentierten sich auf verschiedensten Veranstaltungen, von der Teilnahme am Reisepavillon in Hannover, der wichtigsten Messe für nachhaltigen Tourismus im deutschen Sprachraum, über die Produktpräsentation im Parlament anlässlich der Veranstaltung „10 Jahre Verband der Naturparke Österreichs“ im Mai 2005 bis zu verschiedenen Festen und regionalen Messeveranstaltungen in den Bundesländern im Frühjahr und Sommer 2006, die die Naturpark-Spezialitäten den KonsumentInnen näher bringen sollen. Als Abschluss des Projekts ist für November 2006 eine feierliche Präsentation im Naturhistorischen Museum in Wien geplant.

 

Steirische Naturparke

1. Steirischer Naturpark-Brunch

Die Steirischen Naturparke kommen am 2. Juli 2006 nach Graz und bringen ihre kulinarischen Spezialitäten mit. Das Gelände rund um das revitalisierte Hilmteich-Schlössl in Graz-Mariagrün bietet den festlichen Rahmen für den ersten steirischen „Naturpark-Brunch“. Die Musiker von „Aniada a Noar“ aus dem Naturpark Südsteirisches Weinland sorgen mit einem Konzert für das musikalische Rahmenprogramm für einen genussreichen Sonntags-Ausflug.


Erhöhung des Budgets der
steirischen Naturparke

Axel Weiß

Nach intensiven gemeinsamen Bemühungen seitens der Naturparke in Form der „ARGE Naturpark Erlebnis Steiermark“ in den letzten Jahren ist es endlich gelungen, die Notwendigkeit einer Erhöhung des Budgets für die Naturparke plausibel zu machen. Mit dem Budget 2006 wurden die Fördergelder des Landes Steiermark für die Naturparke beinahe verdreifacht. Allerdings übernehmen die Naturparke damit auch die Finanzierung der ARGE und der „Naturparkakademie Steiermark“. Trotzdem haben die Naturparke ein Budget zur Verfügung, welches sie seit ihrem Bestehen noch nie hatten. Das bedeutet natürlich auch eine Herausforderung, Projekte – vor allem im Bereich Naturschutz – entsprechend umzusetzen um die Beibehaltung bzw. eine eventuelle Erhöhung der Fördergelder für die Zukunft zu begründen. Es wird natürlich sehr genau darauf geachtet werden, wie die Mittel „angelegt“ werden.

Diplomarbeitsbörse im Naturpark Steirische Eisenwurzen
Axel Weiß

Im Naturpark Steirische Eisenwurzen soll eine Diplomarbeitsbörse entstehen. Auslöser für diese Idee war eine Forschergruppe der Russischen Akademie der Wissenschaften und des Naturhistorischen Museums in Wien, welche die Kreide-Tertiär-Grenze im Bereich der Gemeinde Gams bei Hieflau erforschte und dadurch den wissenschaftlichen Beweis für die Ursache des Aussterbens der Dinosaurier lieferte, nämlich eine hohe Konzentration von Arsen in der Luft durch einen Vulkanausbruch vor ca. 65 Millionen Jahren.

Nach ersten Gesprächen wurden drei Forschungsarten festgelegt:

Allgemeine Grundlagenforschung
Begleitforschung für das Management
Regionsbezogene Inventare und Analysen

Vor dem Start wird auch noch ein Forschungsfragenkatalog erarbeitet. Das Vorhaben könnte in die MFRP Eisenwurzen (Multifunctional Research Platforms – MFRPs sind als Cluster von Forschungseinrichtungen zu verstehen) eingebettet werden. Das europäische Netzwerk von MFRPs soll die wichtigsten biogeographischen Zonen repräsentieren und erstmals eine integrative Bearbeitung von soziologischen, sozioökonomischen und naturwissenschaftlichen Fragestellungen im regionalen Kontext ermöglichen. Das heißt, die MFRP Eisenwurzen versucht, regionale und internationale Forschungsfragestellungen mit bestehenden Ressourcen (Forschungsstandorte, Forschungsgruppen) zu integrieren und die Erkenntnisse für die regionale Entwicklung nutzbar machen. In Österreich ist derzeit neben der MFRP Eisenwurzen eine zweite in Entwicklung, sie nennt sich „High Alps“ – das sind die Stubaier und Ötztaler Alpen in Tirol.




Niederösterreichische Naturparke

NÖ Naturparke-Wanderpass 2006

Der NÖ Naturparke-Wanderpass geht heuer bereits in die sechste Saison. Als Wandernadel-SammlerInnen etablierte sich bereits ein Stammpublikum – von Wanderern der 80+-Generation über Wandervereine und Familien bis zum Hund Lucy – das bisher jedes Jahr teilnahm und teilweise regelmäßig die „Goldene“ erwanderte. Es stoßen aber auch jährlich neue TeilnehmerInnen dazu. 2005 war übrigens das erste Jahr, in dem kein/e TeilnehmerIn den Wanderpass voll ausgefüllt mit allen 23 Stempeln einsandte. Die meisten Naturpark- Wanderer schaffen 8 bis 12 Naturparke und somit die Silberne Wandernadel.

Fast alle Rückmeldungen von TeilnehmerInnen sind positiv bis begeistert, sowohl zu den Naturparken und ihrer Landschaft als auch zur Aktion Wanderpass. Probleme gibt es immer wieder mit Stempeln, die für manche offenbar zu Sammelobjekten wurden und aus einigen Naturparke immer wieder verschwinden. StammkundInnen wissen inzwischen, dass die nächsten Gemeindeämter oder Gasthäuser mit Bestätigungen aushelfen, wenn kein Naturpark-Büro in der Nähe ist.

2006 steht der Wanderpass unter dem Motto „Natur-Erleben für alle“. Damit soll neben dem gesunden Bewegen durch das Wandern auch dazu angeregt werden, die wunderbare Natur in den Schutzgebieten zu beobachten und auf sich wirken zu lassen. Das darf wirklich jeder. Exklusiv dürfen die Naturparke nur im Hinblick auf ihre Angebote sein, jedoch nicht was die Auswahl der BesucherInnen betrifft. Der Wanderpass wird diesem Anspruch als Angebot für alle Bevölkerungsgruppen hervorragend gerecht.

Inzwischen hat der NÖ Wanderpass auch schon internationales Format.
Im Internet sind unter der Adresse www.wanderindex.de Wanderangebote aus Deutschland und Österreich zu finden, wo der NÖ Wanderpass in guter Gesellschaft mit anderen Wandernadeln präsentiert wird.

Wanderpässe liegen in allen 23 NÖ Naturparken auf.




Besondere Anerkennung
zum Thema Umweltbildung für drei NÖ Naturparke

DI Gabriela Orosel

Im Zuge der Festveranstaltung "Umweltbildung in Niederösterreich" am 20. April 2006 im Landtagssaal in St. Pölten wurde drei NÖ Naturparken – namentlich Sparbach, Purkersdorf und Buchenberg – von Umweltlandesrat DI Josef Plank ein Zertifikat für die Teilnahme an der Umweltbildungsinitiative NÖ 2004/05 überreicht und für einzelne attraktive Angebote dieser Naturparke Dank und besondere Anerkennung ausgesprochen.

In drei unterschiedlichen Kategorien („Besondere Anerkennung", „Angebote" und „Top Angebote") wurde 67 TeilnehmerInnen dieses Zertifikat überreicht und der Einsatz sowie das große Engagement der verschiedenen Anbieter (Schulen, Fachhochschulen, Universitäten und private Bildungsanbieter) gelobt, die wie Mosaiksteine der NÖ Bildungslandschaft maßgeblich zur positiven Entwicklung des Umweltbewusstseins in Niederösterreich beitragen.

Naturpark Sparbach:
Besondere Anerkennung für das dreistündige Programm „Naturpark Schule - Schule im Naturpark"

Naturpark Purkersdorf:
Besondere Anerkennung für die dreistündigen Programme „Geführte Erlebniswanderungen" und „Themenwanderungen & Themennachmittage"

Naturpark Buchenberg:
Erfüllt in der Kategorie „Angebot" der freien Anbieter die strengen Qualitätskriterien für ein Halbtagesprogramm zum Thema „Klimawandel – Abholzung – Regenwald (Ein Tag am Amazonas, Klima verbindet)“

Beim „Dr. Erwin Pröll Zukunftspreis 2006“ (Landesakademie NÖ) wurde der Naturpark Sparbach unter 134 Teilnehmern in der Kategorie „Einklang mit der Natur" nominiert und mit dem zweiten Platz von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll geehrt. Insgesamt wurden 15 Nominierte in fünf Kategorien ausgewählt!

Detailinformationen unter:
http://www.meilenstein.noe-lak.at



Burgenländische Naturparke

Beschäftigungsprojekt im trilateralen
Naturpark Raab-Örség-Goričko

Im Zuge eines Round Table im Bezirk Jennersdorf entstand die Idee zu einem Beschäftigungsprojekt mit dem Naturpark Raab.

Initiator des Projektes war die Wirtschaftsservice Burgenland AG (WiBAG) als Paktkoordinator des Burgenländischen Beschäftigungspaktes. Der Burgenländische Beschäftigungspakt ist eine umfassende Partnerschaft verschiedenster Institutionen. Hauptvertragspartner sind das Land Burgenland und das AMS, die Paktkoordination liegt bei der WiBAG. Der Pakt besteht seit 2001 und hat sich zum Ziel gesetzt beschäftigungspolitische und -wirksame Aktionen und Maßnahmen durchzuführen. Zielgruppen sind vor allem Jugendliche, Ältere, Menschen mit Behinderungen und Langzeitarbeitslose. Um die Umsetzung dieser Ziele auf regionale Ebene transportieren zu können, werden auf Bezirksebene so genannte Round Tables veranstaltet.

Ziel des Projektes war die Erhöhung des Tourismusangebotes im Naturpark Raab durch die Beschäftigung von Langzeitarbeitslosen und Personen, die sich in so genannten Vermittlungshilfekursen des BFI befinden. Die TeilnehmerInnen haben schon während der Arbeitslosigkeit die Möglichkeit einer sinnvollen Beschäftigung nachzugehen und so eine gute Referenz für einen möglichen Berufseinstieg.

Das Projekt startete am 2. Mai 2006 und läuft in einer ersten Phase bis Ende Oktober als Pilotprojekt. Bei Erfolg soll das Projekt in weiterer Folge auch auf andere Regionen ausgedehnt werden. Beschäftigt werden drei Langzeitarbeitslose, wobei Herr Franz Katzbeck als Schlüsselperson fungiert, sowie zwei Personen aus Vermittlungshilfekursen des BFI. Projektträger sind die sieben Gemeinden des Bezirkes Jennersdorf, die den Verein zur Förderung des Naturparks gegründet haben. Die Beschäftigten sind jede Woche bzw. alle zwei Wochen für eine andere Gemeinde tätig und erledigen die anstehenden Naturparkarbeiten, für welche die entsprechende Gemeinde verantwortlich ist.

Dazu gehören beispielsweise Tätigkeiten, wie:

Instandsetzung der Themen-, Wander- und Pilgerwege
Freischneidearbeiten und Absturzsicherungen entlang der Themenwege
Pflege-, Ausbesserungs- und Markierungsarbeiten
Vorbereitungsarbeiten für die Opernaufführung auf Schloss Tabor
Mithilfe bei Kanufahrten auf der Raab und Lafnitz

In Neuhaus am Klausenbach (Ortsteil Kalch) wurde von den Beschäftigten eine Tschartake (Grenzwächterturm) neu erbaut. Die Einweihung des Baues fand am 23. Juni statt.

Finanziert wird das Projekt vom AMS Jennersdorf unter der Leitung von Dietmar Strobl sowie den sieben Gemeinden Jennersdorf, Minihof-Liebau, Mogersdorf, Mühlgraben, Neuhaus am Klausenbach, St. Martin an der Raab und Weichselbaum.


Fünfter Naturpark im Burgenland verordnet

Der Naturpark Neusiedler See – Leithagebirge ist der 5. Naturpark im Burgenland und erstreckt sich um die Gemeinden Donnerskirchen, Purbach, Breitenbrunn, Winden und Jois. Die fünf Naturparkgemeinden umfassen eine Fläche von zusammen 144,87 Quadratkilometern, die Einwohnerzahl beträgt 8.356. In der Region liegen zwei Naturschutzgebiete, der Hackelsberg mit 11 ha und Thenau mit 40,9 ha. Der Naturpark zeichnet sich durch seine landschaftliche Vielfalt aus: am Leithaberg findet man große zusammenhängende Waldflächen, daran anschließend geschützte Trockenrasengebiete und Brachen mit einer Vielzahl an Pflanzen und Tierarten. Zwischen diesen und den Dörfern liegt die weingartenbeherrschte Kulturlandschaft mit den mehr als tausend Kirschbäumen, in den Dörfern gibt es einige sehenswerte erhaltene Ortskerne und Kellergassen. Einige naturschutzfachlich sehr interessante Seewiesen trennen den Siedlungsbereich vom breiten Schilfgürtel des Neusiedler Sees.

Die Ziele der Naturparkentwicklung sind: :

Erhaltung der Kulturlandschaft
Verbreiterung der touristischen Wertschöpfung
Erhöhung der Lebensqualität
Sicherung von Arbeitsplätzen
Stärkung der Identität der Region

Zurzeit wird in der Region intensiv an der Entwicklung eines Konzeptes zur klaren Positionierung des Naturparks unter Einbeziehung der Bevölkerung gearbeitet.




Landesveranstaltung im Burgenland zum Projekt
Naturpark-Spezialitäten

Das Projekt „Österreichische Naturpark-Spezialitäten“ wurde am 27. April 2006 in Eisenstadt einer breiten Öffentlichkeit präsentiert. Zum Anlass wurde die Eröffnung der Sonderausstellung „Fördern wirkt“ im Burgenländischen Landesmuseum genommen. Diese Ausstellung soll zum Abschluss der zweiten Ziel-1 Förderperiode die „Erfolgsgeschichten seit 1995“ Revue passieren lassen. Dazu wurden einige konkrete Best-Practice-Beispiele von geförderten Ziel-1 und Interregprojekten vorgestellt. In diesem Rahmen wurde auch das Projekt „Österreichische Naturpark-Spezialitäten“ präsentiert, die bisher entwickelten Produkte der beiden teilnehmenden Naturparke Raab-Örség-Goričko und Weinidylle rund um Maschanzker und Uhudler zum Verkosten angeboten und die TeilnehmerInnen an der Veranstaltung mit einem hervorragendem Buffet aus dem Naturpark Raab verköstigt.



Tiroler Naturparke

Tiroler Schutzgebiete – zukunftsreich
Mag. Johannes Kostenzer

Im Februar 2005 beschloss die Tiroler Landesregierung ein Konzept, das weit über Tirols Grenzen hinaus für Beachtung sorgte. Ein Konzept, mit dem ein Akzent auf die Tiroler Schutzgebiete gesetzt wird . Mit dem gleichzeitigen Bekenntnis zu einer Finanzierung von BetreuerInnen für alle Tiroler Schutzgebiete wurde so etwas wie ein Startschuss gegeben, den Naturparks und Landschaftsschutzgebieten, den Ruhegebieten und Natura 2000- Gebieten einen neuen Stellenwert zu geben. Bis Ende 2007 sollen alle Schutzgebiete betreut sein, so lautet das ehrgeizige Ziel.

Betrachtet man die Entwicklung der Schutzgebiete in den Alpen und glaubt man den Zukunftsforschern, werden unsere Tiroler Schatzkästchen hinkünftig ein weit größeres Gewicht als bisher erlangen. Nicht nur als Naturräume besonderer Bedeutung, nein, vielmehr auch aus touristischer Sicht, aus Sicht einer regionalen landwirtschaftlichen Produktentwicklung mit hoher Qualität und klarer Herkunft. Unsere Schutzgebiete sollen Modellregionen werden für einen nachhaltigen und bewussten Umgang mit unserem wertvollsten Gut, der Ressource Natur.

Deutlich wird damit auch, dass es klare Vorstellungen braucht, Leitlinien und einen Rahmen, in dem sich diese Entwicklung aus naturkundlicher Sicht und zum Wohl unseres Landes in Zukunft abspielen kann. Ein „sanfter“ Naturtourismus, der die Schönheiten Tirols hautnah erleben lässt ohne die empfindlichen Ökosysteme zu beeinträchtigen, eine landwirtschaftliche Nutzung, die einem Käse und Würste aus unseren Schutzgebieten auf der Zunge zergehen lässt und besonders sorgsam mit den Biotopen der Kulturlandschaft umgeht. Für die Entwicklung dieses Rahmens und für eine möglichst gute Vernetzung der Schutzgebiete untereinander wurde die Koordinationsstelle Tiroler Schutzgebiete in der Abt. Umweltschutz eingerichtet. Diese verantwortungsvolle und spannende Aufgabe darf ich in Zukunft wahrnehmen.

Weitere Informationen:
Mag. Johannes Kostenzer
Koordination Tiroler
Schutzgebiete,
Amt der Tiroler Landesregierung
Abt. Umweltschutz
Altes Landhaus
6010 Innsbruck
Tel.: 0512-508-3461
Mobil: 0676-88-508-3461
Fax: 0512-508-3455



Naturpark „Tiroler Lech“ – Der letzte Wilde
Mag. Birgit Koch

Auf einer Länge von 62 km erstreckt sich das Tiroler Lechtal in einer West-Nordost Ausbreitung von Steeg bis an die süddeut-sche Grenze bei Vils. Nach zahlreichen Bemühungen den Lech und seine Zuflüsse unter Schutz zu stellen, folgte im Jahr 2000 die Ernennung zum Natura 2000–Gebiet nach der FFH- und der VS-Richtlinie. Im Dezember 2004 wurde von der Tiroler Landesregierung der Beschluss gefasst einen Naturpark zu installieren. Somit ist der Naturpark „Tiroler Lech“ nun das größte zusammenhängende Naturschutzgebiet im Talbereich Tirols.

Der Naturraum des Naturparks wird durch den Wildfluss Lech geprägt, der heute noch das Erscheinungsbild des Tales bestimmt. Das Schutzgebiet auf rund 41 km2 umfasst den dynamisch verzweigten Wildfluss Lech, seine angrenzende Auenlandschaft sowie die wichtigsten Seitenzubringer. Teilweise sind angrenzende Bergmischwälder in das Schutzgebiet integriert.
Der Lech stellt im nordalpinen Raum durch seine Größe und Ausformung eine einzigartige Wildflusslandschaft dar. Sein naturnaher Zustand verleiht ihm internationale Bedeutung. Im mittleren Talabschnitt bildet der Lech großflächige Schotter- und Sandflächen sowie weiträumige Überflutungsflächen aus, die mit den breiten Auwaldbereichen zu den am meisten bedrohten Landschaftstypen in Mitteleuropa zählen.

Für viele speziell angepasste und seltene Tier- und Pflanzenarten stellt der Naturpark ein letztes Refugium dar. Die unterschiedlichsten Lebensräume sind die Grundlage für eine artenreiche Flora und Fauna in diesem Gebiet. Rund ein Drittel aller in Tirol vorkommender Pflanzenarten sind dort beheimatet, darunter reichhaltige Orchideenbestände. 1.160 Pflanzenarten wurden bisher im Bereich des Naturparks nachgewiesen, von denen 392 Arten sehr wertvoll und gefährdet sind.

Jedoch nicht nur die Pflanzenwelt hat Kostbarkeiten zu bieten, sondern auch aus faunistischer Sicht erlangt dieses Gebiet eine hohe Schutzwürdigkeit.

Die ausgedehnten Auen beherbergen außerdem eine für den alpinen Raum außergewöhnlich hohe ornithologische Artenfülle. Für alpine flussbewohnende Vögel zählt der Lech zu den wichtigsten Brutgebieten Österreichs. In den letzten Jahren konnten über 150 Vogelarten für den Naturpark ausgewiesen werden, wovon 110 Arten in den Talräumen brüten.

Um diesen wertvollen Lebensraum zu erhalten und um ein erfolgreiches Schutzgebietsmanagement zu erreichen, erfolgte im Winter des vergangenen Jahres die Bestellung einer Schutzgebietsbetreuerin. Neben dem naturräumlichen Management durch Setzung gezielter naturschutzfachlicher Maßnahmen und Projekte liegt ein zentraler Ansatz in der Aktivierung des Schutzgedankens durch Öffentlichkeitsarbeit Weitere wichtige Aufgabenfelder liegen im Bereich der Erholung und Regionalentwicklung.

Für das heurige Jahr wurde bereits ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm ausgearbeitet, das in den Monaten April bis Dezember verschiedene Exkursionen und Vorträge den Einheimischen und Gästen anbietet. Zusätzlich werden in Zusammenarbeit mit den ansässigen Tourismusverbänden naturkundliche Wanderungen organisiert. Um im Bereich Umweltbildung in Zukunft das Angebot zu erweitern und einen hohen Qualitätsstandard zu erreichen, wird derzeit an einem umfassenden Projekt in Kooperation mit dem Verein natopia gearbeitet.

Aufgrund der Weitläufigkeit des Schutzgebietes sind derzeit Informationstafeln in Planung, die entlang des Naturparks Tiroler Lech verschiedene naturkundliche Themen und die Besonderheiten im Lechtal vermitteln sollen.

Das EU-kofinanzierte LIFE-Projekt „Wildflusslandschaft Tiroler Lech“ befindet sich in der Schlussphase. Bis Ende April 2007 sind noch kleinere Projekte zu realisieren, wie z.B. ein Beobachtungsturm und drei Aussichtsplattformen, die Revitalisierung von Nebengewässern und vieles mehr. Nach einem erfolgreichen Abschluss des LIFE-Projektes steht ein weiteres großes Projekt in den Startlöchern – das Naturparkhaus. Heuer noch sollte der Standort fixiert und eventuell mit einer Planung begonnen werden.

Weitere Informationen:
Mag. Birgit Koch
Naturpark „Tiroler Lech“
LIFE-Infostelle
6671 Weißenbach am Lech
Tel.: 0676 / 88 508 79 41
E-Mail: b.koch@tirol.gv.at
www.tiroler-lech.at


GEO-Tag der Artenvielfalt 2006
Schwemm und Kaisergebirge

Am 09. und 10. Juni 2006 fand in der Schwemm und im Kaisergebirge zum dritten Mal der GEO-Tag der Artenvielfalt statt. Es ist dies eine der größten Umweltinitiativen in Tirol und österreichweit die Hauptaktion zu diesem Thema. Unterstützt wird die Aktion von der Abteilung Umweltschutz des Landes Tirol.

Einmal im Jahr lädt das Magazin GEO zur Expedition in die heimische Natur. Für die TeilnehmerInnen gilt es, innerhalb von 24 Stunden in einem begrenzten Gebiet möglichst viele verschiedene Pflanzen und Tiere zu entdecken. Ziel des GEO-Tags der Artenvielfalt ist eine Bestandsaufnahme der unmittelbaren Umwelt: Was wächst und gedeiht eigentlich in hiesigen Breiten? Dabei zählt nicht der Rekord. Vielmehr geht es darum, Bewusstsein zu wecken für die Biodiversität vor unserer Haustür.

Die Schwemm als Natura 2000-Gebiet, ein Moorgebiet von internationaler Bedeutung und das Kaisergebirge boten den ExpertInnen eine Vielfalt an Lebensräumen. Auch in diesem Jahr sind wiederum spannende Ergebnisse zu erwarten.

Weitere Informationen: www.artenvielfalt.or.at


Oberösterreichs Naturparke auf der Welser Messe
Michaela Reiter

Mit einem abwechslungsreichen Programm präsentierten die beiden Oö. Naturparke Obst-Hügel-Land und Mühlviertel am ersten April-Wochenende auf der Welser Messe „Blühendes Österreich & Ausflug 2006“ die Naturpark-Spezialitäten – Genießen was man schützen will.

Beim Gemeinschaftsprojekt „Österreichische Naturpark-Spezialitäten“ mit dem VNÖ und vielen anderen Naturparken in ganz Österreich geht es darum, durch die Produktion hochwertiger Spezialitäten eine Möglichkeit zu schaffen, die wertvolle Arbeit unserer Landwirte auch rentabel zu machen. Jeder Naturpark hat ein eigenes Leitprodukt entwickelt, im Naturpark Mühlviertel sind dies die Kräuter.

Auf der Messe waren die Direktvermarkter der beiden Naturparke mit ihren Spezialitäten, wie z.B. Most, Säften und Früchten vertreten. Die Verkostung der Produkte fand sehr großen Anklang. Zusätzlich konnten sich die BesucherInnen auch über die zahlreichen Ausflugsmöglichkeiten und Sehenswürdigkeiten in den beiden Naturparken informieren.


Natur pur –Fest im Naturpark Dobratsch
Mag. Robert Heuberger

Das am 11. Juni in der Oberschütt veranstaltete Naturpark Dobratsch-Fest stand ganz im Zeichen der Blüte der Illyrischen Gladiole und bot wieder ein buntes Programm für die ganze Familie – mit Frühschoppen, Naturpark-Schmankerln, Gewinnspiel, lustigen Kinderführungen und Naturwanderungen.

Das Naturpark-Fest zur Gladiolenblüte konnte heuer mit einer ganzen Reihe an Besonderheiten aufwarten. Zum Einen feierte der Naturpark Dobratsch damit die erfolgreichen ersten 1.000 Tage seines Betriebes, zum Anderen wurde dem Wunsch vieler nachgegangen und das Naturpark-Fest nicht am Dobratsch, sondern am Fuße des Berges veranstaltet.

Die über 700 BesucherInnen, die zum Teil mit dem Fahrrad oder zu Fuß gekommen waren, zeigten sich vom Fest begeistert und genossen die stimmungsvolle Atmosphäre sowie die Naturpark-Spezialitäten aus dem Naturpark Dobratsch, die von den Naturpark-Bauern vorgestellt wurden.
Am Ende der Veranstaltung waren sich alle darüber einig, dass dieses Fest zur Gladioleblüte fixer Bestandteil im Programm des Naturparks werden soll.


Grenzüberschreitende Projektzusammenarbeit – PHARE CBC

Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit führte die slowenischen Projektpartner zweimal nach Österreich: Fachvorträge zum Management der Naturparke Sölktäler und Raab-Örség-Goričko sowie Exkursionen in die beiden Naturparke wurden vom Verband der Naturparke Österreichs von Mag. Verena Langer im Rahmen des Projekts organisiert. Die MRA (Maribor Regionalentwicklungsagentur) ist Träger des Phare Cross-Border-Cooperation Projekts „Nachhaltiges Management des Drau-Gebietes“, das sich die Bewahrung der Biodiversität der Natura 2000-Gebiet der Drau-Region sowie die Sicherstellung der nachhaltigen Entwicklung des Grenzgebietes zwischen Slowenien und Österreich zum Ziel gesetzt hat.

Von besonderem Interesse waren für die Partnerorganisationen (u.a. das Institut für Naturschutz, das Institut für Landwirtschaft und Fortwirtschaft Maribor bzw. Ptuj sowie das wissenschaftliche Forschungszentrum Bistra Ptuj) bei den Exkursionen die Verbindung von Naturschutz, Land- und Forstwirtschaft und Natura 2000 sowie die Einbindung der lokalen Bevölkerung in den Naturparken. So standen neben den Fachvorträgen von Mag. Markus Ressel und Mag. Karoline Kreimer-Hartmann zum Management des Naturparks Sölktäler und zur Vorstellung seiner Projekte, insbesondere zum Thema Kulturlandschaftsmanagement – Natura 2000-Gebiete und andere Naturschutzprojekte, auch der Besuch eines Landwirts auf dem Programm, der Beteiligter am Vertragsnaturschutz ist.

Im Naturpark Raab-Örség-Goričko wurde die grenzüberschreitende Zusammenarbeit erst im Mai mit der Unterzeichnung des trilateralen Kooperationsvertrages bekräftigt, bei der Phare-Exkursion in den Dreiländernaturpark teilten sich GF Karl Kahr, Naturpark Raab, und Stanka Desnik, Naturpark Goričko, den Fachvortrag zum Naturpark-Management. Eine geführte Wanderung am Lebensweg und besonders die Kanutour auf der Raab vermittelten nachhaltige Eindrücke vom Bildungsprogramm des Naturparks.

Beim bevorstehenden Abschlussworkshop in Maribor werden alle Projektpartnerorganisationen teilnehmen. GF Franz Handler wird dabei Anfang Juli zum Thema „Management von Naturparken – Gleichrangiges Miteinander von Schutz, Bildung, Erholung und Regionalentwicklung“ referieren.


Ausstellung „Naturparke – charakteristische Kulturlandschaften Österreichs“

Über ein Jahr ist es nun her, dass die Ausstellung „Naturparke – charakteristische Kulturlandschaften Österreichs“ am 24. Mai 2005 im Rahmen der 10-Jahres-Feierlichkeiten des VNÖ in der Säulenhalle des Parlaments zum ersten Mal präsentiert wurde. Die vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft geförderte Ausstellung wurde im Zuge einer Kooperation mit dem VTNÖ (Verein für Tier- und Naturfotografie Österreich) konzipiert und zeigt in wunderbaren Bildern die Schönheit und Vielfältigkeit der Naturparke. Zwei Wochen lang war die Ausstellung, die als praktisches Network-System leicht und rasch auf und ab zu bauen sowie zu transportieren ist, noch dem Publikum in der Bundeshauptstadt zugänglich, dann trat sie ihre Reise durch die Österreichschen Naturparke an.

Seither konnte sie schon in zahlreichen Naturparken bewundert werden. Im steirischen Naturpark Mürzer Oberland waren auch die Berliner Gäste begeistert von unseren Natur- und Kulturlandschaften. Im Naturpark Steirische Eisenwurzen konnten die Besucher des „Festival St. Gallen“ neben dem Kulturgenuss auch dem Ausstellungsgenuss frönen. Weiters führte ihr Weg quer durch Niederösterreich, von Purkersdorf und Sparbach im Süden von Wien, über die Leiser Berge bis hinauf ins Waldviertel in den Naturpark Blockheide und hinunter ins Mostviertel in den Naturpark Eisenwurzen NÖ.

Auch im Nationalparkzentrum in Hardegg, war sie während der Abschlusspräsentation eines Projektes der Nationalparkregion Thayatal-Podyji und ihrer Mitgliedsbetriebe (u. a. auch die Naturparke Geras und Dobersberg) bereits zu Gast.

Eine sehr weite Anreise führte in den Tiroler Naturpark Zillertaler Alpen, wo viele Gäste aus dem In- und Ausland die schönen Bilder gewissermaßen als Teil ihres „Après Ski“-Programms genossen.

Aber auch über die Landesgrenzen hinaus ging die Reise. Beim Reisepavillon in Hannover (nähere Informationen dazu im nachfolgenden Beitrag) waren die Besucher von den Österreichischen Naturparken begeistert.

Auf den Tag genau ein Jahr nach der ersten Präsentation in der imposanten Säulenhalle des Parlaments befand sich die Ausstellung wieder in einem großen Saal, nämlich in der Seewinkelhalle in Pamhagen, beim internationalen Symposium und Naturfilmfest „pannatura“.

Im Juli kann die Ausstellung in der „Alten Schmiede“ in Schönberg, im Naturpark Kamptal-Schönberg besichtigt werden. Interessierte Naturparke bitte rechtzeitig beim Verband melden, da in diesem Jahr nur noch wenige Termine frei sind.


Der Reisepavillon 2006 in Hannover –
die Messe für anderes Reisen

Der 16. Reisepavillon schloss am 05.02.2006 nach drei Tagen mit einem Besucherplus und positiver Ausstellerresonanz seine Tore. Die internationale Messe für anderes Reisen lockte über 18.000 BesucherInnen auf das Hannover Messegelände. Rund 300 Aussteller aus 30 Ländern boten dem Publikum eine breite Palette nachhaltiger Urlaubsangebote.

Im Rahmen des Leader+-Projekts „Österreichische Naturpark-Spezialitäten“ präsentierte der VNÖ die Österreichischen Naturparke und nutzte das Motto der Messe: „Urlaub in der Natur – ein Fest für alle Sinne.“

Das VNÖ-Team zog nach drei Messetagen und rund 1.300 Kundenkontakten eine sehr positive Bilanz, und stellte fest, dass neben dem Interesse an den kulinarischen Schmankerln auch die Nachfrage nach touristischen Angeboten in den Österreichischen Naturparken groß war und die Naturparke als Urlaubsdestination stark nachgefragt wurden. Als Resümee kann festgehalten werden, dass die Wahl des Urlaubszieles „durch den Magen“ geht und die Gaumenfreuden bei der Wahl des Urlaubsortes oft eine große Rolle spielen.


Telekommunikationsgesetz

Sie haben bisher immer unseren Newsletter per E-Mail erhalten. Seit 1. März 2006 gelten in Österreich neue Bedingungen für die Zusendung elektronischer Informationen (Änderung des § 107 Telekommunikationsgesetz). Wir möchten Sie zukünftig weiterhin über unser Projekt informieren und Sie daher in unserem Informationsverteiler behalten. Wenn Sie jedoch keine Informationen mehr von uns erhalten möchten, schicken Sie uns bitte über die nachfolgende E-Mailadresse ein E-Mail retour: office@naturparke.at

Die Abmeldefunktion steht Ihnen selbstverständlich bei jeder elektronischen Aussendung zur Verfügung. Wenn Sie uns das E-Mail nicht retour senden, gehen wir davon aus, dass Sie weiterhin unseren Newsletter erhalten möchten. Wir freuen uns, Sie auch weiterhin über diesen Weg informieren zu dürfen.


Terminvorschau

Natur- und LandschaftsführerInnen –
Kursabschluss im Naturpark Grebenzen

Die 20 TeilnehmerInnen des heurigen Natur- und Landschaftsführerlehrgangs kommen aus sechs Bundesländern – und ebenso viele Naturparke sind im Kurs vertreten: die Naturparke Sölktäler, Grebenzen, Eisenwurzen NÖ, Obst-Hügel-Land, Pöllauer Tal und Grebenzen werden mit Ende Juni um einige Natur- und LandschaftsführerInnen reicher. Wie diese das im Kurs erworbene Wissen bei den Führungen umsetzen werden und wo die Interessensschwerpunkte liegen, verraten die Abschlussarbeiten und werden die Führungen beim fünften Modul Ende Juni im Naturpark Grebenzen zeigen. Themen wie „Almenwanderung – Steirerkas is goar so krass“ oder „Dem Kasamandl hinterher“, „Das Tier in Dir“ und die „Entdeckungsreise mit dem Igel Isidor und Boromil dem Regenwurm“ versprechen eine interessante und abwechslungsreiche Erweiterung der Angebotspalette der Naturparkprogramme in der nächsten Saison. Die Planung für den Lehrgang Natur- und Landschaftsführer 2007 (Veranstalter: VNÖ in Kooperation mit dem LFI Steiermark) wird bereits vorbereitet.


Die Österreichischen Naturparke beim Fest der Natur

Am Samstag, den 1. Juli 06 eröffnet Naturschutzreferent LH-Stv. DI Erich Haider das dritte „Fest der Natur“ im Linzer Donaupark. Knapp 15.000 BesucherInnen haben im Vorjahr zwischen Lentos und Brucknerhaus ein informatives und unterhaltsames Programm für die ganze Familie genossen.

Naturschutz-Infos aus erster Hand
Wer sich über die umfangreichen Naturschutzangebote und -leistungen des Landes Oberösterreich und der vielen Naturschutzorganisationen im Detail informieren möchte, dem bietet sich dazu beim Fest der Natur die beste Gelegenheit Insgesamt sind rund 40 Aussteller aus verschiedenen Bereichen vertreten, wie das Biologiezentrum der Oö. Landesmuseen und die Naturkundliche Station der Stadt Linz, sowie Nationalpark Kalkalpen, Oö. Naturschutzbund, WWF Haibach, Österreichische Naturschutzjugend, Alpenvereinsjugend, Naturfreunde Linz, Agrarium, die Naturerlebnispfade "Wald der Kinder" und "Weg der Sinne". Die Österreichischen Naturparke sind beim Fest der Natur heuer erstmals vertreten und nehmen u. a. Naturpark-Spezialitäten aus vier Bundesländern mit nach Linz.

Attraktives Rahmenprogramm
zwischen Bio und Pop

Das Fest der Natur wartet mit einem attraktiven Rahmenprogramm auf: Streichelzoo, Naturerlebnisstationen, Schiffsfahrten zu ausgewählten Exkursionszielen, Kletterwand, Sandspielplatz, Landmatura, Nordic-Walking mit Langlauf-As Alois Stadlober, außergewöhnliche Ausstellungen im Brucknerhaus sowie ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm mit KünstlerInnen und AkrobatInnen erwartet die Besucher und Besucherinnen bei freiem Eintritt.

Nähere Infos bei der Oö. Akademie für Umwelt und Natur unter: www.natur-ooe.at.


Weiterbildung für Natur- und LandschaftsführerInnen

Der Naturpark Mühlviertel wird beim heurigen Weiterbildungsseminar die passende Kulisse zum gewählten Thema bieten, denn neben der beliebten „Naturparkwerkstatt“ steht LandArt auf dem Programm. Das von der Oö. Akademie für Umwelt und Natur in Kooperation mit dem VNÖ und dem LFI Steiermark veranstaltete Seminar findet am 14./15. September in Rechberg statt.


Schon reingeblättert?
Bildband „Österreichische Naturparke
Natur- und Kulturlandschaften von ihren schönsten Seiten“

Die Österreichischen Naturparke repräsentieren die schönsten Natur- und Kulturlandschaften Österreichs. Der Verband der Naturparke Österreichs (VNÖ) hat sein 10-jähriges Bestehen zum Anlass genommen, in Kooperation mit dem Verein für Tier- und Naturfotografie Österreich (VTNÖ) einen Bildband über die Österreichischen Naturparke herauszugeben.

Die besten Naturfotografen des Landes haben ein Jahr lang die Naturparke besucht und die Vielfältigkeit und Einzigartigkeit der Landschaften, seltene Tier- und Pflanzenarten, aber auch regionale Besonderheiten der einzelnen Naturparke festgehalten. Der Bildband zeigt auf 264 Seiten, mit welcher Freude am Erleben, aber auch mit welchem Aufwand die Künstler ans Werk gegangen sind. Die persönliche Sicht der Fotografen und die daraus resultierenden unterschiedlichen Blickwinkel machen die Einmaligkeit dieses Bildbandes aus.

Die eindrucksvollen Bilder lassen den Betrachter in die wunderbaren Landschaften Österreichs eintauchen und wecken dabei die Lust diese Schönheit auch in Natura zu erleben – gemäß dem Ausspruch einer Fotografin:
„Wieso fahren wir eigentlich immer nach Island, wo es doch in Österreich derartig traumhafte, uns ganz unbekannte Plätze gibt“


Tipp: Bild der Woche

Passend zum Bildband unser Tipp:
Neu auf unserer Homepage finden Sie wöchentlich ein Bild aus unserem Bildband: BILD DER WOCHE

Viele der Mitglieder des VTNÖ (Verein für Tier- und Naturfotografie Österreich), die ihre Bilder für den Bildband kostenlos zur Verfügung gestellt haben, wurden schon mit internationalen Preisen ausgezeichnet. Aus rund 6.000 Bildern wurden über 300 ausgewählt und im prachtvollen Bildband zusammengefasst. Wöchentlich soll nun eines davon als „Bild der Woche“ besonders hervorgehoben werden und die Lust auf die wunderbaren Natur- und Kulturlandschaften wecken.




 

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